FTP - File Transfer Protocol

FTP (File Transfer Protocol) ist ein einfaches Protokoll zur Übertragung von Daten aller Art über das Internet.

FTP steht für File Transfer Protocol (im deutschen sinngemäß Datenübertragungsverfahren) und ist ein Verfahren zur Übertragung von Dateien aller Art über das Internet. Dieses Verfahren ist vielseitig einsetzbar. Es lässt sich zum Herunterladen von einem Server zum Client, zum Hochladen von einem Client auf einen Server oder auch zum einfachen verschieben von Daten zwischen zwei Clients verwenden. Es können aber lediglich zwei Teilnehmer eine FTP-Verbindung verwenden - für jeden weiteren Benutzer braucht es eine eigene FTP-Verbindung. Standardmäßig wird hier der Port 21 verwendet. Für dieses Verfahren wird ein FTP-Client, eine Software, benötigt. Diese Software findet man im Internet in aller Regel kostenlos. WebFTP ist unter Windows ein sehr beliebter und einfach gehaltener Client. Unter Mac OS X hat sich Cyberduck sehr weit verbreitet. Für Linux, Windows und Mac OS X gleichermaßen bietet sich das unter GPL-Lizenz stehende Projekt Filezilla FTP an. Wer sich mit den Kommandozeilen unter UNIX-Betriebssystemen auskennt, braucht sich für die Übertragung von Daten mittels FTP kein Programm mehr zu laden. POSIX-konforme UNIX-Betriebssysteme haben bereits entsprechende Programmroutinen integriert. Um eine FTP-Verbindung möglichst sicher zu gestalten, kann eine Verschlüsselung und eine Authentifizierung genutzt werden. Nach der Überprüfung (Verschlüsselung und Authentifizierung durch Benutzername und Kennwort) des Hosts (ein Host ist ein Gastgeber - Clients und Server können der Host sein) wird eine Verbindung aufgebaut. Alternativ lässt sich FTP auch über SSH (Secure Shell - verschlüsselte Verbindung zweier Rechner) tunneln. Aber auch SSH selbst beinhaltet ein eigenes Programm zur Übertragung und Verwaltung von Daten. Es gibt auch Öffentliche FTP-Server. Diese werden in der Regel von Universitäten bereitgestellt. Für einen Zugriff auf die öffentlichen FTP-Konten bekommt man neben dem regulären Benutzerkonto ein spezielles zugewiesen, welches sich anonymisieren lässt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer Aktiven und einer Passiven FTP-Verbindung. Bei der aktiven Verbindung stellt der Client eine Anfrage an den Server und teilt ihm über einen beliebigen Port jenseits von 1023 seine IP-Adresse mit. Der Server antwortet dem Client über den Port 20, über den auch die Datenübertragung erfolgt. Bei einer passiven FTP-Verbindung öffnet der Server einen Port und sendet diesen mitsamt seiner IP-Adresse an den Client. Nach einer Authentifizierung (die aber nicht zwingend notwendig ist) mit Benutzernamen und Kennwort leitet der Client die Übertragung der Daten ein. Diese Technik wird vor allem dann eingesetzt, wenn der Server selbst keine Verbindung zum Client aufbauen kann, weil sich dieser hinter einem Router befindet, der die IP-Adresse von einer externen in eine interne IP übersetzen muss.