eBooks, die elektronischen Bücher
Unter eBooks versteht man elektronische Bücher. Dabei handelt es sich um Bücher, die in digitaler Form vorliegen. Zu unterscheiden sind Neuauflagen bereits gedruckt erschienener Titel, digital verfügbare Bücher für spezielle Lesegeräte oder ausschließlich im Internet veröffentlichte Werke.
Mit eBooks werden Bücher bezeichnet, die nicht in herkömmlicher gedruckter Form auf Papier veröffentlicht werden, sondern in digitaler Form vorliegen. Es gibt verschiedene Arten, elektronische Bücher zu gestalten: als digitale Kopie, als virtuelles Buch oder mit einem strukturell-funktionalen Ansatz. Waren die Anfänge eher noch als bescheiden anzusehen, entwickelte sich das elektronische Buch immer mehr zu einem wichtigen Produkt auf dem Buchmarkt. Das elektronische Buch orientiert sich am Vorbild des gedruckten Buches. Es versucht, Texte und Bilder in gewohnter Optik zugänglich zu machen und dient zur Information und Unterhaltung. Allerdings bestehen zum gedruckten Werk vor allem die Unterschiede, dass ein elektronisches Buch nicht in derselben Weise gefühlt und anfasst werden kann wie ein gebundenes Buch aus Papier. Vor allem beim strukturell-funktionalen Ansatz des eBooks wird die elektronische Variante vom Vorbild des realen Buches beinahe gänzlich losgelöst und als eigenes Medium verstanden. Es greift zwar die Idee des Buches noch auf, erweitert diese allerdings mithilfe des Computers und gestaltet sie für den Leser besonders benutzerfreundlich. Dies geschieht zum Beispiel durch Suchfunktionen und multimediale Ergänzungen. Das virtuelle Buch und die digitale Kopie hingegen orientieren sich sehr stark an dem Vorbild des realen Buches. Elektronische Bücher blieben in ihren Anfängen eher auf Randgebiete und Nischenmärkte beschränkt. Auch im immer erfolgreicher werdenden World Wide Web fanden sie zunächst kaum Resonanz. Zwar war das Internet mit der HTML-Sprache eigentlich auf die Idee ausgerichtet, Literatur digital aufzubereiten, allerdings wurde sie von den Entwicklern der Browser-Software nicht wirklich aufgegriffen. Bereits in den 1970er Jahren wurde Literatur in digitalisierter Form angeboten, etwa vom Project Gutenberg, allerdings in einem einfachen Textformat. Zwei Jahrzehnte später, vor allem auch durch die Entwicklung des Formates PDF als Standard für formatierte Daten, wurde das elektronische Buch auch für die Wirtschaft interessant. Man erhoffte sich große Einsparmöglichkeiten im Vergleich zum gedruckten Buch sowohl im Hinblick auf Herstellungs- als auch Vertriebskosten. So wurden etwa Anleitungen für Computerspiele auf CD geschrieben und konnten nicht nur gelesen, sondern auch durchgeblättert und ausgedruckt werden. Auch Skripten für Universitätsvorlesungen erschienen in elektronischer Form. Um die Jahrtausendwende herum schließlich wurde das eBook für den kommerziellen Vertrieb interessant. Vor allem im Fachbuchbereich bietet das elektronische Buch wichtige Vorteile aufgrund der oben bereits genannten Zusatzfunktionen. Elektronische Bücher werden entweder als Version eines bereits erschienen Titels oder als eigenständiges neues Werk angeboten. Im Internet finden sich auch E-Bücher zum kostenfreien Herunterladen. Vorsicht ist dabei allerdings beim Urheberrecht geboten. Nicht bei jedem Titel ist es erlaubt, ihn kostenlos auf dem Computer abzuspeichern. Lesbar sind eBooks mit PCs oder Laptops, mittlerweile gibt es auch spezielle E-Book-Lesegeräte, sogenannte E-Book-Reader.