Das Netzwerk

In einem Netzwerk, der Infrastruktur des IT, lassen sich mehrere Rechner miteinander verbinden.


Ein Netzwerk stellt die Gesamtheit der Infrastruktur dar, damit Rechner miteinander verbunden werden können. Es gibt mehrere Ebenen eines Netzwerkes, die getrennt von einander betrachtet werden können. Diese Betrachtungsform nennt man auch ISO Schichtenmodell. Auf der untersten Ebene in diesem Schichtenmodell liegt die Physik. Es muss irgendein physikalisches Medium sein, das die Pakete von einem Rechner zum anderen übertragen kann. Heute konkurrieren Kabelverbindungen mit drahtlosen Verbindungen. Bei drahtlosen Verbindungen übernimmt der Raum an sich die Übertragung der Pakete. Man kann auf zwei große unterschiedliche Arten Rechner miteinander verbinden. Zum einen können die Rechner vollkommen gleichberechtigt sein. Das nennt man Peerverfahren. Ein Peer ist im englischen Sprachgebrauch ein Gleichgesinnter. In einer Arbeitsgruppe kann das durchaus ausreichen. Man teilt sich in einem solchen Netzwerk einfach die Daten, die auf freigegebenen Laufwerken liegen. In der Mitte eines solchen Peernetzes befindet sich oft ein Hub, also eine Verteilersteckdose für Netzwerke, über die die Rechner miteinander gekoppelt sind. Ein Peer-to-Peer Netzwerk ist einfach zu verwalten, hat aber in größeren Netzwerken keine Berechtigung. Ein Peer-to-Peer Netz hat große Sicherheitslücken, kann nicht ins Internet geroutet werden und der Netzverkehr steigt exponentiell mit der Anzahl an angeschlossenen Rechner. Das Peer-to-Peer Netz war eines der ersten Netze, die entwickelt wurden. Die Vernetzung von Peer-to-Peer Netzen ist aber heute immer noch üblich, das Protokoll SMB (Simpel Network Protokoll) existiert immer noch, ist aber in größeren Systemen nicht tragbar und wird hier heute durch das System TCP/IP abgelöst. Das Protokoll ist eine eigene Schicht im anfangs bereits genannten Schichtenmodell. Über der Protokollebene liegt die Applikationsebene. Auf dieser Applikationsebene werden die Dienste wie Datenaustausch und Druckdienste abgehandelt. Größere Netze sind Infrastrukturnetze. In diesen Netzwerken übernimmt ein Rechner die Kontrollfunktion und verwaltet wichtige Daten für die untergeordneten Rechner. Im Windows System war das das Domänenkonzept. Auch das ist mittlerweile weiterentwickelt zum ADS System (Active Directory System). Ein solches Konzept lässt viel striktere Sicherheitsrichtlinien zu. Der Traffic steigt höchstens noch linear in Bezug auf die angeschlossenen Clients. Mit der Anzahl an Mitarbeitern steigt die Komplexität des Netzes. Wenn man eine Gruppe von mehr als 10 Usern hat, dann reicht das Peer-to-Peer Netz nicht mehr aus und der Aufwand, der erforderlich ist, um ein solches Netz in Betrieb zu halten, ist dann größer als der, der für das Umsteigen auf eine andere Infrastruktur eingesetzt werden muss. Mehr als der eigentliche Rechner bestimmt heute das Netzwerk und die dazugehörige Infrastruktur die EDV. Das Netzwerk ist das eigentliche Herzstück der IT Landschaft.