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Domainangaben im Internet dienen dazu, um Internetangebote weltweit eindeutig zu adressieren. Top Level Domains bezeichnen dabei die hierarchisch gegliederten Einheiten, unter denen mehrere Domains zusammengefasst sind. So gibt es länderspezifische Top Level Domains (TLD) wie beispielsweise „.de" für Deutschland sowie allgemeine TLDs wie „.net", „.info" oder „.com". Eine Top-Level-Domain ist dabei immer auch ein Hinweis für den Nutzer auf die Herkunft oder Klassifikation des Domainanbieters._ Eigentlich wird die jeweilige IP-Adresse durch Zahlencodes nach dem Muster 111.222.33.44 angegeben, wobei jede der vier Zahlen einen Wert zwischen 0 und 255 annehmen kann. Während für die Kommunikation zwischen Computern der Austausch von solchen Zahlenreihen kein Problem darstellt, werden für den menschlichen Nutzer Buchstaben statt Nummern eingesetzt. Eine Adresse lautet dann also „beispiel.de". Die Zuordnungen der Domainnamen zu den zugehörigen IP-Adressen werden anschließend von Domain Name Servern geleistet. Länderbezogene Top Level Domains werden auch Country Code TLDs, kurz ccTLDs, genannt. Zu deren Verwaltung und Koordination sind einzelne Network Information Center (NIC) eingerichtet. Für die Top-Level-Domain „.de" ist die DENIC eG zuständig. Weitere Länderkennungen sind „.it" für Italien, „.ch" für die Schweiz, oder „.uk" für United Kingdom. Auch die Europäische Union hat seit geraumer Zeit mit dem Kürzel „.eu" ihre eigene Domain. Als Dachorganisation für die mehr als 240 länderspezifischen Domains agiert die Internet Assigned Numbers Authority IANA. Die Verwaltung und Koordination der allgemeinen oder sogenannten generischen TLDs ist bei der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ICANN angesiedelt. Zu den generischen TLDs, abgekürzt gTLDs, gehören die Kennungen „.gov" für Government (Regierungsstellen), „.org" für Organisation, „.biz" für Business (Unternehmen und Firmen) oder „.edu" für Education (Ausbildungsbereich). Das Kürzel „.com" steht für Commerce oder commercial._ Die Angaben, die links vor der Top-Level-Domain Endung stehen, nennt man Second Level Domain. Weitere Unteradressierungen gelten als „Subdomains". So würde die Adresse „ein.beispiel.de" die Subdomain „ein" in der Second Level Domain „beispiel" unterhalb der Top-Level-Domain „.de" angeben. Seit 2008 ist auch die Vergabe von Domainnamen in anderen Schriftzeichen wie kyrillisch, chinesisch und arabisch möglich. Immer wieder werden zu den bestehenden Top-Level-Domains weitere neue Top-Level-Domains hinzugefügt. So etwa auch bei der von der ICANN initiierten Zulassung von markenbezogenen Domains, die die Nennung von Produkt- und Markennamen in der Domainkennung ermöglichen. Gemäß dem Schema „www.produktname.marke" werden hierbei ganz neue, bisher nicht vergebene Registrierungen ermöglicht. Auch regionale oder lokale Domainendungen wie .berlin finden seit langem starke Befürworter. Wie sich eine immer weitere Zunahme von Top-Level-Domains auf die Internet-Community auswirkt, ist dabei offen. Als neue country code Top-Level-Domain wurde vor kürzerem für den asiatischen Raum „.asia" eingeführt.
