Eine Auktion garantiert spannenden Handel
Eine Auktion ist ein Verkaufsverfahren, bei dem Waren ohne Festpreise angeboten werden. Stattdessen kann der Käufer individuelle Gebote abgeben. Wer das höchste Gebot abgibt, erhält den Zuschlag für die Ware. Auktionen sind im Internet sehr populär, mittlerweile gibt es auch Abwärts-Auktionen.
Mit Auktion wird eine spezielle Form des Handels bezeichnet, bei der von Verkäuferseite kein fester Kaufpreis verlangt wird. Durch die variable Preisgestaltung birgt sie eine gewisse Spannung für Käufer und Verkäufer. Welche Seite am Ende das beste Geschäft macht, steht zu Beginn des Verkaufs noch nicht fest. Im Idealfall stellt sie eine Win-Win-Situation dar, in der alle Beteiligten profitieren. Im herkömmlichen Sinn geht es bei Auktionen darum, Waren zu einer Mindestsumme, dem sogenannten Ausrufungspreis, anzubieten und zu einem Höchstgebot, welches von einem potentiellen Käufer abgegeben wird, zu verkaufen. Generell erhält jener Bieter den Zuschlag, dessen Gebot alle anderen abgegebenen Gebote übertrifft. Lange Zeit wurden Auktionen oder Versteigerungen ausschließlich von Auktionshäusern und Auktionatoren abgewickelt, die die Waren, sofern möglich, vor Ort ausstellten und zur Besichtigung anboten. Nach der Schätzung der Angebote wurde ein Rufpreis festgelegt. Die potentiellen Käufer gaben Gebote ab, und das Höchstgebot bekam den Zuschlag, der traditionell durch einen Hammerschlag des Auktionators auf das Pult gekennzeichnet war. Das Klopfen mit dem Hammer beendete unverzüglich die Versteigerung für das entsprechende Produkt. Manchmal dauerte die Gebotsabgabe nur einige Sekunden bis Minuten, und der neue Besitzer stand fest. Diese Art des Kaufens und Verkaufens ist bereits seit Jahrhunderten beliebt, nicht nur, weil es sowohl für Käufer als auch Verkäufer große Vorteile bringen kann, sondern auch aufgrund der großen Spannung, die eine Auktion mit sich bringt. Die Vorteile für den Verkäufer liegen vor allem in der Möglichkeit, aufgrund des großen Interessentenpublikums einen guten Preis für seine Ware zu erzielen. Der Käufer kann unter Umständen durch geschicktes Taktieren einen günstigen Einkauf tätigen. Durch das Internet haben Auktionen nochmals an Beliebtheit zugenommen. Abgewickelt werden sie über spezielle Auktionsplattformen. In der Praxis unterscheiden sich Online-Auktionen von herkömmlichen Auktionen vor allem darin, dass viele Funktionen, die früher der Auktionator ausübte, jetzt vom Verkäufer ausgeführt werden. Die Schätzung und Beschreibung des Artikels wird oft vom Verkäufer selbst durchgeführt. Die Besichtigung der Waren vor Ort wird durch das Einstellen von Fotos ersetzt, und die Angebotszeit endet nach einigen Tagen oder Wochen an dem vom Verkäufer fixierten Datum. Nicht nur private Verkäufer nutzen Internet-Auktions-Plattformen, um nicht mehr benötigte Sachen zu versteigern, auch gewerbliche Unternehmen schätzen die Vorteile der Online-Auktionen. Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich Plattformen, die ein kostenloses Einstellen der Angebote ermöglichen: Sie werden von Millionen Usern besucht. Mittlerweile gibt es auch sogenannte Abwärts-Auktionen. Dabei gewinnt nicht das höchste, sondern das niedrigste Angebot. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Dienstleistungen angeboten werden. Bestimmte Dienstleistungen werden ausgeschrieben, und die Dienstleister versuchen, sich mit ihren Angeboten gegenseitig zu unterbieten. Der günstigste Anbieter erhält bei dieser Auktion dann den Zuschlag.