API, die Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung

Eine Programmschnittstelle, auch als API bezeichnet, definiert eine vom Softwaresystem zur Verfügung gestellte Anbindung für andere Programme an das System.


Es gibt vielfältige Anwendungsgebiete, in denen mindestens eine Programmschnittstelle, man bezeichnet sie auch als API, zum Einsatz kommen. API ist eine Abkürzung für die englische Bezeichnung application programming interface, das übersetzt als Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung definiert wird. Während die Binärschnittstelle auf Maschinenebene eine Verbindung schaffen kann, definieren sich APIs nur durch die Verwendung auf Quelltextebene. Datenbanken, Festplatten oder Grafikkarten bedürfen, um den Zugriff auf sie zu ermöglichen, eine derartige Schnittstelle. Die Programmierschnittstellen werden in verschiedene Klassen eingeteilt. So unterscheidet man zwischen der funktions-, daten-, protokoll- oder objektorientierten Schnittstelle. Die funktionsorientierte Programmierschnittstelle, beispielsweise das BIOS eines PC, also eines Personal Computers, kennt nur Funktionen, die als Kommunikationsmittel genutzt werden. Unter Verwendung eines Handle-Konzeptes wird eine Funktion aufgerufen, der User bekommt ein Handle zurück. Über dieses Handle ist es möglich, weitere Funktionen aufzurufen. Schlussendlich muss das Handle wieder geschlossen werden. Mit den Befehlen zum Dateisystemaufruf, hierunter versteht man open, read, close oder write, wird die datenorientierte Programmierschnittstelle angesprochen. Je nachdem, welche Funktion ausgeführt werden soll, beispielsweise das Senden oder Empfangen von Dateien, werden die jeweiligen Befehle verwendet. Eine große Verbreitung des Ansteuerungsprinzips findet man unter UNIX im Bereich der Gerätetreiber. Im Gegensatz zur funktionsorientierten Programmschnittstelle, sind objektorientierte APIs sehr viel flexibler, da sie einen Schnittstellenzeiger verwenden. Ihnen wird in vielen Fällen eine Typbibliothek, hierunter versteht man einen standardisierten Kommunikationsschlüssel, mitgegeben. Die protokollorientierte API ist weder von einem Betriebssystem noch von der Hardware eines Rechners abhängig. Der Nachteil dieser Schnittstelle besteht allerdings darin, dass jedes Mal eine Neuimplementierung des notwendigen Protokolls stattfinden muss. Allerdings ist es möglich, den Aufwand zu reduzieren. Zu diesem Zweck wird die protokollorientierte Schnittstelle durch eine Schnittstelle gekapselt, die interface- oder funktionsorientiert ist. Auch findet eine Unterscheidung zwischen Protokollen statt, die anwendungsspezifisch ausgelegt sind und solchen, die allgemein gehalten sind. In der Praxis gibt es zahlreiche Anwendungsgebiete, in denen die APIs zum Einsatz kommen. Webbasierte Anwendungen machen es unter der Verwendung einer Programmierschnittstelle möglich, auch externe Entwickler können beispielsweise an den unterschiedlichsten Problemlösungen arbeiten. Auch die momentan marktbeherrschende Suchmaschine bietet ihren Usern eine Fülle von Schnittstellen an. Allerdings scheint die Menge der angebotenen APIS den User im ersten Augenblick regelrecht zu erschlagen. Die Suchmaschinen spielen im Internet, das mit seinen zahlreichen Webanwendungen ein breites Anwendungsspektrum für APIs bietet, eine wichtige Rolle, ebenso die Suchmaschinenoptimierung. So werden auch zur Backlink-Recherche verschiedene entsprechende APIs nicht nur von einer bestimmten Suchmaschine als kostenlose Lösung angeboten. Die API, also die Programmschnittstelle findet nicht nur außerhalb des Internets vielfältige Möglichkeiten der Anwendung.

Erfahren Sie mehr über die plentyMarkets API.