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Foto Maximilian Bochenek
13.07.2018 08:45
von Maximilian Bochenek

Die Geschichte des norddeutschen Schuhgeschäfts Schuhplus zeigt wie ein gut durchdachtes Omni-Channel-Konzept kombiniert mit einem guten Geschäftssinn und einem skalierenden E-Commerce-ERP zur positiven Entwicklung eines Unternehmens beitragen kann. Wir sprachen mit Geschäftsführer Kay Zimmer, der uns einige interessante Fakten über sein Ausnahmegeschäft verriet.

Schuhplus plentymarkets Shop

Vom Start-up zum Marktführer

Schuhplus gehört zu den Unternehmen, die zur Jahrtausendwende während der E-Commerce-Goldgräberstimmung als Start-up gegründet wurden. Zu dieser Zeit tauchten viele unternehmerische Ideen im World Wide Web auf. Einige Unternehmen verschwanden mehr oder weniger schnell wieder von der Bildfläche, andere konnten gesund wachsen und haben sich heute fest in der Branche etabliert. Die Gründungsgeschichte von Schuhplus liest sich wie ein Bilderbuch: Kay Zimmer suchte nach einer Alternative zu seinem Job im öffentlichen Dienst und fand in der E-Commerce-Branche eine neue Herausforderung.

Das ganz normale Alltagsproblem eines Freundes wurde zur genialen Geschäftsidee: Große Füße und die Suche nach passendem Schuhwerk. Wer zu dieser Zeit mit übergroßen Füßen gesegnet war, musste beim Schuhkauf nicht selten mit leeren Händen heimkehren – und auch beim Onlinekauf gestaltete sich die Shoppingtour äußerst schwierig. Also machten die beiden Gründer es sich 2002 zur Aufgabe, diese Nische zu füllen.

Kay Zimmer gerät ins Schwärmen, wenn er an die ersten Tage des Unternehmens zurückdenkt: „Wir sind damals mit meinem alten Kombi nach Holland gefahren und haben da die ersten Schuhe eingekauft, die wir dann hier aus dem Keller meiner Oma heraus verkauft haben. Amazon steckte noch in den Kinderschuhen, aber eBay hatten wir auch schon mal privat genutzt – also setzten wir unser geringes Vorwissen um und machten unsere ersten Umsätze. Und alles was wir verdient haben, haben wir direkt wieder in das Unternehmen gesteckt und sind damit halt wirklich gewachsen.“ Allerdings mussten die beiden Neueinsteiger auch vieles lernen, womit sie nicht gerechnet hatten: „Wir hatten keine Ahnung davon, dass wir irgendwas vorbestellen mussten. Ich dachte damals, ich gehe zu einem Hersteller und der liefert mir seine Ware zum Weiterverkauf. Aber nein, bei Schuhen in Übergrößen ist das wirklich ein Problem: Die werden nur auf Vorbestellung produziert.“ Schuhplus musste also lernen, besonders vorausschauend zu bestellen, um möglichst wenig Ware in der nächsten Saison reduzieren zu müssen.

Schuhplus Kay Zimmer

Aber das Geschäft lief gut an, und sehr schnell gesellte sich zu dem Marktplatzhandel auch ein eigener Online-Shop, der ebenfalls florierte. Als vier Jahre später klar wurde, dass der Handel auf eigenen Beinen stehen konnte, wagten die Unternehmer mit der Eröffnung einer stationären Niederlassung den großen Schritt in die Selbstständigkeit.

Gesundes Wachstum mit plentymarkets

Die Selbstständigkeit brachte für Kay Zimmer viel Freude, aber auch viel Arbeit: Die Verwaltung der einzelnen Verkaufskanäle des immer weiter wachsenden Unternehmens stellte die Gründer mit der Zeit vor eine große Herausforderung: „Wir hatten eBay, einen eigenen Online-Shop und wir hatten ein stationäres Geschäft. Abends saß ich am Schreibtisch und musste immer gucken, was ich wo verkauft hatte, und dann überall Bestände reduzieren. Das war ein enormer Aufwand“. Eine Lösung musste her.

„Je größer wir wurden, umso mehr Zeit mussten wir plötzlich für Prozesse wie Warenbestandsabgleich oder Artikelerfassung aufbringen, so dass wir viel weniger Potenzial hatten, unser junges Unternehmen nach vorne zu treiben. Da kam vor zehn Jahren plentymarkets ins Spiel, eine höchst innovative und einzigartige Software, auf die wir bei Recherchen gestoßen sind und die exakt die Lösungen zur Prozessoptimierung bieten sollte. Heute nutzen wir plentymarkets 7, und alles funktioniert und läuft. Und vor allem: Es macht nach wie vor viel Spaß.

Die Mischung aus stationärem Handel, Online-Shop und Marktplätzen ist für Kay Zimmer immens wichtig: Mit Online-Shop und stationärem Handel bietet Schuhplus seinen Kunden einen idealen Service in Sachen Beratung und Auswahl, und die richtigen Marktplätze helfen dabei, einen noch größeren Kundenkreis zu erreichen. Allerdings achtet Kay Zimmer darauf, den Fokus auf der richtigen Balance zu halten: „Bei den großen Giganten am Markt muss man einfach vertreten sein. Aber man darf sich niemals von ihnen abhängig machen. Wenn eine Säule kippt, muss man immer noch weitermachen können.“

Begeisterte Kunden in ganz Europa

Schuhplus ist über die Jahre zu einem großen Omni-Channel-Unternehmen herangewachsen. Das Schuhgeschäft auf über 1.100 Quadratmetern (natürlich ausgestattet mit plentyPOS-Kassen) in Dörverden bei Bremen ist mit 30 Mitarbeitern Norddeutschlands größter Handel für Schuhe in Übergrößen und Kunden nehmen große Strecken auf sich, um dort einzukaufen. Online ist die Reichweite natürlich noch viel größer: Schuhplus stellen Kunden mit großen Füßen in ganz Europa zufrieden – der Handel auf grenzübergreifenden Marktplätzen sowie eine Kooperation mit der Otto-Group machen es möglich.

Schuhplus Geschäft Dörverden

Nicht nur Kunden sind auf den Ausnahmehandel aufmerksam geworden: Kay Zimmer und Schuhplus konnten bereits einige Auszeichnungen für sich gewinnen, unter anderem als "Bester Webshop", den "Marktplatzhisch 2017", eine Nominierung zum plenty Award 2018 sowie den Titel "Problemlöser 2020".

Möglich wird das alles durch ein mächtiges E-Commerce-ERP, mit dem sämtliche Prozesse des Omni-Channel-Handels zentral gesteuert und automatisiert abgebildet werden können. plentymarkets hat Schuhplus ab einer frühen Unternehmensphase begleitet und konnte das Unternehmen beim Wachstum unterstützen, indem zu jedem Zeitpunkt die richtigen Bedürfnisse abgedeckt wurden.

Kay Zimmer bereut den Schritt in die E-Commerce-Branche und in die Selbstständigkeit nicht: „Ich würde es jederzeit wieder machen. Allerdings würde ich mit Blick auf meine Erfahrungen ein paar Dinge anders machen und vor allem gleich direkt Anfang auf richtige Komponenten und die richtige Software setzen!“



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