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Der Begriff Web 2.0 ist zunächst einmal bloß ein Schlagwort, dass von einer Computerzeitschrift in den USA, genauer von Eric Knorr, in die Welt gesetzt wurde. Man schrieb das Jahr 2003, das war zwei Jahre, nachdem die Internet Blase geplatzt war. 2001, kurz nach den Anschlägen auf die Türme in den USA, kollabierte die Internet Branche. Die neue Technologie, die so vielversprechend angefangen hatte, die Jobs produzierte und zum Goldesel avancierte, ging zugrunde. Viele Menschen verlorene ihre Arbeit, noch mehr Menschen verloren in dieser Zeit Unmengen an Geld. Es wurden aber auch viele krude Ideen – man denke an Jippi Soft und ähnliche – zu Recht vom Markt geweht. Der Goldgräberstimmung folgte der Kater vom Jahre 2001 und 2002. Nun mussten neue Ideen entwickelt werden. Diese wuchsen auch auf dem Müll des alten Internet heran. Die Bezeichnung Web 2.0 symbolisiert eigentlich eine scharfe Wendung des Internet Business. Das war es aber beileibe nicht. Die Zäsur in dieser Zeit war unter Umständen schon der Einsturz der Zwillingstürme und die Rede des damaligen Präsidenten Bush auf dem Trümmern. Aber schon vor diesem Ereignis fing die Entwicklung an zu stocken. Kernentwicklung des ersten Internets - Der entscheidende Punkt des alten Internets war die Bereitstellung von Diensten und von Leistungen im Internet durch Webdienste. Viele Zeitungen verwirklichten ihr Angebot im Web, man denke daran, dass vor dem Jahre 2000 noch nicht einmal die FAZ ein Angebot im Web hatte. Die Hauptentwicklung bis zum Jahre 2001 war eine zentralisierte Web Struktur. Die Daten wurden von einem zentralen Server aus präsentiert und der User oder Endkonsument musste akzeptieren. Viele Gesetze und Regelungen basieren auch heute noch auf dieser Idee. Man kann eigentlich nur etwas zensieren, was von einer zentralen Stelle her kommt. Dezentralisierte Ideen und Quellen werden schwer oder überhaupt nicht zu kontrollieren sein. Kernideen des zweiten Internets – Im zweiten Internet kamen die Benutzer vielmehr zum Einsatz und das dauert bis heute an. An die Stelle von zentralisierten Rechnersystemen sind verteile Systeme und Anwendungen gekommen. Es fing mit Netzwerken wie Skype an. Diese Systeme haben kein Rechenzentrum sondern leben quasi im Netz, die Leistung für diese Angebote kommt aus dem Netz heraus. Dann kamen andere verteilte Netzwerke, die durch die Rechengewalt der User aber auch durch die Intelligenz der Benutzer vorangetrieben wurde. Das zweite Internet ist eigentlich ein Peer-to-Peer Unternehmen. Einer bringt eine Gemeinschaft ins Leben und wohin die Gemeinschaft geht, das wird durch die Gemeinschaft aber nicht mehr durch den Gründer der Bewegung bestimmt. Man denke an die Erfolgsgeschichte von Second Life. Der Spielrahmen für diese Entwicklung wurde schon vorgegeben, was daraus wurde entschieden die Mitspieler. Auch technisch sind hier neue Entwicklungen angestrebt worden und auch verwirklicht worden. Web 2.0 bietet Services an. Diese werden von verteilten Applikationsservern abgewickelt. Das neue Verfahren oder das neue Schlagwort dazu heißt SOA- Service Oriented Architecture. Per Push und Pull werden Leistungen für sein Angebot von fremden Servern koordiniert. So ist das, was man heute als Internet erlaubt, ein verwobenes Geflecht von Dienstleistungen, die dafür sorgen, dass der einzelne die nötigen Informationen, die er haben möchte bekommt.
