Die Authentifikation
Die Begrifflichkeit der Authentifikation stammt, wie so viele andere Dinge auch, aus dem griechischen Sprachraum. Sie definiert einen Vorgang, bei der die Identitätsprüfung eines Objekts oder einer Person vorgenommen wird.
Grundsätzlich wird zwischen der so genannten Authentifikation und der Authentisierung unterschieden. Wird von einer Person oder einem Objekt, hierbei kann es sich durchaus um einen Computer oder um ein ähnliches Gerät handeln, eine Identität behauptet und im Zuge dieser Behauptung der Anspruch an verschiedene Rechte gestellt, wird von der Gegenseite diese Identität auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Im englischen Sprachraum findet keine Unterscheidung zwischen den beiden Begriffen statt. Der Ausdruck authentication definiert sowohl die Überprüfung als auch den Nachweis der jeweiligen Identität. Um die eigene Identität nachzuweisen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die erste Variante besteht darin, dass derjenige, der sich authentisieren muss, in der Kenntnis einer bestimmten Information, beispielsweise einem Passwort ist. Eine andere Art, den Identitätsnachweiß zu erbringen besteht in dem Besitz von einem Schlüssel, einer Magnetkarte oder ähnlichen Gegenständen. Auch der Ausweis, zum Beispiel der Personalausweis oder auch der Führerschein sind Dokumente, mit denen der Inhaber der Papiere sich ausweisen kann. Seit einiger Zeit kommen auch immer häufiger biometrische Merkmale wie der Fingerabdruck oder ähnliches zur Anwendung, um eine Authentisierung durchführen zu lassen. Auf diese Weise sollen Daten vor dem unbefugten Zugriff Dritter geschützt werden. Das klassische Beispiel für eine Authentifikation ist der Vorgang des Einloggens beispielsweise in das E-Mail-Postfach. Der User, der Zutritt zu diesem passwortgeschützten Bereich begehrt, gibt durch die Angabe eines Benutzernamens seine Identität an. Um aber nun den noch erforderlichen Nachweis der Identität zu erbringen, bedarf es einer weiteren Eingabe, der eines Passwortes. Im Anschluss wird von der Seite des Systems die Eingabe mit den vorhandenen Daten überprüft. Werden die notwendigen Übereinstimmungen gefunden, erhält der User Zutritt zu diesem Bereich. Doch bei der Verwendung von Passwörtern, aber auch bei biometrischen Daten treten immer wieder verschiedene Probleme auf. So haben in den letzten Jahren immer wieder Meldungen von sogenanntem Passwort-Phishing in den Medien für Schlagzeilen gesorgt. Auf illegale Weise versuchen Betrüger, mit diversen Tricks nicht nur im Internet an die begehrten Passwörter, Pins oder sonstigen Zugangsdaten zu gelangen. Die Schäden, die durch solche kriminellen Machenschaften entstehen, sind allerdings teilweise „hausgemacht", da die Passwörter zu einfach aufgebaut sind oder ein leichtsinniger Umgang mit diesen äußerst sensiblen Daten vorliegt. Weiterhin stellt sich die Frage, wie mit den Daten, die in einer zentralen Datenbank gespeichert werden, weiter verfahren wird. Diese Daten sind personengebunden und es stellt sich die Frage nach der Zeitdauer der Speicherung und wer alles auf diese Daten Zugriff hat. Doch unabhängig davon ist die Authentifikation ein unerlässlicher Vorgang, um die Sicherheit für sensible Bereiche zu gewährleisten.