Push: Die Mail folgt auf Schritt und Tritt
Mit dem Push Verfahren werden E-Mails auf ein kompatibles Mobiltelefon weitergeleitet.
Die Reaktionszeit im modernen Leben wird immer kürzer, vor allem seit der massiven Einführung des mobilen Internets. Reichte in den Zeiten des Briefes noch eine Reaktionszeit von Tagen aus, so sind es mittlerweile nur noch Stunden, in denen Menschen auf eine Antwort warten. Vergeht ein Tag, bis man auf eine E-Mail antwortet, so bekommt man schon den Kommentar, ob man verschollen gewesen sei. E-Mail ist also etwas Schnelles. Man muss auf ein Ping aus irgendeiner Stelle mit einem Pong reagieren, ansonsten gilt man als tot. Eigentlich steht das im Gegensatz zur mobilen Welt. Der moderne Mensch ist ja gerade nicht mehr an seinem Zuhause oder in seinem Büro anzutreffen. Die E-Mail muss also auf das Handy weitergeleitet werden, egal wann, wo und wie. Selbst wenn man in Urlaub oder krank ist. Zunächst einmal gibt es auf mobilen Geräten der besseren Klasse genau die Dienste wie am heimischen PC. Hierzu zählt POP, also das weitverbreitete Postoffice Protokoll, das mittlerweile in der dritten Generation existiert und das IMAP. Einige große Mobilfunkunternehmen bieten auch SMS oder MMS Übertragungen der E-Mail an. Das ist recht praktisch, man leitet die E-Mail an das Postoffice des Betreibers weiter und bekommt zumindest ein Signal und die Kopfzeile der E-Mail. Manchmal reicht das ja aus. Das Verfahren kann man als vereinfachtes Push Verfahren betrachten. Es gibt aber andere Ansprüche und bessere Dienste, um immer informiert zu sein. Das bekannteste Verfahren zur Realisierung eines Push Verfahrens ist das Blackberry Verfahren. Der Server der Firma tastet einen Mailserver ab und sendet die Information an das Handy. Blackberry ist eine Technikdefinition, also ein Protokoll wie auch POP3 oder IMAP. Das besondere an diesem Protokoll ist, dass es auf mobile Anwendungen zugeschnitten ist. Blackberry pusht alles, was per E-Mail versandt werden kann auf das Handy. Das heißt, wenn das jeweilige Handy die Information auch anzeigen kann. Neben dem Blackberry Dienst, der aber sozusagen Goldstandard ist, haben sich verschiedene Stellen mit dem Push Verfahren und der Problematik beschäftigt, E-Mails ins Handynetz zu versenden. Die neben dem Blackberry verbreitetste Methode ist das Verschicken von MMS Nachrichten. Die E-Mail wird an den Server des MMS Dienstes geleitet und anschließend wird die Information in eine MMS gebettet. MMS steht für Multi Media Shortmessage, sozusagen eine gesteigerte SMS. Das gesteigert gilt nicht nur für die Übertragungsmöglichkeiten, sondern auch für den Preis, der bei einem Euro liegen kann. Die alternative Technik zum Push Verfahren ist per POP3 die Nachrichten von einem Mailserver abzuholen.