Social-Media-Management: Was sagen Interaktionsrate und Reichweite aus?

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01.03.2016 08:45
von Heidi Pfannes

Die Mehrzahl aller Online-Shops ist bereits auf mehreren Social-Media-Kanälen aktiv – allen voran Facebook, YouTube und Twitter. Sie dienen vor allem dazu, die Kundenbeziehung zu verbessern und das Engagement zu steigern. Facebook ist immer noch das wichtigste soziale Netzwerk in Deutschland. In diesem Beitrag erklären wir dir, was Interaktionsrate und Reichweite bedeuten, wie du die Daten interpretierst – und wie du sukzessive das Social-Media-Management für deinen Online-Shop verbesserst.

Social-Media-Marketing für Online-Shops

Interaktionsrate und Reichweite – was steckt dahinter?

Im E-Commerce ist es besonders wichtig, treue Kunden zu haben. Denn heutige Konsumenten haben nicht nur eine große Auswahl an Anbietern, sondern informieren sich vor dem Kauf auch genau über ein Unternehmen. Die Engagement-Rate auf Facebook ist ein Indikator dafür, wie stark Fans mit der Seite interagieren, also wie gut die Kundenbeziehung ist. Zum Engagement zählen Likes, Shares, Klicks auf ein Update und Kommentare. Die Gesamtzahl der Interaktionen geteilt durch die Anzahl der Personen, die das Update an einem bestimmten Tag gesehen haben, ergibt die Engagement-Rate. Die Faustregel lautet: 90 Prozent der Besucher interagieren nicht und 9 Prozent nur unregelmäßig. Eine Interaktionsrate von mehr als einem Prozent ist gut. Tipp: Unter „Best Post Types“ siehst du, welche deiner Beiträge die meiste Interaktion gebracht haben. Nutze diese Informationen für zukünftige Posts.

Die Reichweite ist die Zahl derjenigen, die einen Post gesehen haben. „Gesehen“ bedeutet aber lediglich, dass ein Beitrag im Newsfeed gelandet ist. Facebooks EdgeRank-Alghorithmus sorgt allerdings dafür, dass nicht jeder Fan ein Update sieht: Nur etwa 16 Prozent der eigenen Fans tun dies. Reichweite ist vor allem wichtig, um neue Fans für deinen Online-Shop zu begeistern. Dabei lässt sich zwischen organischer Reichweite und bezahlter Reichweite unterscheiden: In die organische Reichweite fließen Fans und Nicht-Fans, die deine Beiträge sehen. Nicht-Fans erreichst du hauptsächlich darüber, dass Fans deine Inhalte teilen und liken. Zu der bezahlten Reichweite hingegen gehören die, die Beiträge durch Werbeanzeigen gesehen haben. Um die Kennzahlen zu analysieren, empfehlen sich zahlreiche Analyse-Tools.

Reichweite mit gesponserten Beiträgen erhöhen

Mit gesponserten Beiträgen und Anzeigen kannst du deine bezahlte Reichweite erhöhen. Allerdings kann eine hohe Reichweite mit geringer Interaktionsrate deinem Online-Shop schaden. Denn wenn Nutzer nicht mit Inhalten interagieren, bekommen sie diese nach und nach immer seltener angezeigt. Bei deinem Social-Media-Management solltest du daher keinesfalls allein auf bezahlte Reichweite setzen, sondern dich um gute Inhalte kümmern, die oft geliked und geteilt werden! Übrigens: Bei Facebook-Seiten mit 1.000 bis 10.000 Fans liegt die durchschnittliche Reichweite bei 19,7 Prozent, die durchschnittliche Interaktionsrate bei 14,9 Prozent. Hat eine Seite 10.000 bis 100.000 Follower, sinken die Werte auf durchschnittlich 13,3 Prozent (Reichweite) bzw. 8,9 Prozent (Interaktionsrate). Mit Sponsored Posts kannst du testen, wie viele Nutzer du über deine „Stammleserschaft“ hinaus erreicht hast und wie diese auf den Beitrag reagiert haben: Hast du in der Zeit der Promotion viele neue Fans gewonnen oder häuften sich die Klicks auf den „Gefällt mir nicht mehr“-Button? Gesponserte Beiträge sind also durchaus nützlich, um Daten zu gewinnen und damit anschließend deine Social-Media-Strategie zu optimieren.

Gerade in Sachen Social Media lassen sich keine absoluten Aussagen treffen, welche Werte du mit deinem Online-Shop erreichen solltest. Probiere verschiedene Formate aus und analysiere genau, welche Inhalte gut sind für die Kundenbeziehung – und welche nicht.



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