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Template: Dokumentenvorlage für eine neue Welt

Wer Textverarbeitungen kennt, kennt Dokumentenvorlagen. Ein Template ist die logische Weiterentwicklung der Dokumentenvorlage im Web.

Am Anfang waren Websites statisch. Am Anfang der neuen virtuellen Welt standen Wörter, die mittels der Programmiersprache „HTML", das steht für „Hypertext Markup Language", ins Netz gestellt wurden. Das größte Problem an der Art des Publishing war, dass die Seiten sehr schwer zu pflegen waren. Vor allem war das ein Problem, wenn man Editoren wie Frontpage benutzt hat._ Entwicklung des Webs. Die größte Forderung an ein Web ist, dass es aktuell gehalten werden kann. Schnell kam mit dem Internet auch die Idee auf, dass Zeitungen auch im Web erscheinen sollten. Mittlerweile gibt es sogar viele Menschen, die die tägliche Zeitung gar nicht mehr im Papierformat lesen, sondern vielmehr auf die elektronische Form ausweichen. Die Form bleibt hier immer ähnlich, die Inhalte ändern sich. Man weiß, wenn man das Blatt kennt, in der Papierform kommt auf der Seite zwei das nette hübsche Mädchen. Hat man die elektronische Form des Boulevards vor sich, dann kennt man auch hier die Stelle, an der das schöne visuelle Erlebnis zu finden ist._ Technische Möglichkeiten. Das erste, das gemacht werden musste, war die Trennung von Form und Inhalt. Die Trennung bedeutet letztlich auch, dass es in der Arbeit an einer Website zwei Parteien gibt. Einmal die Technikabteilung, die sich darum kümmert, wie das Räderwerk der Seite funktioniert. Neben dem Server gehören hier auch die Aufgaben der Gestaltung hinzu, also wo findet man was und in welchem Zeichensatz sollen die Dinge gesetzt sein. Die andere Partei nutzt die Form und füllt die Form mit frischen, neuen Inhalten. Das sind die Designer, das andere die Redakteure. Die Webingenieure sorgen eigentlich dafür, dass man sie nicht bemerkt, sie unterstützen und stärken die Redakteure. Im besten Sinne des Wortes sind sie das Backoffice. Die Form wird in einem sogenannten Template festgehalten. Templates sind Schablonen, die dann, wenn es gebraucht wird, mit Inhalten gefüllt werden. Dass die Überschrift in Schriftgröße 24 gesetzt wird, dass sie blinkt, dass dann unter der Überschrift die Subüberschrift kommt, all dies ist Gegenstand eines Templates._ Ein Template ist also in gewisser Hinsicht die Dokumentenvorlage des Internets. Nur, das Template kann eben noch viel mehr, ist dynamisch und kann auch automatisch mit neuen Inhalten angefüllt werden._ Aus und mit den Templates haben sich die Content Management Systeme heraus gebildet. Hier werden Templates verankert, denn hier wird mit Hilfe von Templates publiziert. Inhalte können übrigens mit neuen Templates verbunden werden, so bekommen die Inhalte immer neue Wertungen. Das Template ist also die längerfristige Fortsetzung der redaktionellen Ideen. Boulevard wird in einem Boulevard Template ausgedrückt, ernsthafte Inhalte letztlich in einem ernsthaften Template._ Die Templates enthalten also Platzhalter für Informationen. Speziell bei Portalen, die von Usern modifiziert werden sollen, kommen Meta Templates zum Tragen. Hier modifiziert der Endbenutzer Templates nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen._ Templates bestimmen heute das moderne Webdesign. Templates mit Dokumentenvorlagen zu vergleichen zeigt zwar in die richtige Richtung und dennoch: Templates sind eine höhere Form der klassischen Dokumentenvorlage.

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