Durchsatz
Wenn man von Durchsatz spricht, redet man in der Regel vom Datendurchsatz durch eine Internetleitung oder einen Anschluss einer Festplatte.
Der Durchsatz bezeichnet in der Informatik die Datenmenge, die in einem definierten Zeitraum verarbeitet wird. Es ist also eine Maßeinheit für den Informationsfluss. Je höher der Durchsatz, desto schneller werden die Daten im Browser angezeigt, auf der Festplatte geschrieben oder im Netzwerk versandt beziehungsweise verarbeitet.
Die Übertragungsmöglichkeiten werden von der eingesetzten Hardware beeinflusst. Ein Firewireanschluss (Firewire zu Deutsch Feuerdraht) hat aktuell einen Datendurchsatz von 100 Megabyte pro Sekunde, während USB (Universelle Serielle Schnittstelle) 2.0 gerade auf 3,8 Megabyte pro Sekunde kommt.
Bei internen Netzwerken (einem so genannten LAN, Local Area Network) rechnet man im Augenblick noch nicht mit Megabytes, sondern noch mit Megabits. Maximal ist derzeit nur ein Datendurchsatz von 1000 Mbit möglich, tatsächlich sind es nur 940 Mbit pro Sekunde. Es ist in Netzwerken aber zu unterscheiden zwischen der Latenz, der Verzögerungszeit und der Netzlast, den tatsächlich genutzten Ressourcen in Computernetzwerken.
Grundsätzlich gilt: Je weniger Widerstand ein Kabel hat, desto höher ist der mögliche Durchsatz von Daten. Dieses Problem der hohen Widerstände in den konventionellen Kabeln aus Kupfer lösen die Internetprovider nun mit der Verlegung von sogenannten VDSL-Leistungen. DSL steht für Digital-Subscriber-Line, zu Deutsch Digitale Teilnehmerleitung. Mit dieser Technik zur Datenübertragung in konventionelle Telefonleitungen können bis zu 500 Mbit pro Sekunde versendet werden. Innerhalb von Städten hat diese Technik sehr lange Jahre ausgereicht. Im Zeitalter von Musik und Video on demand aus dem Internet werden die Kapazitäten auf den konventionellen Kupferleitungen immer weiter ausgeschöpft. Die physikalischen Grenzen scheinen nun erreicht.
Daher begann die Telekom vor 2 Jahren in Deutschland mit dem Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes zum Erzielen von höheren Durchsatzraten. Dieses Netz wird VDSL genannt. Dieses Kürzel steht einfach für Very-High-Speed-Digital-Subscriber-Line. Diese Technik basiert weitgehend auf Glasfaserkabel. Ein Glasfaserkabel ist ein Kabel zur Übertragung von Lichtwellen. Das letzte Stück von der Ortsvermittlungsstelle, ein jeder Stadt zu findender grauer Kasten am Straßenrand, zur Telefondose im Haus besteht nach wie vor aus Kupferleitungen. Trotz dem aus Kupferkabeln bestehenden Teilstück der Leitung wird durch die zusätzlichen Glasfaserkabel ein erhöhter Datendurchsatz erreicht. Die Glasfaserkabel haben keine anderen Aufgaben als das Übertragen von Daten. Anders als die konventionellen Kupferleitungen, die im Grunde nur für Telefoniedienste und nicht für Datendienste konzipiert waren.
Der größer werdende Widerstand ist besonders bei extrem langen Leitungen über die Ozeane hinweg ein Hindernis für einen hohen Durchsatz. Dafür werden Glasfaserkabel auf dem Meeresboden verlegt.