KMU: kleine und mittlere Unternehmen

Die Wirtschaft setzt sich nicht nur in Deutschland aus unzähligen Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen zusammen. So werden kleine und mittlere Unternehmen unter der Abkürzung KMU zusammengefasst.


Welche Unternehmen im Rahmen der KMU, also der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland zusammengefasst werden, ist seitens der EU genau festgelegt. So werden Unternehmen, die weniger als 10 Mitarbeiter besitzen und deren Jahresumsatz beziehungsweise deren Jahresbilanzsumme einen Umfang von höchstens 2 Millionen Euro haben, als Kleinstunternehmen bezeichnet. Verfügt ein Unternehmen über eine Mitarbeiterzahl, die zwischen 10 und 50 liegt und deren Jahresbilanzsumme oder deren Jahresumsatz die Grenze von 10 Millionen Euro nicht überschreitet, gehört es zu den kleinen Unternehmen. Als mittlere Unternehmen werden die Betriebe bezeichnet, die weniger als 250 Mitarbeiter haben. Im Gegensatz zu kleinsten und kleinen Unternehmen, bei denen in der Höhe von Jahresumsatz und Jahresbilanzsumme nicht unterschieden wird, darf der Jahresumsatz bei einem mittleren Unternehmen höchstens 50 Millionen Euro betragen. Soll die Jahresbilanzsumme für die Berechnung der Schwellenwerte zugrunde gelegt werden, darf sie höchstens 43 Millionen Euro betragen. Als Bezug für die Berechnung der Schwellenwerte wird der letzte durchgeführte Jahresabschluss herangezogen. Um den Status von einem KMU zu erhalten, bedarf es eines entsprechenden Antrages. In Deutschland entsprechen die Unternehmen, die unter dieser Bezeichnung zusammengefasst werden den Unternehmensgrößen, die sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf sozialer Ebene vorherrschen. Betrachtet man diese Unternehmen auf EU-Ebene, stellen sie einen Anteil von 99 Prozent dar. Die stattliche Zahl von 65 Millionen Arbeitsplätzen wird von kleinen und mittleren Betrieben gestellt. Innovationen sind unter anderem der Antrieb der Wirtschaft. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass diese Unternehmen einen der Kerne für Innovationen darstellen, werden sie von staatlicher Seite und auch von der EU besonders gefördert. Auf diese Weise soll der so häufig begrenzte Zugang zu frischem Kapital erleichtert werden. Vor allem der Kapitalversorgung kommt eine entscheidende Bedeutung zu, ist sie doch in vielen Fällen das größte Hemmnis, um die Entwicklung von KMU vorantreiben zu können. Die Bedeutung von KMU in Deutschland, aber auch in der gesamten EU ist sowohl aus volkswirtschaftlicher als auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist groß. So werden beispielsweise rund 83 Prozent aller Auszubildenden in solchen kleinen und mittleren Betrieben ausgebildet, über 50 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stehen in einem Beschäftigungsverhältnis in den KMU. Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Anforderungen, die in Bezug auf den Erwerb eines KMU-Status erfüllt werden müssen. Möchte ein Unternehmen diesen Status erlangen, muss es einen entsprechenden Antrag stellen. Doch nicht nur allein die Zahl der Mitarbeiter und die Höhe der Jahresumsatzsumme beziehungsweise der Jahresbilanzsumme entscheiden, ob es sich um ein KMU handelt. Es gibt durchaus auch Firmen, die trotz geringer Zahl an Mitarbeitern und Jahresumsätzen diesen Status nicht erhalten. Dies ist dann der Fall, wenn mindestens 25 Prozent des Kapitals oder auch der Stimmrechte von Körperschaften des öffentlichen Rechts oder öffentlichen Stellen direkt oder indirekt kontrolliert werden. Die KMU spielen in der deutschen Wirtschaft eine entscheidende Rolle.