Cookie

Cookie = Profildatei


Ein Cookie, das aus dem englischen Sprachgebrauch für Keks bzw. Plätzchen stehende Wort, ist eine kleine Datei, welche vom Browser in einer kleinen Datenbank auf dem Computer platziert wird, um Informationen zwischen Programmen auszutauschen oder einer zeitlich begrenzten Archivierung der Datei. Es besteht aus mindestens zwei Teilen, und zwar aus dem Namen und seinem Inhalt. Zudem können auch bestimmte Angaben über deren Gebrauch vorhanden sein. Sehr oft können diese speziellen Dateien vom Benutzer des Computers ohne spezielle Hilfsmittel selbst nicht eingesehen oder verändert werden. Von Teilen oder speziellen Erweiterungen des Betriebssystems eines Computers oder von speziellen Anwendungen, welche einen bestimmten Dienst zur Verfügung stellen, kann ein Cookie beispielsweise am Start des Betriebssystems gesetzt werden. Dadurch wird anderen Programmen bekannt gegeben, dass sie diesen Dienst in Anspruch nehmen können, falls sie in ihrer Datenbank den Namen der entsprechenden Datei gefunden haben. Dabei enthält der Wert eines Cookies normalerweise eine Speicheradresse, über diese die Funktionen des bestimmten Dienstes zugängig sind. Sie werden über die http-Adresse in den Kopfzeilen bei den Internetanfragen oder -antworten übertragen. Sie entstehen, wenn durch den Anwender beim Aufrufen eines Webservers neben den normalen Kopfzeilen auch gleichzeitig eine spezielle Cookie-Zeile aufgebaut wird. Diese speziellen Informationen werden dann auf dem lokalen Rechner in einer besonderen Datei abgespeichert, damit beim erneuten Aufruf dieser Adresse die Informationen sofort abrufbar sind und die Dateiinhalte wieder an den Webserver zurückgehen können. Diese spezielle Datei kann auch neben den Identifikationen auch normalen Text enthalten, wobei dessen Länge nicht über vier Kilobyte hinaus gehen sollte, damit der Text mit allen anderen Browsern kompatibel ist. Es wird mit jeder anderen Datei übertragen, welche zum Rechner gesendet wird, also auch spezielle Bilddateien. Ganz speziell gilt dies für zusammen eingebettete Elemente, wie beispielsweise Werbebanner, die nicht nur einer HTML-Datei entstanden sind, sondern von anderen Servern eingebunden sind. Auch kann eine einzelne Webseite zu mehreren dieser kleinen Dateien führen, welche von mehreren Servern kommen und auch dorthin wieder zurückgesendet werden. Diese kleinen speziellen Dateien werden nur vom Client verwaltet. Er entscheidet, ob diese Datei extra gespeichert wird oder nach der durch den Webserver eingeschränkte Dauer wieder gelöscht wird. Die meisten Browser erlauben dem Nutzer nur eingeschränkten Umgang mit den Cookies. So kann der Anwender diese Dateien verweigern und ablehnen, nur spezielle Dateien eines bestimmten Servers zulassen oder vor jeder Zulassung eine Anfrage stellen lassen. Hierbei wird der Anwender gefragt, ob er diese kleine Datei nur für die Dauer der Sitzung zulassen möchte, nur von bestimmten Browsern für einen gewissen Zeitraum zulässt, wobei nach Ablauf dieser Zeit sämtliche platzierten Dateien dieses Browsers wieder gelöscht werden. Ebenfalls eine sehr typische Anwendung dieser speziellen Datei ist die Speicherung persönlicher Daten auf bestimmten Webseiten und in Foren. Dies bedeutet für den Anwender, dass er bei erneutem Aufruf dieser Webseite seine persönlichen Angaben nicht immer erneut eingeben muss. Auch Online-Shops verwenden diese kleinen Dateien sehr gerne, um einen virtuellen Einkaufskorb zu erstellen, damit der Kunde die ausgesuchten Waren dort ablegen kann und trotzdem weiter im Shop nach Produkten seiner Wahl suchen kann. Nach Abschluss des Besuches wird diese kleine Datei wieder gelöscht. Cookies sind im heutigen Zeitalter des Computers aus den Anwendungen nicht mehr wegzudenken.