Email

Die Email - Der elektronische Brief

E-Mail, auch Email oder kurz Mail genannt, wurde von einem amerikanischen Wissenschaftler entwickelt und bedeutet "elektronischer Brief". Bevor es die Möglichkeit einer elektronischen Übermittlung von Nachrichten gab, kannte man nur den Brief. Danach wurde das Telegramm bekannt, welches im Ursprung zwar auf der Grundlage des Morsealphabetes, aber doch schon als allererste Übertragung von Nachrichten erwähnt wurde. Danach folgten das Telex sowie das Fernschreiben, welche in den Annalen als die ersten beiden Arten der elektronischen Nachrichtenübertragung genannt werden. Erfunden wurde die Email, die Übertragung der elektronischen Post, im Jahre 1971 von dem amerikanischen Wissenschaftler Ray Tomlinson, welcher in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts das Programm "ARPANET" erfunden hatte. Die erste Email, die von Amerika nach Deutschland gesendet wurde, bekam der Wissenschaftler Werner Zorn von der Universität Karlsruhe zu lesen, welche den Wortlaut "Willkommen bei CSNET- Erste nach Deutschland versendete Internet-E-mail" enthielt. Als die Nutzung des Internets sich etablierte und immer größere Ausmaße annahm, entwickelten viele Netzwerke eigene Systeme, mit deren Hilfe sich Nachrichten aller Art übermitteln ließen. Die bekanntesten Mailbox-Systeme waren "Novell" und "BTX". Das Format der Textnachrichten von ARPANET entwickelte sich bis zum Jahre 2008 immer weiter, sodass zum jetzigen Zeitpunkt die Formatbezeichnung "RFC 5322" lautet. Heutzutage werden E-Mails überwiegend über "Simple Mail Transfer Protocol" (SMTP) oder das "IMAP- Internet Message Accept Protocol" über das Internet und die lokalen Netzwerke übertragen. "X400" ist der mittlerweile weltweit genutzte Standard, welcher sowohl im LAN als auch im WLAN benutzt wird. Aufbau einer E-Mail: Eine Email besteht zunächst aus der E-Mail-Adresse, dem Kopf, dem so genannten "Header", und dem "Body", dem Körper beziehungsweise dem eigentlichen Textinhalt. Die E-Mail-Adresse beinhaltet die genau definierte Adresse des Empfängers und besteht aus zwei Teilen. Zunächst wird der lokale Teil eingegeben, welcher einen spezifischen Empfängernamen enthält. Dann erfolgt der globale Teil (Domain). Hier wird das Spezielle Kürzel für das entsprechende Land eingetragen. Beide Teile der E-Mail-Adresse werden durch das "@"-Zeichen verbunden und bilden somit die einzigartige Empfangsadresse. Der sogenannte Header, die Kopfzeilen, geben sämtliche Auskünfte über den Versender der E-Mail, den Empfänger, das Versanddatum, den Versandort und alle Stationen, über welche die E-Mail übermittelt wird. Der Körper enthält die eigentliche Nachricht. Diese darf nur die Zeichen des 7-Bit-ASCII-Zeichensatzes enthalten. Falls deutsche Umlaute oder andere Zeichen übermittelt werden sollen, so müssen diese vor dem Versand entsprechend codiert werden. Die E-Mail kann sowohl klare Textteile als auch Texte in anderen Formaten versenden. Des Weiteren dürfen in den Text auch HTML-Codes eingearbeitet werden. Die Länge einer E-Mail ist nicht genau geregelt, auch wurde noch nicht ermittelt, wie lang eine E-Mail technisch überhaupt sein kann. Zusätzlich können Bilder oder auch ganze Dateien als Anhang beigefügt werden. Die Anzahl der Anhänge kann beliebig sein. Auch die Größe der Anhänge ist nicht begrenzt. Desweiteren kann am Ende der Email eine bestimmte Signatur eingefügt werden, wodurch gewährleistet ist, dass diese Nachricht auch von dem entsprechenden Absender stammt. Dadurch wird auch die Echtheit einer E-Mail gewährleistet. Nach neuesten Gesetzesregelungen können E-Mails auch ohne besondere Unterschrift rechtliche Gültigkeit besitzen, wenn durch einen speziellen Text auf die Gültigkeit ohne Unterschrift hingewiesen wird.