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Quellcode

Der Quellcode ist ein ausführbarer Programmcode, der die Darstellung von Inhalten im Internet, aber auch das Arbeiten mit nativer Software ermöglicht.


Abstrakt betrachtet ist der Quellcode ein Software-Dokument. Dieses Dokument wird in einen sogenannten Compiler gespeist, der dieses Software-Dokument in die Maschinensprache übersetzt. Der Internetbrowser führt den Quellcode einer Website direkt aus ohne ihn erst zu übersetzen - er wird also von einem sogenannten Interpreter interpretiert. Bei Webseiten ist mit Quellcode also die Informationsquelle gemeint, aus der der Browser die Webseite generiert. Dieses Software-Dokument bei nativer Software sollte das Computerprogramm möglichst exakt beschreiben, um Fehler bei der Ausführung zu vermeiden. Der Quellcode ist für den Menschen lesbar. Wenn er durch den Compiler gelaufen ist, besteht der Quellcode lediglich noch aus nur maschinenlesbaren Bits. In den meisten Fällen wird der Quellcode von Hand erzeugt. Integrierte Entwicklungsumgebungen (IDE) sind heutzutage so mächtig geworden, dass sie bereits während der Eingabe Codevorschläge machen können. Dies ermöglicht ein sauberes, schnelles und effizientes Arbeiten am Quellcode. Die meisten IDEs beherrschen heutzutage eine Build-and-go-Funktion. Damit kann man das gerade geschriebene oder geänderte Programm starten ohne es durch einen endgültigen Compilervorgang zu schicken. Es ist aber auch möglich, mit einem einfachen Texteditor Programme oder Webseiten zu erstellen. Der Quellcode hat bei näherer Betrachtung einen ganz bestimmten Formatierungsstil: Das ist der Einrückungsstil. Die Einrückung hat ihren Sinn in ihrer Übersichtlichkeit für die Menschen. Außerdem sollen mit diesem Stil auch Syntax-Elemente mit geschweiften Klammern eingebunden werden. Den Einrückungsstil nennt man auch gerne den Klammerstil. Grundsätzlich unterliegt der Quellcode dem Urheberrecht. Es gibt aber Open Source (quelloffene) und Closed-Source-Programme. Quelloffene Software steht unter einer Lizenz, die von der Open-Source-Initiative anerkannt ist. Die Wertschöpfung dieser Open Source-Software lässt sich allerdings nicht ausreichend erfassen, da dessen Entwicklung nicht proprietär, also "an jemanden gebunden" ist. Die EU beziffert den Wert der Open-Source-Software in einer Studie aus dem Jahr 2006 auf 12 Milliarden Euro. Selbige Studie wagt einen Ausblick und schätzt den Marktanteil quelloffener Software auf 32 Prozent im Jahr 2010. Verwaltet wird die Open-Source-Software meistens durch den Projektgründer. Die Bedeutung von Open Source ist kaum gerecht zu bemessen. Mehrere Betriebssysteme basieren bereits auf Open-Source-Software. Bei Closed-Source-Software wird der Quellcode nicht offen gelegt, sondern kompiliert heraus gegeben. Dies geschieht vor allem dazu, um den Einblick in den Quellcode zu erschweren. Algorithmen und Datenstrukturen sollen so im Verborgenen bleiben. Diese Software ist meistens kommerziell und wird in der Regel vom Hersteller eine bestimmte Zeit lang gepflegt. Veränderungen und Verbesserungen werden in Abständen in einen sogenannten Patch (zu Deutsch: Flicken), genauer noch einem binären Patch herausgegeben. Als Reverse Engineering bezeichnet man den Versuch von Dritten, den Binärcode zu interpretieren, in dem man das Programm dekompiliert. Dabei handelt es sich allerdings um eine Verletzung des Urheberrechts. Das Betriebssystem Windows ist Closed-Source-Software.

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