Was bedeutet HTTP?
Das "Hypertext-Übertragungsprotokoll" HTTP ist der Standard, der die Übertragung von Webseiten im World Wide Web regelt. In diesem Artikel werden Hinweise zu Funktionsweise, Hintergründen und Geschichte gegeben.
HTTP ist eine Abkürzung für den englischen Begriff "Hypertext Transfer Protocol", auf deutsch "Hypertext-Übertragungsprotokoll". Es handelt sich um einen Standard für die Übertragung von Daten via Internet und zwar von solchen, die zur Kommunikation von Webseiten innerhalb des World Wide Webs verwendet werden. Andere bekannte Protokolle zur Datenübertragung via Internet sind FTP, File Transfer Protocol zur Übertragung von Dateien und SMTP, Simple Mail Transfer Protocol sowie IMAP, Internet Message Access Protocol, zur Übermittlung von E-Mails. HTTP regelt die Verbindung zwischen der Datenbank eines Servers, das heißt eines Anbieters und dem Darstellungsprogramm eines Clients, also wörtlich eines Kunden oder eines Empfängers. Solche Darstellungsprogramme sind als Webbrowser bekannt.
Sendet man zum Beispiel mittels eines Browsers eine Anfrage an die Internetadresse
http://www.Beispieladres/Beispielseite.html, so muss zunächst über den Namen der Internetadresse www.Beispieladresse.de die Anschlussnummer eines konkreten Computers identifiziert werden, an den die Nachfrage gerichtet werden kann. Dies geschieht über das sogenannte DNS-Protokoll (von Domain Name Service), das den textlichen Namen in eine IP-Adresse übersetzt. Diese Internet-Protokoll-Adresse ist eine Ziffernfolge und identifiziert einen Computer im Internet. An ihn wird nun die Aufforderung übermittelt, den Inhalt Beispielseite.html zurückzusenden, der dann wiederum vom Browser dechiffriert und auf dem Bildschirm dargestellt wird. Ein solcher Inhalt wird durch HTML strukturiert, die sogenannte Hypertext Markup Language, also eine technische Sprache, durch welche der Aufbau von Internetseiten übermittelt wird. Ein entscheidendes Merkmal von Webseiten ist seit Anbeginn, dass sie nicht nur Text und später auch Bildinhalte darstellen können und wollen, sondern Hypertext, das heißt Text, der in einer netzartigen Struktur mittels sogenannter Links, das heißt „Verbindungen", auf andere Inhalte anderer Webseiten verweist. Aus diesem Grund ist das World Wide Web „Web", also Netz genannt worden und das Klicken von einem Link zum nächsten, die spezifische, gleichsam „flüssige" und nicht festgelegte Rezeptionsweise im World Wide Web „Surfen". Surfen erlaubt es, die zur Verfügung gestellten Informationen je nach Interessenlage in verschiedenen Richtungen, also mehrdimensional, zu verfolgen; es unterscheidet sich also vom gewöhnlichen Lesen oder Fernsehen. Historisch gesehen entstand HTTP im Jahre 1989 gemeinsam mit der Entwicklung des World Wide Web als ein Projekt im CERN in Genf. Es war zunächst als eine Methode zur Kommunikation von Hypertext gedacht, der den internationalen Austausch zwischen Wissenschaftlern erleichtern sollte. Im Jahr 1991 wurde es zur allgemeinen Nutzung freigegeben. Man ahnte zunächst nicht, welche gewaltigen Entwicklungen damit in Gang gesetzt worden waren. Parallel zur allgemeinen rapiden Entwicklung der Computertechnik wurde das World Wide Web bis hin zum heutigen Stand sowohl informationstechnologisch als auch wirtschaftlich immer relevanter. Gleichzeitig entwickelten sich die Darstellungsmöglichkeiten von Webseiten und mithin die Webbrowser von simplen Programmen zur Darstellung von Hypertext via HTTP bis hin zu den heutigen komplexen Multimediaanwendungen, die in der Lage sein müssen, die verschiedensten Formate einzubinden.