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Der Wizard, ein kleiner Zauberer in der virtuellen Welt

Wizards helfen dem unerfahrenen Benutzer bei der Entwicklung von Applikationen

Wörtlich übersetzt ist ein Wizard ein Zauberer. Der wohl bekannteste ist der Wizard of Oz in der angelsächsischen Literatur. Es gibt auch Wizards in der Software Generierung. Die Wizards fragen beim Benutzer wesentliche Punkte ab und generieren ein erstes Produkt. In der Programmentwicklung existierte zunächst die Entwicklung auf der Konsole. Man hatte ein schwarzes Fenster zur Verfügung, eine DOS Box, in der man Kommandos eintippte. Aus den Kommandos wurden Stapelverarbeitungsprogramme, sogenannte Batch Programme. Der Nachteil an dieser Art der Programmierung war, dass der Entwickler die Kommandos auswendig können musste. Aber nicht nur die Kommandos, sondern vielmehr auch die Optionen zu den einzelnen Kommandos. Der nächste Entwicklungsschritt war die graphische Oberfläche. Man konnte komfortabel editieren und man konnte in Hilfsprogrammen nachschauen. Diese Entwicklung ermöglichte dann neuen Programmierern einen smarten Einstieg in die Welt des Programmierens. Es beschleunigte auch das Erstellen von Programmen, die Entwicklung, was nun nicht mehr beschränkt war auf wenige Gurus, die auch noch die letzte Option auszunutzen wussten. Und dann kam der Wizard. Diese Zauberer kamen in den unterschiedlichsten Gestalten zum Benutzer. Manchmal waren es wirklich kleine Kerle mit blauem Hut, bei XP kam ein kleines Hündchen zu einem, der einem die Fragen aus den Augen zu lesen vermochte. Kein Pudel, aber doch ein kleiner Hund. Das erinnert doch an ein den Faust von Goethe, dort diente sich auch ein Pudel an, um dem großen Gelehrten Abkürzungen im Leben zu zeigen. Zauberer wie auch Abkürzungen haben immer ein Problem, sie können auch Schaden anrichten. Mit den kleinen Helferlein kann man zwar in Windeseile Programme erstellen, aber es gilt hier auch: Beim ersten bist du frei, beim zweiten bist du Knecht. Wenn man einmal damit angefangen hat, solche Dienste in Anspruch zu nehmen, dann hat das mehrere Konsequenzen, einmal für die Programme, die so entwickelt werden, einmal für den Programmierer. Ein Programm, das mit so einem Hilfsmittel erstellt wurde, ist nie so an die Aufgabe angepasst wie ein systematisch erstelltes Programm, das mit einer vernünftigen IDE erstellt wurde, Es werden Standardwerte genommen, die aber nur für einen Teil der Aufgaben stimmt. Beim Access Formular Wizard werden die Felder einfach untereinander geschrieben, das ist wirklich ein sehr einfacher Ansatz. Will man nachträglich den so erzeugten Code, also das Formular, an die wirklichen Erfordernisse anpassen, so ist das mit großem Aufwand für den Programmierer verbunden. In Wirklichkeit gelingt die Abänderung des Codes eines Wizard eigentlich nie. Der Code, der von den Wizards erzeugt wird, ist immer von minderer Qualität und auch so erzeugt, dass man ihn nicht gut ändern kann. Hat man einmal den Wizard gebraucht, dann hängt man in der Zauberwelt des Wizards gefangen. Das gilt auch für den Programmierer an sich. Die Beschäftigung mit den Sprachkonzepten fällt weg, der Wizard verhindert das Hineinwachsen des Programmierers in die Aufgabenwelt. Es verhält sich so wie mit Stützrädern am Fahrrad für Kinder. Das Kind kann dann zwar mit den Rädern fahren, aber richtig gelernt wird Fahrradfahren ohne Stützräder. Wizards können die Entwicklung von Programmprojekten beschleunigen. man sollte sie aber nur benutzen, um einen Prototypen für eine Vorführung zu entwickeln. Zur Programmentwicklung braucht man ein vernünftiges Software Werkzeug, ein IDE und keinen Wizard.

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