E-Commerce wie ich es will.

Verschlüsselung

Die Geschichte der Verschlüsselung ist fast so alt wie die Geschichte der Sprache selbst. Das Bedürfnis, Nachrichten nicht für jedermann sichtbar zu halten, ist nicht neu.

Wenn man einen klar lesbaren Text oder andere Informationen (Ton-/Bildaufnahmen) mit einem bestimmten Verfahren in eine Zeichenfolge bringt, die sich nicht ohne einen so genannten Schlüssel lesen lässt, spricht man von Verschlüsselung._ Im Grunde beschäftigen sich zwei Wissenschaftliche Bereiche mit der Verschlüsselung von Informationen. Zum einen ist das die Kryptographie, zum anderen die Kryptoanalyse. Irrtümlicherweise wird auch die Steganographie mit den beiden Bereichen der Kryptologie gleichgesetzt. Diese beschäftigt sich jedoch mit der Verschleierung oder verdeckten Übermittlung von Informationen._ Die Kryptographie hat ihre Wurzeln im 3. Jahrtausend vor Christus. Die Ägypter verwendeten Verschlüsselungssysteme bei religiösen Texten. Im Mittelalter war das Thema „Geheimschriften" auch in Verbindung mit der geheimen Übermittlung von hoher Bedeutung. Kryptographie ist also ist die Wissenschaft, die sich mit der Verschlüsselung von Informationen im Allgemeinen beschäftigt. Ihre Ziele sind die Sicherstellung von Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und Verbindlichkeit: Vertraulichkeit bezeichnet den Schutz der Informationen vor unberechtigtem Zugriff. Mit Integrität ist gemeint, dass der Empfänger in der Lage sein soll, festzustellen, ob die Nachricht verändert worden ist, nachdem sie erzeugt wurde. Der Absender soll eindeutig zu identifizieren sein, die Urheberschaft sollte ebenfalls nachprüfbar sein (Authentizität). Außerdem darf der Urheber nicht in der Lage sein, seine Urheberschaft zu verdecken oder zu bestreiten - sie sollte sich also über Dritte nachweisen lassen (Verbindlichkeit). Die klassischen Methoden der Verschlüsselung waren vor dem Computerzeitalter die Transposition (andere Anordnung der Buchstaben in der Botschaft) und Substitution (Buchstaben werden durch andere Buchstaben oder ein Symbol ersetzt). Diese Verfahren sind heute veraltet und unsicher._ Moderne Methoden der Verschlüsselung verwenden gezwungenermaßen die Arbeitsweise von Computern. Hier wird nicht mehr nur mit den Buchstaben verschlüsselt, sondern den Bits der Daten. Die Anzahl der möglichen Transformationen wird dadurch erheblich erhöht. Des Weiteren können so auch Daten verarbeitet werden, die nicht nur aus Text bestehen. Dafür stehen eine Reihe von verschiedenen Algorithmen in Form von mathematischen Strukturen zur Verfügung, zum Beispiel der Rijndael-Algorithmus. Ein bekannter, rein textbasierter Schlüssel ist die Caesar-Verschlüsselung. Hierbei wird jeder normale Buchstabe des uns bekannten lateinischen Alphabets um eine von Ihnen selbst zu definierende Anzahl von Positionen verschoben._ Die Kryptoanalyse bezeichnet die Wissenschaft der Methodik und Technik der Verschlüsselung, um Informationen aus verschlüsselten Texten zu gewinnen. Ziel ist es, die Verschlüsselung zu "brechen", also die Aufhebung oder Umgehung der Schutzfunktion oder um ihre Sicherheit zu verifizieren. Die Kryptoanalyse bildet das "Gegenstück" zur Kryptographie._ Die Begriffe "Entzifferung" und "Entschlüsselung" haben in der Kryptologie eine unterschiedliche Bedeutung. Die befugte Entschlüsselung ist ein Verfahren, einen Geheimtext mit Hilfe des Schlüssels in den Klartext zurück zu verwandeln, um die Nachricht lesen zu können. Als unbefugte Entschlüsselung bezeichnet man die Kunst, die Nachricht auch ohne den Schlüssel heraus zu bekommen. In der Kryptoanalye wird das Verb "brechen" oder umgangssprachlich "knacken" verwendet._ Die erste elektromechanische Verschlüsselung leistete im 20.Jahrhundert die deutsche Enigma. Die Konzepte der Kryptographie lassen sich mit einem Open-Source-Programm von Prof. Bernhard Esslinger erlernen. Dieses Programm heißt "CrypTool“.

Social
facebook twitter xing rss

Kontakt
Copyright © 2013 plentymarkets GmbH – Alle Rechte vorbehalten
E-Commerce, Shopsoftware, Shopsystem, Webshop