Junk Mail
Mit Junk Mail wird eine unerwünschte E-Mail bezeichnet, meist handelt es sich dabei um sogenannten Spam. Dies sind Werbemails, welche unverlangt zugestellt werden und vom Empfänger oft als belästigend empfunden werden. Dementsprechend sollen verschiedene Maßnahmen Junk Mails verhindern.
Der Begriff Junk kommt aus dem Englischen und beschreibt Mist oder Müll. Daran angelehnt wird ein E-Mail, welche unnützen oder unerwünschten Inhalt enthält, als Junk Mail bezeichnet. Meist handelt es sich dabei um sogenannten Spam, also Werbemails, welche in großer Anzahl an verschiedene E-Mail Adressen verschickt werden. Diese E-Mails werden von vielen Empfängern als lästig und unerwünscht empfunden und zählen zu einer besonders negativen Begleiterscheinung der Internetkommunikation. Junk Mails beinhalten Werbebotschaften, die von den Empfängern als nutzlos und überflüssig eingestuft werden, sie werden von sogenannten Spammern in Massenaussendungen an zahlreiche E-Mail Adressen verschickt, ohne dass der Adressat seine Zustimmung dazu gegeben hat. Dieser Spam stellt eine große Belastung für Internet-User dar, da die Daten beachtlichen Speicherplatz belegen können und die Bearbeitung und Entsorgung von Spam-Mails sehr zeitaufwendig ist. Dabei kann es sich um sogenannte UCEs, Unsolicited Commercial E-Mails handeln, also kommerzielle Werbemails, oder UBEs, Unsolicited Bulk E-Mails, unverlangt zugesendete Massenmails. Besonders häufig sind Kettenbriefe, Angebote für Strukturvertriebe und die Aufforderung, selbst UCEs zu versenden. Auch inhaltlich können Werbemails für Verärgerung bei den Empfängern sorgen, zum Beispiel wenn es sich um unseriöse oder sexuelle Inhalte handelt. In manchen Fällen können die unerwünschten Werbemails sogar die Menge an seriösen E-Mails übertreffen, sodass etwa in Unternehmen für die Verarbeitung von Spam mehr Arbeitszeit investiert werden muss, als für das Lesen der Geschäftsmails. Nehmen die Junk Mails überhand, können sogar Server überlastet und wichtige Arbeitsaufgaben durch sie blockiert werden. Dementsprechend großes Augenmerk wird auf die Unterbindung und das Verhindern der unerwünschten Mails gelegt. Spezielle Spam-Filter in E-Mail-Programmen sollen das Empfangen von Junk Mails unterdrücken. Zu diesem Zweck werden eingehende E-Mails nach bestimmten Kriterien geprüft, welche auf unerwünschten Spam hindeuten. Dies kann zum Beispiel durch Überprüfung des Headers geschehen oder die Nachrichten werden auf bestimmte Formulierungen hin untersucht. Wird eine Nachricht als Spam beziehungsweise Junk Mail identifiziert, wird sie in einen speziellen Spamordner verschoben und die Zustellung in den normalen Posteingangsordner blockiert. Ebenso ist es möglich, bestimmte Absender auf eine sogenannte Black List zu setzen, sodass E-Mails, welche von dieser Adresse aus verschickt werden, überhaupt nicht mehr zugestellt werden. Auch die Provider versuchen, dem Problem der Junk Mails entgegenzusteuern. Sie filtern verdächtige Mails bereits im Vorfeld vor der Zustellung heraus beziehungsweise unternehmen Schritte gegen die Versender von Massenmails. Gegen das massenhafte Versenden von unerwünschten Werbemails wurden in vielen Ländern gesetzliche Maßnahmen ergriffen und dieses als nicht erlaubtes Vorgehen beurteilt. Aufgrund des großen wirtschaftlichen Schadens, der mit dem Versenden von Spam verursacht werden kann, wird besonderes Augenmerk auf die Identifizierung der Versender gelegt. Wer Junk Mail versendet, muss mit rechtlichen Konsequenzen und eventuell einer Sperre des Internetzugangs rechnen.