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Software Tools sind die Werkzeuge der Programmierer

Ohne Software Tools ist es fast unmöglich zu programmieren


Software Tools sind die virtuellen Werkzeuge in der virtuellen Welt. Früher brauchte man als Handwerker einen Satz von Schraubenschlüsseln, heute braucht man einen Satz von Software Tools.
Es gibt vom Grundsatz her zwei Arten von Software Tools. Die eine Art hilft beim Erstellen von Software, wird dann aber während der Ausführung der Programme nicht mehr gebraucht. Bei der anderen Variante werden Module als Bibliotheken in die Software mit eingebunden. Das eine nennt man in der Informatik frühes, das andere spätes Binden. Das Spektrum der Hilfsmittel zum Erstellen von Software ist groß. Es fängt bei den Editoren an. In den ersten Tagen des Internets hat man seine HTML Seiten per Hand codiert. Per Hand bedeutet in diesem Fall, man hat einen normalen Texteditor genommen, so etwas wie den Notepad unter Windows oder den ve (visual editor) unter Unix, und hat die Elemente Stück für Stück aneinander gereiht. Hier gibt es für die Entwicklung der Sites natürlich ganz andere Möglichkeiten und Software Tools. Die ersten Werkzeuge zum Erstellen halfen dem Entwickler, seine Arbeit direkt beurteilen zu können. Frontpage von Microsoft wurde hier schnell zum Platzhirsch. Frontpage hilft bei der Erstellung des Codes, man braucht Frontpage aber im Prinzip nicht für den Betrieb der Site. Ähnliche Werkzeuge gibt es auch für das Programmieren. Ob das nun das Erstellen von C Programmen oder von Shell Scripten ist, intelligente Editoren unterstützen den Arbeiter im Netz bei seiner Arbeit. Neben den Editoren gibt es noch die Werkzeuge, die es erlauben, die Übersicht über Versionen zu behalten oder Tools, die die Zusammenarbeit erleichtern. Diese Werkzeuge werden CVS Systeme genannt. CVS steht für Concurrent Version System. Diese Werkzeuge werden einmal bezahlt vom Entwickler, die Produkte, die mit Hilfe dieser Werkzeuge entstehen, sind dann in der Regel gratis. Es gibt Material oder auch Bibliotheken, die müssen mit der Software, die man produziert hat, weitergegeben werden. Die ist vor allem bei interpretierenden Sprachen der Fall. Im Microsoft Umfeld kennt man das von den sogenannten Visual Basic Runtime Bibliotheken. Wenn man unter Visual Basic Lösungen erstellt hat, dann muss man die korrekten VB Bibliotheken mit dem Programm ausliefern, ansonsten laufen die Materialien nicht, In dem Fall von VB ist das gratis, das muss aber nicht in jedem Fall so sein. Unter Umständen läuft technisch die Entwicklung schneller ab, man kommt mit einem interpretierenden Material schneller zu Lösungen. Das liegt oft daran, dass die Bibliotheken auf vielen verschiedenen Plattformen laufen. Als Entwickler sorgt man bei diesem Modell allerdings auch dafür, dass die Firma, die die Bibliotheken zur Verfügung stellt, immer neue Abonnenten für ihr Material bekommt. Man entwickelt also nicht nur für sich, sondern auch für eine andere Softwareschmiede. Das im Internet verbreitete System Java, das von der Firma Sun entwickelt wurde, verwendet übrigens beide Konzepte. Man muss auf den Zielsystemen eine JRE Maschine installiert haben, damit die Programme funktionieren. Wenn man entwickeln möchte, so benötigt man in aller Regel ein Entwicklungssystem wie das JDK - Java Development Kit - oder gar ein IDE wie das mächtige Eclipse. Fazit: Niemand entwickelt auf einer Insel. Um effektiv entwickeln zu können, benötigt man Hilfsmittel, das sind sogenannte Software Tools. Bevor man Software Tools einsetzt, sollte man sich allerdings mit dem Lizenzmodell der Software Lieferanten beschäftigen.

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