JavaScript, der kleine Bruder von Java
Dynamische Anwendungen können mit Hilfe von JavaScript elegant gestaltet werden.
Die ersten Internet Pages waren mit reinem HTML produziert. Das Problem bei solchen Seiten ist, dass sie recht statisch wirken. Die Möglichkeiten von HTML sind relativ beschränkt. Es ist zwar möglich, eine Visitenkarte ins Netzt zu stellen, eine dynamische Seite bekommt man so aber nicht erstellt. Möglichkeiten einer dynamischen Webgestaltung: Wenn man zum Beispiel ein Shop System aufbauen möchte, sind dynamische Methoden unumgänglich. Zu den dynamischen Inhalten zählen auch Feldkontrollen bei Eingabeformularen. Man kann mit dynamischen Methoden testen, ob eine Eingabe valide ist oder nicht. Es gibt zwei verschiedene Ansätze, um so ein Konzept zu realisieren. Zum einen kann der Server die Arbeit übernehmen. Das Frontend nennt man einen sogenannten „Thin Client" im Gegensatz zum „Fat Client". Als Programmiersprache zur Verwirklichung dieses Konzeptes wurde Java, genau genommen Hot Java entwickelt. Der Name stammt vom Lieblingsgetränk des Entwicklers der Sprache, der Name steht für heißen Kaffee. Sprachkonzepte: Nicht nur die Technik der Sprache war revolutionär, sondern auch das Sprachkonzept an sich. Die Technik von Java ist so angelegt, dass die Programme als vorkompilierter Code an das Frontend, also an die Maschine des Endbenutzers geschickt und dort ausgeführt wird. Solche Programme werden Applets genannt. Das Sprachkonzept ist objektorientiert. Objekte entstehen, werden angefunkt und wieder gelöscht. JavaScript geht einen anderen Weg in der Technik, aber ähnliche Wege in der Programmsyntax. JavaScript wird nicht kompiliert, sondern interpretiert. Die Möglichkeit, den Code zu interpretieren ist in den meisten Browsern heute enthalten. Der Code wird im Browser Stück für Stück abgearbeitet. Der Vorteil vom Sprachkonzept ist, dass Programmierer, die normalerweise in Java programmieren, sehr schnell in der Lage sind, JavaScript zu erstellen. Warum JavaScript und nicht gleich Java? Java Applets müssen auf der Client Site ausgeführt werden. Dazu wird eine Java Runtime Engine gebraucht. Die gehört seit einigen Jahren nicht mehr als Standard zum Browser dazu und muss im Bedarfsfall zugeladen werden. Für eine Seite, die nur zum kurzen Ansurfen gedacht ist, ist das ein zu hoher Aufwand. Das Installieren der Java Runtime Engine muss akzeptiert werden und kostet Zeit und. JavaScript hingegen ist im Regelfall installiert. Genau aus diesem Grund wurden viele Anwendungen, wie zum Beispiel das Buchen von Tickets im Internet, Kontoverwaltung von Java wieder auf JavaScript umgesetzt. Das Risiko, dass eine Anwendung unter Java auf einem Client nicht zum Laufen kommt, ist recht hoch. Java eignet sich für Anwendungen, in denen man länger arbeitet. Datenbankfrontends werden oft in Java erstellt. Die Möglichkeiten einer Java Anwendung sind insgesamt vielfältiger und schneller als in JavaScript. Risiken und Nebenwirkungen: JavaScript wird auf der Zielmaschine ausgeführt. Das Problem dabei ist, dass die Maschine, auf der der Code läuft vom Code nicht abgeschirmt ist. JavaScript wird so gerne benutzt, um Schadsoftware auf Rechnern zu installieren. Administratoren schalten deswegen gerne JavaScript in den Browsern ab. Aber auch hier hat JavaScript gegenüber dem großen Bruder Java Vorteile. Die Seite wird in den Grundzügen dennoch angezeigt.
Fazit: JavaScript ist eine intelligente Möglichkeit, Internetseiten dynamisch zu gestalten.