EAN, European Article Number

Die Produktkennzeichnung EAN stand für European Article Number, heute bedeutet diese Abkürzung International Article Number. Es handelt sich dabei um eine standardisierte Produktkennzeichnung, mit der die meisten Waren von speziellen Scannern identifiziert werden können.


Die Abkürzung EAN stand lange Zeit für European Article Number. Mittlerweile bedeutet die Abkürzung International Article Number und wird auch durch die GTIN, die Globale Artikel-Identnummer, abgelöst. Der EAN-Barcode ist eine Produktkennzeichnung in Form eines Strichcodes. Dieser Strichcode wird auf die Verpackungen von Waren aufgedruckt. Barcodescanner, beispielsweise an Supermarktkassen, können den Strichcode lesen und so das Produkt zuordnen.  Durch das elektronisch lesbare System können die Produkte an den Kassen schnell registriert werden. Die Preise und Preisänderungen der Produkte können im Computer eingepflegt werden, und so müssen die einzelnen Produkte nicht mehr mit Etiketten auskennzeichnet werden. Lediglich am Regal ist für den Kunden die Preiskennzeichnung angebracht, aus der er den jeweils gültigen Preis ablesen kann.  Rund 90% aller Waren in Deutschland sind mit einem EAN Code versehen. Dieser Code besteht aus 8 oder 13  Ziffern. Der 13-stellige Barcode setzt sich wie folgt zusammen: Die 7-stellige Basisnummer besteht aus der zweistelligen EAN-Ländernummer (40-44 = Deutschland) und einer 5-stelligen Betriebsnummer des Herstellers. Hinzu kommt die 5-stellige Die Artikelnummer des Herstellers sowie eine einzelne  Prüfziffer. Seit dem Jahr 2001 werden auch Betriebsnummern mit 5 und 6 Stellen vergeben. Die Prüfziffer wird für die Datensicherheit benötigt und wird aus einer mathematischen Berechnung ermittelt.  Bei kleinen Produkten auf denen der 13-stellige EAN-Code mehr als 25% der Verpackungsfläche in Anspruch nehmen würde, kommt der kürzere 8-stellige Produkt-Code zur Anwendung. Der 8-stellige Code setzt sich aus der 3-stelligen Ländernummer, der 4-stelligen Artikelnummer und der 1-stelligen Prüfziffer zusammen. Der dezentrale EAN-Code ist ein interner Code der oft für lose Lebensmittel verwendet wird. Nachdem der Kunde diese individuell abgewogen hat, werden sie erst an der Kasse mit einem Barcode versehen. Der häufigste Einsatz betrifft dementsprechend Obst und Gemüse oder lose Saisonartikel wie zum Beispiel Nüsse.  Die verschiedenen genutzten Barcodes wie EAN-8, EAN-18 oder UPC-A bedienen sich alle derselben Darstellungsform. So stellen zwei dunkle und zwei helle Striche eine Ziffer dar. Zwischen den Strichen befinden sich Trennlinien, und auch die Randzeichen der Barcodes sind identisch. Durch die Trennlinien können die Barcodes vom Scanner auch bei einer Schräglage des Produktes gelesen werden, was die Arbeit der Kassierer erheblich erleichtert. Unter dem Barcode befindet sich zusätzlich eine Wiederholung in Klarschrift.  Neben dieser Form der Produktkennzeichnung gibt es viele weitere Kennzeichen für spezielle Produkte. Der ISBN-Code gilt etwa für Bücher und Zeitschriften, der ISMN und ISRC-Code für Musik, der PZN-Code für Medikamente, der VIN-Code für Fahrzeuge, der ISIN-Code für Wertpapiere, und der IMEI-Code wird für die Kennzeichnung von Mobiltelefonen genutzt. Diese Formate und Codes ergänzen also den Code in Form des EAN in speziellen Bereichen.