Die Bandbreite
Der Begriff der Bandbreite ist nicht nur im technischen Sektor angesiedelt, sondern er ist auch bei den Wechselkursen und in der Mathematik zu finden.
Die Bezeichnung Bandbreite wird in jüngster Vergangenheit vor allem mit dem Internet in Verbindung gebracht, doch auch in der Audio- und der Nachrichtentechnik ist diese Definition bekannt.
Je nachdem welche physikalischen Eigenschaften vorliegen, hat jeder Übertagungskanal, der real ist, Grenzfrequenzen, die sowohl die unteren als auch die oberen Bereiche abgrenzen. Nun gibt es zahlreiche Frequenzen, die mit den unterschiedlichsten Diensten belegt sind. Neben Radio, Fernsehen oder Internet benötigen viele andere gewerbliche sowie private Nutzer bestimmte Frequenzbereiche zur Datenübertragung. Aus diesem Grund ist es wichtig, entsprechende Frequenzgrenzen zu definieren, um so Störungen in den benachbarten Bereichen zu vermeiden. Dies wird sowohl sende- als auch empfangsseitig mit Hilfe von sogenannten Bandpässen umgesetzt. In dem Frequenzband, das zwischen der oberen und unteren Grenzfrequenz liegt, findet die Übertragung der entsprechenden Signale statt. Auch in der EDV ist die Verwendung des Begriffes der Bandbreite gebräuchlich. In diesem Fall wird die Übertragungsrate, die bei der digitalen Datenübertragung erreicht werden kann, mit diesem Begriff bezeichnet. Die Angabe der Geschwindigkeiten der Datenübertragung wird in Bit pro Sekunde, die gebräuchliche Abkürzung ist bit/s, angegeben. Sie definiert das Verhältnis der Datenmenge pro Zeiteinheit. Weiterhin wird auch im analogen Sektor die Übertragungskapazität mit dieser Maßangabe definiert. Allerdings ist hier zu beachten, dass die Übertragungseinheit nicht in Bit sondern in Hertz angegeben wird. Vor allem im Bereich der Datenübertragung im Internet bzw. in allen digitalen Bereichen ist es in heutiger Zeit immer wichtiger, immer größere Mengen an Daten störungsfrei und so schnell wie möglich übertragen zu können. Die Zugänge zu der virtuellen Welt bieten dank konsequenter Weiterentwicklung der unterschiedlichen Techniken immer mehr Bandbreite und ermöglichen so innerhalb kürzester Zeit große Mengen an Daten zu übertragen. Noch vor wenigen Jahren lagen die Geschwindigkeiten, die beim Datentransfer erzielt werden konnten deutlich unter denen, die das sogenannte Highspeed-Internet ermöglicht. Wer heute mit einem Breitband-Zugang ins Netz geht, macht sich in der Regel keine Gedanken mehr, ob nun mehrere Megabytes an Datenmengen heruntergeladen werden müssen. Innerhalb weniger Augenblicke können auf diese Weise Programme sowie Audio- oder Videodateien heruntergeladen werden. Auch der Upload geht in Zeiten großer Bandbreiten bedeutend schneller. Doch um in den Genuss der schon als rasant zu bezeichnenden Geschwindigkeiten zu kommen, bedarf es nicht nur eines entsprechenden Zugangs zum Internet: Auch hardwareseitig müssen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Ist ein Breitbandzugang vorhanden und es wird aber nur ein altes Modem, das nur geringe Übertragungsraten ermöglicht, verwendet, bestimmt die Hardware die Geschwindigkeit, mit der die Daten übertragen werden können. Die Bandbreite, jeweils durch eine Grenzfrequenz definiert, spielt also im Bereich der Datenübertragung, besonders im Internet, eine wichtige Rolle.