Deutscher Multimedia-Verband, heute Bundesverband für Digitale Wirtschaft (BVDW)

1995 wurde der dmmv (Abkürzung für Deutscher Multimedia-Verband) gegründet. Darin sind die Anbieter und Verwerter digitaler Medien zusammengeschlossen, deren Vertretung der Verband bis 2004 unter diesem Namen, seither als Bundesverband Digitale Wirtschaft, wahrnimmt.


Der Bundesverband Digitale Wirtschaft, vormalig Deutscher Multimedia-Verband (dmmv), wurde 1995 gegründet und ist die Interessenvertretung der deutschen Online und Offline Multimedia-Anbieter. Zum Mitgliederkreis gehören die Unternehmen aus dem Bereich interaktives Marketing, digitale Inhalte sowie interaktive Wertschöpfung. Arbeitsgebiete sind medien- und ordnungspolitische Themen, Jugend- und Datenschutz, Urheberrecht sowie generell die rechtlichen Grundlagen im Bereich der neuen Medien. Der BVDW, kurz für Bundesverband Digitale Wirtschaft, in seiner jetzigen Form hat sich zum Ziel gesetzt, "Effizienz und Nutzen digitaler Medien transparent zu machen" und will auf diese Weise deren Einsatz in Wirtschaft und Gesellschaft fördern. Er reflektiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Mitgliedsunternehmen und beteiligt sich bei Anhörungen sowie mit Stellungnahmen an der aktiven Ausgestaltung der Gesetze auf nationaler Ebene wie innerhalb der EU. Von der Hauptgeschäftsstelle in Düsseldorf aus sowie einer weiteren Geschäftsstelle in Berlin richtet der Verband sein branchenbezogenes Beratungsangebot aus. Er vermittelt Weiterbildungsangebote und unterstützt den internen Erfahrungsaustausch. Der BVDW ist Gründungsmitglied der European Interactive Media Federation (EIMF), die seit 1996 auf europäischer Ebene die Interessen der Branche vertritt. Er versteht sich als Ansprechpartner für alle Belange der digitalen Wirtschaft. Mit circa 600 Mitgliedern ist er europaweit einer der größten Zusammenschlüsse seiner Art. Unter dem Dach des Verbands sind Unternehmen der Software-Industrie, Online-Vermarktung und Internet-Dienstleistungen sowie weitere Online-Dienste und Agenturen vereinigt. Der BVDW ist Ausrichter des Deutschen Multimedia Kongresses DMMK sowie der Messe für Digitales Marketing dmexo. Seit 2007 gibt es die verbandseigene Akademie der digitalen Wirtschaft zur Förderung der Aus- und Weiterbildung. Der Bundesverband verleiht mehrere Preise. Der Deutsche Multimedia Award DMMA wird für besonders innovative Ansätze im Bereich multimedialer Anwendungen verliehen. Des Weiteren wird der OVK-Award verliehen, der mit seinem Preisbudget von 1 Million Euro an eine Online-Kampagne vergeben wird, die zwar bereits ausgearbeitet ist, aber noch nicht online gegangen ist. Durch die Mitgliedschaft in der European Interactive Media Federation ist der BVDW auch an der Verleihung des europäischen Siegels Seal of e-excellence beteiligt. Außergewöhnliche Marktstrategien werden hierbei ausgezeichnet. Schließlich ist der Bundesverband an der Vergabe des Deutschen Computerspielpreises beteiligt, der sich die Förderung interaktiver Unterhaltungssoftware zum Ziel gesetzt hat. Er ist mit 600 000 Euro dotiert. Der Verband ist in verschiedene Fachkreise und Arbeitskreise untergliedert. Neben der Bearbeitung aktueller Themen und der Erarbeitung von Praxishilfen für die Mitglieder agieren die einzelnen Arbeitsgruppen auch als Diskussionsforum und Plattform brancheninternen Networkings. Nach außen hin werden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durch das Präsidium vermittelt, ergänzt durch einen Expertenrat und weitere sogenannte Botschafter, die diese Funktion für jeweils 2 Jahre einnehmen. Die zahlreichen Ausdifferenzierungen, die die Branche wie der Verband seit seiner Gründung als Deutscher Multimedia-Verband erfahren hat, finden sich damit in der heutigen Struktur des BVDW wieder.