ePublishing

Durch ePublishing wird ein weiter Kreis möglicher Leser, Kunden und Rezipienten angesprochen. Elektronische Veröffentlichungen können in vielen unterschiedlichen Formaten erstellt und verbreitet werden. E-Mails, E-Magazine und Content-Angebote im Internet gehören zu typischen Publikationsformen.

Neben den gedruckten Medien hat sich in den letzten Jahren die Veröffentlichung von Texten und Dokumenten auf elektronischem Weg durchgesetzt. Der Ausdruck ePublishing bezeichnet dabei die Herstellung, Bereitstellung und Verbreitung von Dokumenten und Informationen. Der Zugang ist entweder offen und kostenlos oder er verläuft über den Verkauf verschiedener elektronischer Medien, etwa über einen gebührenpflichtigen Download. Im weiteren Sinn ist jegliche Art der Präsentation von Online-Content dem Electronic Publishing zuzuordnen. Im E-Marketing findet es in Form von Newslettern, E-Mails oder Faxabruf Verwendung. Elektronisches Publizieren hat sich daher mit dem Anwachsen der Internetnutzung und des World Wide Web zu einem vielfältig eingesetzten Veröffentlichungsmittel entwickelt. Durch die Online-Verbreitung digitalisierter Inhalte bietet es ein ebenso schnelles wie weltweit zugängliches Verfahren zur Veröffentlichung. Electronic Publishing hat besondere Bedeutung für Zeitungen und Verlage, etwa durch das Aufkommen elektronischer Magazine (E-Zines) oder elektronischer Bücher (E-Books). Im Bereich der Wissenschaften nimmt es schon seit einiger Zeit breiteren Raum ein und hat in der „Open Access"-Debatte um kostenloses und frei verfügbares Wissen im Internet eine umfangreiche Diskussion über Grundlagen und Begrenzungen elektronischer Veröffentlichungen ausgelöst. Mit dem Digital Object Identifier DOI hat sich für elektronische Publikationen ein Pendant zu ISBN und ISSN herausgebildet. Als oft genutzter Standard elektronischer Dokumente hat sich das PDF-Format weithin etabliert. Beim Börsenverein des deutschen Buchhandels ist mit dem Arbeitskreis Elektronisches Publizieren AKEP ein eigenes Forum für den diesbezüglichen Fragenkomplex eingerichtet. Neben der Verbreitung von Dokumenten ist auch die Bereitstellung elektronisch generierter Datensätze in Datenbanken üblich, wie generell die Vorhaltung von Informationen auf Unternehmenswebsites und anderen Online-Portalen nicht vom ePublishing zu trennen ist. Demnach ist jede Art der Content-Präsentation auf einer Website dieser Publikationsform zuzuzählen, sei es ein informierender Artikel, eine Firmenvorstellung oder die Produktbeschreibung in einem Online-Shop. Insbesondere das Online-Marketing macht sich die verschiedenen Möglichkeiten der elektronischen Verbreitung von Nachrichten und werblichen Inhalten zunutze. Newsletter bieten die Gelegenheit zur kontinuierlichen Kundenansprache bei geringen Kosten und überschaubarem Aufwand. Beim E-Mail-Marketing werden Massen-Aussendungen an einen größeren Adresspool zum Einsatz gebracht. Newsletter-Versand ist mit der Abonnement-Option verbunden. Ein großer Vorteil gegenüber anderen Methoden besteht aus Marketingsicht in der direkten Überprüfbarkeit der Wirkung der eingesetzten Maßnahmen. Beim Faxabruf schließlich werden Interessenten in einem rund um die Uhr verfügbaren Servicedienst Informationen und Angebote auf Nachfrage hin übermittelt. Elektronisch bereitgestellte Inhalte haben für Kunden, Käufer und Abonnenten unübersehbare Vorteile. Dazu zählen der ortsunabhängige Zugang und die schnelle Verfügbarkeit. Aus Publisher-Sicht stellen die weite Verbreitungsmöglichkeit, vergleichsweise kostengünstige Bereithaltung und die permanente Aktualisierungsfähigkeit hervorzuhebende Vorzüge dar. Bei entsprechender Berücksichtigung im Erstellungsprozess stehen durch medienneutrales Publizieren, das heißt durch Verwendung derselben Grunddaten und -inhalte in unterschiedlichen Formaten und Medien, viele weitere Optionen offen. Dadurch hat ePublishing noch weiteres Wachstumspotenzial.