Der Distanzhandel - die verschiedenen Unterformen dieser Handelsart
Der Distanzhandel gewinnt durch das Internet stetig an Bedeutung. Neben dem Versandhandel im Internet zählt aber auch der Verkauf über das Fernsehen oder über die Tiefkühlheimdienste zu dieser Handelsart.
Der Distanzhandel ist eine Form des Einzelhandels. Im Gegensatz zu dem stationären Handel vor Ort, wie dem Supermarkt oder dem Kleidungsgeschäft, bedienen sich die Distanzhändler für den Verkauf der Waren häufig der modernen Kommunikationsmittel. Insbesondere durch das Internet gewinnt diese Handelsart stetig an Bedeutung. Zu den Unterformen des Distanzhandels zählt der Versandhandel, der ambulante Handel, E-Commerce, Tele-Shopping, Tiefkühlheimdienste und auch der Direktvertrieb.
Bei dem Versandhandel erfolgt der Verkauf von Waren häufig ausschließlich über das Telefon, das Internet oder die Bestellung auf dem Postweg. Der Kunde tätigt die Bestellung der Waren beispielsweise mithilfe des zugesandten Kataloges oder über den Onlineshop des Versandhändlers. Bei diesen Händlern handelt es sich um spezielle Versandfachgeschäfte mit einem schmalen Sortiment, wie zum Beispiel ein Spezialversender für Schmuck, für Werkzeuge, Bücher oder für Herrenbekleidung. Daneben gibt es auch die großen Universalversender. Diese bieten den Kunden ein besonders breites Sortiment in einem einzigen Onlineshop an. Dazu zählt beispielsweise ein Versandhaus mit einem Sortiment aus Lebensmitteln, Elektronikartikeln und Kleidungsartikel.
Bei dem ambulanten Handel hingegen handelt es sich um den Verkauf über mobile Verkaufswagen, wie Marktwagen auf Wochenmärkten oder bei besonderen Veranstaltungen. E-Commerce bezeichnet den Handel über das Internet. Über diesen Handelsweg werden mittlerweile fast alle Waren angeboten. E-Commerce lässt sich in insgesamt drei grundlegende Bereiche unterteilen: in den elektronischen Handel speziell für Unternehmen (Business to Business), in den elektronischen Handel zwischen dem Händler und den Verbrauchern (Business to Consumer) und in den elektronischen Handel zwischen Privatleuten (Consumer to Consumer). Beim Teleshopping hingegen handelt es sich um eine Form des Distanzhandels, bei dem die Produkte den Kunden über das Fernsehen angepriesen werden. Häufig werden den Kunden auf diesem Wege auch die Funktionsweisen erläutert, so werden die Produkte im Fernsehen zum Beispiel ausprobiert und vorgeführt. Bei dem anschließenden Bestellvorgang gleicht das Teleshopping dem klassischen Versandhandel, dies bedeutet, der Kunde bestellt die Ware über das Telefon oder auch über das Internet und erhält die Ware direkt nach Hause geliefert.
Auch der Handel über die Tiefkühlheimdienste stellt eine Form des Distanzhandels dar. Hierbei werden tiefgekühlte Nahrungsmittel über einen Verkaufswagen direkt an den Kunden ausgeliefert. Die Bestellung erfolgt häufig über einen Katalog oder über das Internet. Bei dem Direktvertrieb handelt es sich um eine Distanzhandelsform. Bei diesem Handel findet der Verkauf direkt zwischen dem Hersteller und dem Endverbraucher oder dem gewerblichen Nutzer statt. Dieser spezielle Distanzhandel findet häufig über den Haustürverkauf statt, über einen herstellereigenen Versandvertrieb oder auch über die sogenannten Factory Outlets (Fabrikverkäufe).