Jeder Rechner hat seine eigene MAC Adresse
Jedes Internetgerät wird im Internet durch seine MAC Adresse eindeutig bestimmt.
Ein einem modernen Netzwerk werden Daten in Paketen übertragen. Ein modernes Netzwerk, das heute fast allgegenwärtiger Standard ist, ist das TCP/IP Netzwerk. Dieses Netzwerk wird durch eine 7 Schichtenarchitektur beschrieben. Die Bezeichnung MAC Adresse steht als Abkürzung für Media Access Control Adresse. Jede Netzwerkkarte, die aktiv in einem Netzwerk ist, sendet in ihrem Frame ihre Kennung nach draußen. Das Paket wird in der Informationstechnik auch als Frame bezeichnet. In einem IP Netzwerk sind die Verbindungen immer dediziert, es gibt einen bekannten Sender und einen Empfänger. Die Verbindung der Geräte wird über diese MAC Adresse aufgebaut. Die Schicht 1 stellt die Physik dar. Nach dem Schichtenmodell ist jede übergeordnete Schicht von der untergeordneten Schicht abgekapselt. Das ist das sogenannte Abkapselungsprinzip nach dem OSI Schichten Modell. Jedes Netzgerät, also auch die Funknetze senden ein identifizierbares Signal in die Welt hinaus. Man kann auch ein Gerät direkt über die MAC Adresse ansprechen. Um ein Telnet oder ein FTP auf dem Zielgerät zu starten oder anzusprechen, braucht man nicht die übergeordnete IP Nummer. Die bestimmende Größe im Netzwerk ist nicht die IP, sondern vielmehr die Media Access Control Adresse. Man merkt das auch an der DHCP Technik. Wenn man einen Linux Rechner vor sich hat, dann kann man die Vergabe einer IP Nummer im Netzwerk sehr gut beobachten. Die Netzwerkkarte nimmt mit dem DHCP Server in einem Handshake Verfahren Kontakt auf. Im ersten Kontakt wird genau die MAC Adresse an den DHCP Server gesendet. Dieser übermittelt nun an den anfordernden Client die IP Adresse und vermerkt die MAC Adresse in seiner Datenbank. Die MAC Adresse wird übrigens weltweit ins Netz hineingeschickt. Es ist also möglich, jemanden in der Welt genau über diese Adresse zu verfolgen. Auch andere Dienste funktionieren über diese MAC Adresse. Hierbei wird die Netboot fähige Netzwerkkarte dazu benutzt, dass ein Rechner sein Betriebssystem direkt aus dem Netz erhält. Man kann die MAC Adresse zum Teil auf der Netzwerkarte eingeprägt finden. Wenn man den Rechner aber nicht aufschrauben möchte oder wenn die Netzwerkkarte in das Motherboard eingebaut ist, was mittlerweile fast schon Standard ist, dann kann man sowohl unter Linux als auch unter Windows mittels eines Konsolenkommandos den Wert abfragen. Unter Linux heißt der Befehl ifconfig -all und unter Windows ipconfig. Der Befehl gibt dem Anwender auch noch eine Reihe von anderen wichtigen Informationen über den Zustand des Netzwerkes. Die MAC Adresse kennzeichnet eine Netzwerkkarte und damit einen Rechner im weiten Netz eineindeutig. Vermehrt wird das auch zum Schutz von Software genutzt. Das passiert im so genannten Registrierungsverfahren. Hierbei wird die Software erst dann freigeschaltet, wenn man einen Code an das Softwareunternehmen gesendet hat. Dieser Code beinhaltet die MAC Adresse des Rechners. Für den Anwender bedeutet das, wenn er die Netzwerkkarte oder das Mainboard tauschen möchte, kann es mit seiner installierten Software Probleme geben. Die Software denkt dann, sie wäre geklaut.