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Eine Retoure ist im betriebswirtschaftlichen Jargon eine Rücksendung. Ware wird zum Lieferanten auf Grund von Mängeln, Gewährleistung, Fehllieferung oder Absprache zurückgeschickt. Retouren sind in der Logistik ein Problem weil sie Eingangstechnisch mit den Eingängen aus den Lieferungen zusammenfallen. Sie müssen möglichst separat gehandelt werden, gesondert auf Schäden geprüft und wieder ans Lager genommen werden. Dazu gibt es mittlerweile gesonderte Techniken, die den Fluss der Ware kontrollieren. Besonders bei großen Warenhäusern ist das wichtig. Weder als Kleinkunde noch als Großkunde kann man seine Ware, sein Fernseher oder seine Bestellung einfach so zurückschicken. Die Ware kann nicht direkt zurückgebucht werden. Man muss als Kunde ein spezielles Verfahren einhalten. Retouren Verfahren: Wenn man Ware, die man erhalten hat, zurückschicken möchte, so setzt man sich mit dem Kaufhaus in Verbindung. Wichtig ist hierbei die Identnummer auf der Ware. Die Identnummer, meist ist diese in Form von einem Barcode auf dem Paket aufgebracht, kennzeichnet Ware und die Identität der Ware. Die Identnummer hat das Paket und die Ware bis zum Kunden begleitet und begleitet die Ware auch wieder auf dem Weg zurück. Der Kunde schickt zunächst die Identnummer mit der Bitte um Rücksendung dem Versandhaus zu. Hier wird ein Retourenauftrag erstellt, den der Kunde dann als Etikett ausdrucken kann. Die Rücksendung wird sozusagen in der Warenwirtschaft wieder belebt. Der Kunde packt die Ware ein und klebt den Retourenbeleg auf die Kiste auf. Beim Händler wird das Paket registriert und die Ware auf Beschädigungen und Gebrauchsspuren analysiert. Sollte alles in Ordnung sein, bekommt der Kunde erst mal eine Mail, dass alles angekommen ist. Die Ware geht an Lage - oder auf die Resterampe. Technik hinter dem Retouren Verfahren: Die wesentliche Technik, um Retouren ordentlich in den Logistik Ablauf Einbetten zu können, besteht darin, eine Artikel ID zu haben. Auf dem Artikel oder auf der Umverpackung muss ein eindeutiges Etikett kleben, das den Artikel kennzeichnet. Hier hat sich die internationale Gemeinschaft auf den EAN Code geeinigt. Hierunter versteht man ein Codiersystem, welches sowohl die Ware kennzeichnet als auch die Instanz, also die Ware, die man gerade in Händen hält. Der EAN Code kann als Barcode gedruckt werden, die Codierung an sich ist aber unabhängig vom Barcode Druck. Das Barcode Verfahren ist trotzdem für die Verwaltung der Dinge sehr wichtig, die Fehlerwahrscheinlichkeit beim Barcode Verfahren ist äußerst gering. Im EAN Code ist auch ein Prüfziffer Verfahren eingearbeitet, Fehler fallen also direkt auf. Ist der Artikel erfasst, kann er eigentlich bis zum Ende der Nutzung im System bleiben. Die komplette Lebensdauer des Artikels kann also kontrolliert werden, das gilt nicht nur für Retouren sondern auch für Wartungen und Entsorgungen - auch ein High Tech Gerät wird ja alt und zum Sondermüll. Die Daten der Artikelbewegungen können über Edifact verwaltet werden. EDI und Edifact sind Schnittstellen Beschreibungen für Warenwirtschaften. Fazit: Retouren sind eine Form des Wareneinganges. Sie entstehen auf Grund von verschiedenen Ursachen, oft wegen Reklamation, Fehlerlieferung oder Kulanz. Der Warenstrom geht normalerweise vom Händler zum Kunden. Ein geschicktes Artikelmanagement System, dass den Warenbestand korrekt kodiert, ermöglicht aber auch den Fluss der Güter in die andere Richtung.
