E-Commerce wie ich es will.

Der Versandhandel als Distanzhandel über den Katalog oder das Internet

Den Versandhandel gibt es bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Bei diesem handelt es sich um eine Unterform des Einzelhandels.


Den Versandhandel gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert. Dieser stellt eine Unterform des Einzelhandels und zugleich eine Form des Distanzhandels dar, denn der Verkauf erfolgt wie bei dem Telefonverkauf und bei dem E-Commerce ausschließlich über ein Kommunikationsmittel. Der Kaufvorgang wird somit nicht persönlich zwischen dem Käufer und dem Verkäufer abgeschlossen, sondern die Abwicklung des Kaufvorgangs findet über eine räumliche Trennung hinweg statt.
Diese räumliche Trennung unterscheidet den Versandhandel von dem Einzelhandel vor Ort, wie dem Bekleidungsgeschäft oder dem Supermarkt in der Stadt. In den Einzelhandelsgeschäften vor Ort kann der Kunde, im Gegensatz zu dem Versandhändler, den persönlichen Kontakt zu dem Verkäufer suchen. Bei dem Versandhändler kommt der erste Kontakt zwischen dem Käufer und dem Verkäufer häufig über die Website im Internet oder über den Katalog zustande. Wenn der Kunde anschließend die gewünschten Waren aus dem Katalog oder aus dem Onlineshop bestellen möchte, kann dieser häufig zwischen verschiedenen Kommunikationsmitteln wählen. Zu den häufigsten Bestellarten in diesem speziellen Handel zählt die Bestellung über das Telefon, über die Bestellkarte im zugesandten Katalog oder direkt über den Onlineshop des Versandhändlers.
Die Versandhändler lassen sich zudem in den Universalversandhandel und den Spezialversandhandel unterscheiden. Bei dem Universalversandhandel handelt es sich häufig um ein großes Versandhaus mit einem breiten Sortiment. Das Warenangebot reicht von Lebensmitteln, über Bekleidungsartikel, bis hin zu Elektronikartikeln. Bei dem Spezialversandhandel hingegen handelt es sich um Versender mit einem schmalen Sortiment. Ein Spezialversandhändler bietet zum Beispiel ausschließlich modische Bekleidungsartikel, Elektronikartikel oder Schmuckartikel an.
Diese Art des Handels bietet dem Käufer, aber auch dem Verkäufer, gegenüber dem Einzelhandelsgeschäft vor Ort, einige Vorteile. Der Käufer erhält bei dem Aussuchen und dem Bestellen der Waren die Möglichkeit, das gesamte Sortiment des Versandhändlers ungestört zu prüfen. Dabei muss sich der Käufer nicht an etwaige Öffnungszeiten halten und kann so zum Beispiel auch in der Nacht oder an Feiertagen eine Bestellung von Waren ausführen, während andere Einzelhandelsgeschäfte vor Ort geschlossen sind. Diese zeitlich unbeschränkte Bestellmöglichkeit ist vor allem für Berufstätige besonders vorteilhaft, da diese häufig zu den sonst üblichen Ladenöffnungszeiten arbeiten. Ein weiterer Vorteil für den Käufer ist das angewandte Bringprinzip. Die Waren werden dem Käufer nach dem Bestellvorgang zugesandt. Diese Waren kann der Käufer anschließend in Ruhe prüfen. Bei Nichtgefallen kann der Käufer die Waren auch ohne Angaben von Gründen wieder zurücksenden. Die Vorteile für den Verkäufer hingegen liegen insbesondere in der Möglichkeit, eine besonders große Zielgruppe ansprechen zu können. Daneben kann ein Versandhandel auf die Miete oder den Kauf von Ladenlokalen vor Ort verzichten und somit auch Personalkosten einsparen.

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