Das Logfile gibt Auskunft
Nicht nur auf dem heimischen PC gibt es das sogenannte Logfile. In allen Bereichen, in denen Aktionen aufgezeichnet werden sollen oder müssen, gibt es diese Dateien. Auf diese Weise können auch im Nachhinein alle Geschehnisse nachvollzogen werden.
Jeder Anwender, der einen PC bedient, kennt zumindest ansatzweise die Bedeutung von einem Logfile. Hinter dieser englischen Bezeichnung verbirgt sich eine Datei, die auf einem Computersystem alle Aktionen von Prozessen aufzeichnet. Dies geschieht automatisch und nimmt auf die Funktionalität des Systems keinerlei Einfluss. Im deutschen Sprachgebrauch lautet die korrekte Bezeichnung Protokoll-Datei. Die Erstellung der Protokoll-Datei, ganz gleich für welchen Anwendungsbereich, läuft grundsätzlich im Hintergrund ab, ohne dass es zu einer Beeinflussung der einzelnen Anwender oder Prozesse kommt. In vielen Fällen wissen die Nutzer noch nicht einmal, dass entsprechende Dateien über ihre Aktivitäten angelegt werden. Das Betriebssystem ist der Klassiker, es erstellt in allen möglichen Bereichen, die entsprechend konfiguriert werden können, entsprechende Dateien. Aber auch zahlreiche Programme, die im Hintergrund ablaufen, dazu gehören unter anderem E-Mail-Server oder der Proxyserver, erstellen eine Protokoll-Datei. Auf diese Weise ist es immer möglich, Hinweisen, Fehlermeldungen oder Aktionsmeldungen auf den Grund zu gehen. Virenscanner oder Installationsprogramme verfahren auf ähnliche Weise. Einen weiteren Anwendungsbereich bringen Webserver mit sich. Hier wird ebenfalls mindestens ein Logfile erstellt. Außerdem werden diese Dateien dazu herangezogen, um die beispielsweise die Benutzerfreundlichkeit in einem System zu untersuchen oder auch um das Verhalten der Nutzer dokumentieren zu können. Die Auswertung des Logfiles wird mit Hilfe der Logdateianalyse durchgeführt. Zu diesem Zweck wird das Protokoll, das über einen bestimmten Zeitraum geführt wurde, nach verschiedenen Kriterien untersucht. Abhängig von Art und Umfang der Aufzeichnung, lassen sich entsprechende Schlüsse aus der Analyse ziehen. Auch wenn der Anwender davon nichts merkt, aktuelle Computersysteme verfügen über die verschiedensten Protokollierungen der unterschiedlichen Systeme. Webserver-Logdateien oder die Logfiles der Firewall dürften aber die Dateien sein, die am häufigsten ausgewertet werden. In dieser Protokoll-Datei werden immer die gleichen Informationen festgehalten. So beinhaltet zum Beispiel eine typische Logdatei eines Webservers unter anderem die Angaben wer, wie, wann, wo welche Aktion durchgeführt hat. In vielen Fällen werden auch der Browser, mit dem die Anfrage gestartet wurde und sogar das Betriebssystem mitgeschrieben. Je nach Umfang der Protokoll-Dateien können aber noch zahlreiche andere Informationen festgehalten werden. Dazu zählen auch der Benutzername, das Passwort und auch die Menge der gesendeten Daten. Die Erhebung von personenbezogenen Daten durch Dienstanbieter ist in Deutschland durch das Telemediengesetz geregelt. So besagt eben dieses Gesetzt, dass die Erhebung dieser Daten nur dann gestattet ist, wenn sie dazu dienen, die Inanspruchnahme von Telemedien zu ermöglichen und abzurechnen. Darüber hinaus ist es nur gestattet, Nutzungsdaten für die Zwecke der Abrechnung mit dem Nutzer zu speichern. Wird gegen die Protokollierung der IP-Adressen der Benutzer auf einem Interportal, das öffentlich zugänglich ist, widersprochen, ist diese Aufzeichnung nicht zulässig. Daran ändert auch die sogenannte Vorratsdatenspeicherung nichts. Das Logfile stellt eine Protokollierung dar, die dazu dient, verschiedene Aktionen auf einem Computersystem festzuhalten.