Content, der Inhalt aller Dinge

Das Internet hat in jüngster Vergangenheit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Für den User ist der sogenannte Content, also der Inhalt der Medien von großer Bedeutung. Hinter diesem Anglizismus verbirgt sich mehr, als man vielleicht auf den ersten Blick denken mag.


Content steht für die verschiedenen Arten von Inhalten nicht nur im Bereich der Massenmedien. So wird seit etwa Mitte der 1990ger Jahre Ausdruck vor allem im Zusammenhang mit den Neuen Medien verwendet. Die Definition der Neuen bezeichnete in den Anfangszeiten sowohl Radio als auch Fernsehen. Nachdem auch BTX und auch der Videotext ihren Platz in den Neuen Medien gefunden haben, werden seit der Mitte der 1990ger Jahre alle digitalen, interaktiven und elektronischen Medien zusammengefasst. Nicht nur im Internet werden zahlreiche Informationen an den User, Konsumenten oder Kunden vermittelt. Die Digitalisierung der verschiedenen Lebensbereiche und auch der eingesetzten Technologien brachte viele Veränderungen mit sich, so ist es heute möglich, dass die Medieninhalte in den unterschiedlichsten Formen vorliegen. Längst ist Content nicht mehr nur als Text vorzufinden, auch Bilddateien, Audio- oder Videodaten werden heute zu diesen Inhalten gezählt. Das Internet lies die Medieninhalte zu einer Art Ware werden. Gänzlich unabhängig von den unterschiedlichen Medien, in denen sie zum Einsatz kommen soll, können die notwendigen Daten erstellt werden und auf die jeweiligen Zielgruppen, für die sie gedacht sind, zugeschnitten. Auf diese Weise können bestimmte Benutzergruppen ganz gezielt erreicht und angesprochen werden. Wie unterschiedlich die einzelnen Anwendungsgebiete sein können, kann auch anhand des kostenpflichtigen Handels und Vertriebs von digitalen Inhalten gesehen werden. Der sogenannte Paid Content fordert dabei die Interaktion des Kunden. In einer einmaligen Aktion wird gegen die Entrichtung einer Gebühr ein Produkt, zum Beispiel ein Klingelton oder ein kostenpflichtiger Zeitungsartikel aus dem Internet heruntergeladen. Im Gegensatz dazu werden Inhalte, die zur weiteren Verbreitung zur Verfügung stehen und für die der Urheber keine Vergütung erhält, als Open Content bezeichnet. Eine weitere Variante für verschiedene Medieninhalte ist der Inhalt, der nicht von demjenigen erstellt wird, der ein Webangebot anbietet, sondern von den Usern, die dieses Angebot in Anspruch nehmen. Hierunter versteht man unter anderem die Möglichkeit, in einem Blog einen oder mehrere Kommentare zu hinterlassen, aber auch Wikis werden von ihren Nutzern mit entsprechenden Inhalten gefüllt. In den letzten Jahren ist durch die Entwicklung auf dem technischen Sektor im Internet der Anteil der nutzergenerierten Inhalte sehr stark angestiegen. Im Zusammenhang mit der immer weiter steigenden Bedeutung des Internets und auch der immer größeren Zahlen der Webseiten, die in den Suchmaschinen eingetragen sind, lassen im gleichen Maße die Suchmaschinenoptimierung mit ihren vielen Facetten immer wichtiger werden. Um eine Suchmaschine glücklich zu machen, bedarf es eines reichlichen Angebotes an Inhalten. Noch liegt der Schwerpunkt der Inhalte in der textlichen Gestaltung. Doch die konsequente Weiterentwicklung der Technik und der Methoden, mit denen Inhalte erkannt, ausgelesen und analysiert werden können, ermöglicht zwischenzeitlich, wenngleich noch begrenzt, den Einsatz von multimedialem Content.