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Eine Shopping Mall ist ein Einkaufszentrum, das dem Kunden unter einem Dach eine Vielzahl an Einzelhandelsgeschäften aus den unterschiedlichsten Branchen anbietet. Zudem befinden sich in einem Einkaufszentrum oft auch Dienstleistungsunternehmen wie Friseurbetriebe, Restaurants, Fitness- oder Unterhaltungsbetriebe. Eine Shopping-Mall mit einer Fläche von über 100.000 Quadratmeter Fläche wird als Mega-Mall bezeichnet. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Kaufhaus agiert der Betreiber eines Einkaufszentrums nur als Vermieter der einzelnen Geschäfte. In der Regel handelt es sich um größere Betreibergesellschaften, die mehrere solcher Zentren an verschiedenen Orten unterhalten. Die Miete für das einzelne Ladengeschäft setzt sich dabei meist aus einer festgesetzten Basismiete und einer Umsatzbeteiligung zusammen. Die einzelnen Geschäfte treten nach außen als Werbegemeinschaft auf und führen so zum Beispiel Werbeaktionen gemeinschaftlich durch. Auch die Öffnungszeiten sind in zumeist einheitlich gestaltet. Ab einer Fläche von 10.000 Quadratmetern gilt der Zusammenschluss von Geschäften unter einem Dach als Einkaufszentrum. Die meisten Einkaufszentren haben eine Größe von etwa 4.000 Quadratmeter. Die Größe der Gesamtfläche richtet sich nach dem Einzugsgebiet. So bieten Einkaufszentren in größeren Städten dem Kunden oft Dutzende von Geschäften in einem Center an. Einkaufszentren können als geschlossene Gebäude oder als Ladenzeile gebaut sein. Viele der großen Einkaufszentren befinden sich im Zentrum von Großstädten. Aber auch kleinere Städte haben oft im Stadtzentrum oder etwas außerhalb ein Einkaufszentrum. Die meisten Einkaufszentren haben sich auf ein bestimmtes Themengebiet spezialisiert. So sind die Geschäfte in diesen Zentren in einem kontrollierten Branchenmix exakt aufeinander abgestimmt. Dieser Branchenmix setzt sich aus möglichst vielen unterschiedlichen Geschäften, Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben zusammen, um den Kunden an das Einkaufszentrum zu binden. Bereits in den Jahren nach 1930 gab es in den USA die ersten einfachen Einkaufszentren. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Einkaufszentren in den USA europäisches, innerstädtisches Ambiente darstellen. Die erste richtige Shopping Mall entstand im Jahr 1956 bei Minneapolis, das Southdale Center. Das Konzept, dass die verschiedensten Händler ihre Waren und Dienstleistungen unter einem Dach anbieten, war zu diesem Zeitpunkt neu. Aufgrund des Erfolges entstanden in den darauf folgenden Jahren viele weitere dieser Einkaufszentren. In den USA haben die Malls mittlerweile einen Marktanteil von über 50% am Umsatz des Einzelhandels. Seit den 60er Jahren entstanden auch in Europa viele Einkaufszentren. Die erste deutsche Mall, das Main-Taunus-Zentrum, wurde zum Beispiel im Jahr 1964 in Sulzbach gebaut. Darauf folgten weitere große Einkaufszentren wie das Donau-Einkaufszentrum in Regensburg aus dem Jahr 1967 oder das Ausstellungs- und Einkaufszentrum aus dem Jahr 1967 im österreichischen Wien. Zudem wurde auch im Internet das Prinzip der Shopping Mall aufgenommen, in Form von Portalen, auf denen der Kunde über nur eine Webseite Artikel von verschiedenen Versandhäusern erwerben kann.
