Ping Pong Spiele im Netz erleichtern die Fehlersuche

Um Fehler zu in einem Netzwerk zu suchen, sind Basic Tools wie das Ping sehr nützlich.


In der U-Boot Zeit gab es ein Zeichen, mit dem man ein anderes U-Boot um Antwort bitten konnte. Es handelte sich dabei um das PING. In einem Netzwerk ist es manchmal sehr hilfreich zu wissen, ob ein Rechner noch lebt und antworten kann. Dazu hat der Programmierer Muuss im Jahre 1983 das PING Kommando entwickelt. Es handelt sich dabei um ein ganz rudimentäres Verfahren, das dem Absender anzeigt, ob der Zielrechner noch am Leben ist. Mit dem PING Befehl kann man eine Antwort erzwingen, kommt diese nicht, dann braucht man auf höhere Dienste wie Datenbankdienste nicht mehr zu warten. Funktioniert das PING eben nicht, dann kann alles andere auch nicht mehr funktionieren. Allerdings gibt es für diese Schlussfolgerung auch Einschränkungen. Das Netzwerk, wie wir es heute als TCP/IP Netzwerk kennen, wird in mehrere Schichten untergliedert. Genau sieben Schichten kennt das OSI Schichtenmodell. Die unterste Schicht eines Netzwerkes wird durch die Physik bestimmt, also die Physical Layer. Hierunter versteht der Netzwerktechniker die Leitung. Im modernen Netzwerk werden Informationen über Pakete versendet. Auch das ist nicht selbstverständlich, es gibt auch andere Modelle. Das PING fordert in einem speziellen Paketformat - einem ICMP Paket - die Gegenstelle auf einem bestimmten Port zur Antwort auf. Wenn alle Einstellungen des Netzwerkes in Ordnung sind, dann meldet sich der lebende, korrekt eingestellte Rechner mit einem Pong. Man spielt also im Netz Ping Pong. In der Ausgabe auf dem Konsolenschirm erscheint dann, wie viele Pakete übertragen wurden und wie lange dafür gebraucht wurde. Heute wird das Programm immer noch eingesetzt, es ist mittlerweile nicht nur in Unix Rechnern, sondern auf fast allen Rechnersystemen vertreten. Man findet es auf allen Windows Varianten, sogar auf Smartphones ist es vorhanden. Mittlerweile gibt es natürlich bessere Netztestprogrammen, aber PING ist der Mindeststandard. Es gibt zunächst einmal den Fall, dass auf den PING Befehl geantwortet wird. In diesem Fall weiß der Anwender, dass mindestens bis zu einer mittleren Ebene mit der Konfiguration alles in Ordnung ist. Wenn ein IIS - also der Internet Server- dann doch nichts sendet, dann beschränkt sich die Fehlersuche auf eine höhere Schicht. Weiterhin kann man die Roundtrip Zeit durch den PING erkennen. Wenn man also ein Laufzeit Problem hat, dann sieht man das hier an dieser Stelle an einem hohen Zeitverbrauch. Eventuell liegt dann doch ein physikalisches Problem vor. Wenn das System nicht antwortet, können die Ursachen vielfältig sein. Es kann eine falsche Netzwerkeinstellung das Problem auslösen, es kann ein physikalisches Problem vorliegen oder aber, und das ist heute oft der Fall, das Signal wird von einer Firewall unterdrückt. Das PING Paket wurde leider vielfach zu Angriffen im Internet missbraucht und wird heute gerne gefiltert. Das PING Signal dient der Netzwerkanalyse. Die Aussagekraft für das PING Signal ist dann hoch, wenn es funktioniert. Der Anwender weiß dann, dass bis zu einem gewissen Grad die Grundeinstellung des Netzwerkes in Ordnung ist. Wenn das Signal nicht funktioniert ist, die Analyse des Ergebnisses schwieriger.