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WYSIWYG

"What You See Is What You Get" lautet das Versprechen von Textverarbeitungsprogrammen, Web-Editoren und Content-Management-Systemen. Das WYSIWYG-Prinzip findet auch im professionellen Desktop-Publishing Verwendung.

WYSIWYG ist die Abkürzung für "What You See Is What You Get", direkt übersetzt lautet es: „Was du siehst, ist das, was du bekommst". Im Computerbereich werden damit Anwendungen bezeichnet, die während der Bearbeitung am Monitor bereits anzeigen, wie die Arbeit in der Endgestalt aussehen wird. Im privaten PC gibt es entsprechende Textverarbeitungsprogramme oder Web-Editoren, im professionellen Desktop Publishing (DTP) sind dies spezielle Druck- und Redaktionssysteme. Neben der wörtlichen Übersetzung hat sich im Deutschen auch eine sinngemäße Erklärung des Wysiwyg-Prinzips durchgesetzt: „So wie du es (in der Vorlage am Bildschirm) siehst, wird es auch (im Endeffekt) dargestellt werden." Bei einem Textverarbeitungsprogramm am Heim-PC erscheint dann der Text in Schriftart und Layout so, wie der Printausdruck später vom Drucker ausgegeben wird. Das schließt die Wiedergabe der detaillierten Schrifttypen, Einstellungen wie Blocksatz, links- und rechtsbündige Textausrichtung oder mehrspaltige Darstellungsweisen ein. Die Einfügung von Linien, grafischen Elementen und Bildern eröffnet somit bereits bei der Eingabe vielfältige gestalterische Spielräume, die später auch im Druckbild so übernommen werden. Vergleichbares gilt für Web-Editoren. Für die Erstellung einer Homepage sind kaum oder keine Kenntnisse in HTML-Programmierung nötig, denn der Editor erlaubt es, das gewünschte Erscheinungsbild über die Benutzeroberfläche direkt im Eingabemenü auf dem Monitor festzulegen. Auch hierbei lassen sich zum Beispiel Textfarbe, Hintergrund und Grafiken frei bestimmen und bereits während der Bearbeitung im endgültigen Layout betrachten. Das Design einer Webpage lässt sich auf diese Weise auch von Laien ohne größere Vorkenntnisse bearbeiten. WYSIWYG wird auch in Content-Management-Systemen (CMS) verwendet. Redakteure erhalten damit direkten Zugriff auf Inhalte im Endlayout. Mit einer Artikelvorschau ist etwa bereits vor der Freigabe abzuprüfen, wie sich der Beitrag im vorgegebenen Seitenlayout einpasst. Entsprechende Änderungen in der Länge oder bezüglich von Überschriften können vom Redakteur unmittelbar vorgenommen werden. Während der einzelne Beitrag vom Verfasser oder Texte-Einpfleger individuell angepasst werden kann, ist durch die Trennung von Layout und Inhalt gewährleistet, dass die eingestellten Artikel dem gemeinsamen Erscheinungsbild entsprechen. Der grafische Rahmen wird gesondert vorgegeben, die inhaltliche Ausfüllung ist variabel. Der Seitenaufbau und die Textstruktur können daher feinstufig aufeinander abgestimmt werden. Vorlagen (Templates), Erweiterungsmodule und variable Formatierungsvarianten machen diese Content-Management-Systeme zu einem vielseitigen Arbeitsinstrument. Nicht zuletzt im Desktop-Publishing (DTP) im Printbereich werden derartige Verfahren professionell und effektiv eingesetzt. Ob der Anspruch des "What You See Is What You Get" tatsächlich immer eingelöst wird, schwankt mit der Qualität der einzelnen Programme. Nicht immer wird eine 100-prozentige Übereinstimmung erreicht. Das WYSIWYG Prinzip hilft aber in vielerlei Hinsicht zur Vereinfachung von Arbeitsprozessen im professionellen Bereich und bietet Nutzern mit wenigen Kenntnissen die verhältnismäßig einfache Gestaltung komplexer Layoutdesigns.

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