Sie möchten unser Logo? – Gerne!
Finden Sie hier unser Logo in hoher Auflösung und als Vektorgrafik.
Die Telekommunikation mit ihren unterschiedlichen Segmenten ist zu einem wichtigen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. Heute ist es selbstverständlich, jederzeit und überall telefonieren zu können. Auch das Internet ist zu einem beinahe ständigen Begleiter geworden. Dies ist aber nur möglich, wenn die Netze für Telekommunikation und Datenübertragung diesen Anforderungen auch im Bereich hoher Datenübertragungsraten verlustfrei und schnell funktionieren. Der Kernbereich eines Telekommunikationsnetzes, das über sehr hohe Raten zur Datenübertragung verfügt, wird als Backbone bezeichnet. Dabei handelt es sich, ähnlich wie im Straßenverkehr, um Hauptstränge, die verschiedene kleinere Teilnetze miteinander in Verbindung bringen. Da diese Stränge sehr häufig aus Glasfaserkabeln bestehen und über eine sehr hohe Bandbreite verfügen, können Datenmengen, die in Lichtwellen umgewandelt werden, in großem Umfang durch die Leitungen geschleust werden. Bezieht man die Backbones auf die DSL-Anbieter, spricht man in diesem Fall von den überregionalen Datenleitungen. Sie verbinden die verschiedenen Netzknoten des Providers zu einem kompletten Netz. Ein gut ausgebautes Netz ist so konzipiert, dass die Leitungsführung redundant ist. Das bedeutet, dass Zugangs- und Knotenpunkte mehrfach verknüpft sind. Auf diese Weise kann ein Ausfall einer einzelnen Verbindung schnell über andere Leitungen unkompliziert und ohne weiteren Aufwand abgedeckt werden. Die verschiedenen Glasfasertrassen werden an Knotenpunkten zusammengeschaltet. Diese Punkte, an denen sich die Übergabe zu anderen Providernetzen befindet, bezeichnet man als Points of Presence, abgekürzt PoPs. Neben einem leistungsfähigen Netz bedarf es jedoch noch weiterer Faktoren, um Daten in den erforderlichen Mengen übertragen zu können. In Rechnerzentralen wird die Verteilung und die Einspeisung der Daten in das Netz zum Beispiel über entsprechende Router gesteuert. Sie bestimmen, welche Backbone Stränge für die Datenübertragung momentan verwendet werden. Im besten Fall bedeutet das für den Kunden, dass die Leitung mit dem schnellsten Weg ausgewählt wird. Allerdings heißt das nicht, dass es hierbei auch gleichzeitig um den geografisch kürzesten Weg handelt. Welche Geschwindigkeiten in den Leitungen erreicht werden können, hängt von mehreren Faktoren ab. So bestimmen die Anzahl der PoPs, die Bandbreite und Leistungsfähigkeit der Router sowie die Abstände zwischen den einzelnen Routern über die Effizienz eines Systems. Das Internet mit seinen vielfältigen Anwendungen und einzelnen Teilnetzen ist in den vergangenen Jahren stark angewachsen. Die steigende Zahl an Usern, die sich jeden Tag in der virtuellen Welt bewegen, nimmt in gleichem Maße zu. Neue Technologien und gesunkene Preise für Speichermedien bringen einen deutlich größeren Datentransfer als noch vor zehn oder vor fünfzehn Jahren mit sich. Derzeit sind in Deutschland mehr als 100 Betreiber im Bereich Backbone vertreten, die den Internet-Providern Dienste und Ressourcen zur Verfügung stellen.
