Bei einem Provider handelt es sich um ein Unternehmen, das Dienstleistungen im Internet anbietet.
Der Provider ist ein Anbieter von Diensten im Internet. Je nach Art seines Angebotes kann er dem Kunden einen Internetzugang, oder auch viele andere Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Dazu zählen zum Beispiel auch Speicherplätze für Webseiten und die Verwaltung von E-Mail-Konten.
Der Provider ist das Dienstleistungsunternehmen oder die Firma, die dem Benutzer eines jeden Computers den Anschluss ans Internet erst möglich macht. Damit ist der „Internet-Service-Provider", auch ISP genannt, ein wichtiger Zugangsanbieter im Bereich der elektronischen Kommunikations- und Informationstechnik. Er alleine verschafft jedem Computer-Nutzer erst den Zugriff aufs World Wide Web. Um einen Zugang zum Internet zu erhalten, nimmt der Benutzer entweder direkten Kontakt zum Anbieter auf, oder er wird durch sogenannte Wiederverkäufer an ihn weitergeleitet. Es gibt mehrere Provider im Internet, die nach ihren angebotenen Dienstleistungen unterschieden und vom Kunden in Anspruch genommen werden. Man unterscheidet dabei den ISP (Internet-Service-Provider), den ASP (Application-Service-Provider) und den Content-Provider. Der ISP ist ein reiner Internet-Zugangs-Anbieter. Er verschafft dem Benutzer den Zugang zum Internet und bietet verschiedene Nutzungsmöglichkeiten und Internetdienste an. Über ASP erhält der Kunde ausnahmslos Anwendungsprogramme. Dieser Anbieter steht für eine von Microsoft entwickelte Webtechnologie in Kombination mit einer Skriptsprache, die zur Gestaltung von Webseiten gedacht ist. Der Kunde kann die Programme nicht kaufen, sie werden ihm nur zur Verfügung gestellt. Dafür zahlt er dann bei ASP eine Nutzungsgebühr. Der Content-Provider (Inhaltsanbieter) stellt als Anbieter Inhalte, in Form von Informationen, aktuellen Nachrichten, News und Auskünften, für Online-Medien und Webseiten zur Verfügung. Der ISP, als Zugangsprovider, bietet verschiedene Internetdienste und Dienstleistungen weiterer Anbieter an. Die wohl bekanntesten davon sind zum Beispiel AOL, Freenet, T-Online und GMX. Oft sind die Grenzen zwischen den einzelnen Formen von Anbietern verwischt und nicht mehr klar zu erkennen. Es gibt Kunden, die diverse Produkte von einzelnen Anbietern erwerben und weiterverkaufen, diese werden dann als Subprovider bezeichnet. Desweiteren gibt es Unternehmen, die neben der Bereitstellung von Internetzugängen, noch auf den eigenen Servern (Rechnern), Speicherkapazität für Webseiten (Internet-Auftritte)anbieten. Solche Firmen bieten also gleich mehrere Dienstleistungen auf einmal an und man nennt sie „Hoster" (oder auch Webspace-Provider). Es gibt auch „Webmail-Provider", das sind Unternehmen, die eine Webseite betreiben, auf der E-Mail-Dienste, wie zum Beispiel die Erstellung und Verwaltung von E-Mail-Accounts im World-Wide -Web angeboten werden. Der Kunde kann über die Webseite des Anbieters E-Mails empfangen, senden und bearbeiten. Es gibt auch einen „Internet-Telephony-Service-Provider", genannt ITSP (Internet-Telefonie-Dienstleister). Dieser betreibt sogenannte Gateways (Verbindungs-Rechner) zwischen dem Telefonnetz und dem Internet. Diese machen es möglich, über das Internet, vom Computer aus, mit einem herkömmlichen Telefonanschluss zu telefonieren. Zuletzt ist noch der „Telephone-Provider" (genannt Carrier) zu erwähnen. Dieser Anbieter ist eine Telefongesellschaft, wie beispielsweise die Deutsche Telekom AG. Solche Unternehmen, die kein eigenes Kabel- oder Funknetz betreiben, sondern die Übertragungswege „nur" gemietet haben und weiter anbieten, werden ebenfalls als Provider bezeichnet.