Funktionelle und effektive Datenverarbeitung mit dem vielseitigen Editor.
Der Begriff Editor stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Herausgeber. Es handelt sich dabei um ein Computerprogramm zur Unterstürzung der Textbearbeitung. Der Anwender lädt mit dem Programm Textdateien hoch und kann diese bearbeiten.
Bis in die zweite Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts hinein erfolgte die Datenspeicherung mittels Lochkarten. Bereits im Jahr 1923 brachte das Unternehmen IBM den ersten elektromechanischen Lochkartenlocher auf den Markt. Ab 1964 waren die Maschinen dann programmierbar. Die großen Rechenzentren arbeiteten bis weit nach 1980 mit Lochkartenlochern, um Daten zu speichern. Die Lochkarten waren zu ihrer Zeit die wichtigsten Speichermedien in der Datenverarbeitung.
Mit dem Fortschritt der Computertechnik entstand der Wunsch, Rechner mit Daten zu bestücken und Computer zu programmieren. So kamen Texteditoren auf den Markt, deren Funktionsweise an die damalige Schreibmaschine erinnerte. Doch die Möglichkeit der Veränderung einzelner Zeilen mithilfe des Texteditors bedeutete bereits eine enorme Entwicklung. Der zeilenorientierte Editor ist bei Windows und Unix auch heute noch als minimaler Standard vertreten. Die Möglichkeiten dieser herkömmlichen Texteditoren sind zwar sehr begrenzt, dennoch bietet sich hier oft die einzige Alternative, um die Konfiguration eines abgestürzten Systems zu überarbeiten. Auch für die Installation kann ein zeilenorientierter Editor unter Umständen völlig ausreichen. Mit dem Erscheinen der ersten Computerterminals, war auch bei den Datenspeicherprogrammen die Arbeit mit dem Bildschirm möglich. Aus dieser Entwicklungsphase heraus entstand im Jahr 1976 der bekannte Vi-Editor, der sich bis heute bei einigen Betriebssystemen als Standardeditor durchgesetzt hat.
Erweiterte Texteditoren sind für den Anwender besonders zeitsparend. Die Programme enthalten genau die Funktionen, die das Programmieren komfortabel und effektiv gestalten. Dabei verzichten die Entwickler auf überflüssige Funktionen für Format und Layout. Der Schwerpunkt liegt auf der schnellen Bearbeitung des Inhalts. Ist eine Formatierung erwünscht, dann bieten die speziellen Textverarbeitungssysteme sinnvolle Lösungen. Bei Windows produziert ein Texteditor in erster Linie txt-Dateien. Windows stattet seine Betriebssysteme standardmäßig mit einem sehr eingeschränkten Texteditor aus. Die Bearbeitung kleinerer Texte ist mit der Standardausrüstung aber durchaus möglich. Windows und Unix bieten den Anwendern eine Vielzahl leistungsstarker Editoren, die gezielt die Ansprüche des einzelnen Nutzers abdecken.
Die HTML-Editoren eignen sich hervorragend, um Internetseiten in der HTML-Sprache zu programmieren. Viele Programme lassen die Möglichkeit offen, mit dem Quellcode direkt zu arbeiten, oder gleich die spätere Darstellung auf dem Bildschirm zu haben. Oft steht es dem Nutzer frei, während der Programmierung zwischen Quellcode und späterer Ansicht zu wechseln. Zur Erstellung eines HTML-Skripts genügt aber grundsätzlich auch der gewöhnliche Texteditor. Manche Editoren kennen auch andere Scriptsprachen, wie beispielsweise PHP. Zur Verbesserung der Lesbarkeit verfügen hochwertige Editoren über eine Syntaxhervorhebung. Durch diese Funktion werden gewünschte Begriffe oder Wortfolgen farblich markiert, um den Lesefluss zu verbessern. Ein besonders guter Editor schlägt automatisch sinnvolle Endungen für begonnene Eingaben vor.