Bounce Message

Bouncing bezeichnet das "zurückwerfen" von Emails, die falsch adressiert wurden oder wegen Overquota, also vollen Emailpostfächern nicht zugestellt werden konnten. Leider ist heutzutage das Risiko sehr groß, mit DSN oder NDN-Mails auf schwarzen Listen für Spam-Adressen zu geraten.


Bounce kommt aus dem englischen und steht für abprallen, zurückwerfen. In der Elektronischen Datenverarbeitung benutzt man dieses Wort im Zusammenhang mit Bounce Message. Wenn eine Email nicht zugestellt werden kann, erstellt der Mailserver eine Fehlermeldung, die an den Absender geschickt wird. Wir erkennen eine Bounce Message auch als Delivery Status Notification (DSN) message oder Non Delivery Notifications (NDN).
Die Fehlermeldung, die den Absender (Envelop Sender) erreicht, trägt die Adresse MAILER-DAEMON@... oder POSTMASTER@... Die Fehlermeldung hat einen leeren Envelop (< >), um Mail-Loops, also Endlosschleifen, zu verhindern. Endlosschleifen bei Emails können entstehen, wenn beispielsweise Gustav sein Emailpostfach an Donald umleitet, und Donald seines zu Gustav. Im Grundsatz gibt es den Hard Bounce und den Soft Bounce. Wenn die Emailadresse des Empfängers nicht existiert, ist dies ein permanenter Fehler und deswegen ein Hard Bounce. Ein Soft Bounce hingegen ist ein temporärer Fehler und tritt auf, wenn das Postfach des Emailempfängers voll ist. Eine Bounce Message gibt dem Absender in der Regel den Grund für die Unzustellbarkeit seiner Email an. Es gibt 4 Gründe, weshalb eine Email nicht zustellbar ist: Filter, fehlerhafte Adressierung, Hardware-Probleme oder, wie bereits beschrieben, Overquota (volles Postfach). Bei einer fehlerhaften Adressierung oder beim abfangen der Email durch einen Filter (z.B. einen Spam-Filter) erscheint der "Fehlercode" 550 in Verbindung mit der Meldung "Empfänger unbekannt" oder Englisch: recipient e-mail adress unknown. Unter dieser Meldung ist dann auch die falsche Emailadresse aufgeführt. Hardware-Probleme verursachen in der Regel den Fehler 554. "Error writing message to safe storage" ist eine gängige Benachrichtigung in diesen Fällen. Fehler 451 steht für temporäre Probleme, wie zum Beispiel ein überfülltes Postfach. Die übliche Meldung nach dem Fehlercode lautet zumeist "Temporary local problem - please try later". Das Risiko bei den Bounce Messages liegt darin, dass man möglicherweise auf einer Schwarzen Liste (RBL: Realtime Blackhole-List) im Internet landet. Auf dieser Schwarzen Liste landen normalerweise Email-Adressen, die in dem Verdacht stehen, Spam-Mails weiter zu verbreiten. Entgegenwirken kann man dem Risiko, in dem man als Unternehmen so viele Emailadressen wie möglich anlegt, um dem Server nur wenige Gelegenheiten zu geben, solche Bounce-Messages versenden zu lassen. Zum Beispiel empfiehlt sich das Anlegen und Umleiten von mehreren Emailadressen bei Namen wie Meier oder Schmidt, die es in verschiedenen Schreibweisen gibt.