Buchhaltung

Im Menü Einstellungen » Mandant (Shop) » Shop wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung nehmen Sie wichtige Einstellungen für die Umsatzsteuer vor. Sie legen fest, ob und wie die Umsatzsteuer auf Ihren Rechnungen ausgezeichnet wird. Sie speichern Umsatzsteuersätze für Ihre Lieferländer. Außerdem hinterlegen Sie Buchungsschlüssel, Debitorenkonten und Erlöskonten.

Das Untermenü Buchhaltung wird pro Standort angelegt und gilt auch nur für diesen Standort. Das Menü bietet Ihnen außerdem die Möglichkeit, einige oder alle Einstellungen eines Standortes auf einen oder mehrere andere Standorte zu übertragen.

Die verschiedenen Bereiche des Menüs und die erforderlichen Einstellungen werden auf dieser Seite näher erläutert. Zusätzlich finden Sie Informationen zu den Lieferschwellen der EU-Länder und zum Daten-Export.

 

Tab: Grundeinstellungen

Im Tab Grundeinstellungen nehmen Sie Einstellungen zur Umsatzsteuer für Ihre Rechnungen vor. Die hier vorgenommenen Einstellungen stehen u.a. im Zusammenhang mit den Lieferschwellen. Sobald für ein Land der Lieferschwellenwert überschritten wird, muss die Umsatzsteuer an das Land abgeführt werden. In dem Fall benötigen Sie eine Steuernummer in dem Land und hinterlegen in plentymarkets die Umsatzsteuersätze des Landes. Wenn Steuersätze für ein EU-Lieferland hinterlegt sind, erhält ein Händler aus diesem Land eine Brutto-Rechnung, auch wenn Sie Netto-Rechnung wählen. Beachten Sie hierzu die Hinweise in der Tabelle.

Grundeinstellungen vornehmen:
  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Mandant (Shop) » Shop wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung » Tab: Grundeinstellungen.
  2. Nehmen Sie die Einstellungen gemäß Tabelle 1 vor.
  3. Klicken Sie auf Speichern, um die Einstellungen zu sichern.
Einstellung Erläuterung
Umsatzsteuer-ID Gilt nur für Lieferungen innerhalb der EU.
Netto-Rechnung = Rechnungen bei Kunden, bei denen eine Umsatzsteuer-ID eingetragen ist, werden netto, d.h. ohne Umsatzsteuer, ausgestellt.
Wenn ein Händler Artikel an einen Kunden mit gültiger Umsatzsteuer-ID im europäischen Ausland versendet, entfällt die Umsatzsteuer; der Auftrag wird also netto ausgeführt. Liegt die Lieferadresse dieses Kunden jedoch innerhalb Deutschlands, wird für den Auftrag Umsatzsteuer berechnet. Per Gesetz ist es jedoch zulässig, bei Kunden mit gültiger Umsatzsteuer-ID im europäischen Ausland auch bei einer deutschen Lieferadresse den Auftrag netto auszuführen, wenn dem Auftrag eine Gelangensbestätigung beigelegt wird. Daher gibt es im Menü Lieferanschriften die Option Gelangensbestätigung. Wird die Option Gelangensbestätigung aktiviert (Häkchen gesetzt), werden Lieferungen ins EU-Ausland mit deutscher Lieferanschrift wie eine EU-Auslandssendung behandelt. Ob die Rechnung brutto oder netto ausgestellt wird, ist dann von den Einstellungen Umsatzsteuer-ID und Ausfuhrlieferung in diesem Menü abhängig. Ist die Option Gelangensbestätigung nicht aktiviert, werden diese Aufträge brutto berechnet.
Brutto-Rechnung = Alle Rechnungen werden brutto ausgestellt.
Ausfuhrlieferung Netto-Rechnung = Rechnungen für Ausfuhrlieferungen werden ohne Umsatzsteuer ausgestellt.
Brutto-Rechnung = Die Umsatzsteuer wird auf Rechnungen für Ausfuhrlieferungen ausgewiesen.
Wenn ein Umsatzsteuersatz für ein Ausfuhr-Lieferland eingestellt wurde, erfolgt immer eine Brutto-Rechnung.
Umsatzsteuer der Versandkosten auf Rechnung ausweisen Wählen, wann die Umsatzsteuer der Versandkosten einzeln ausgewiesen werden soll.
Immer = Die Umsatzsteuer der Versandkosten wird immer ausgewiesen.
Nur Inland und EU = Die Umsatzsteuer wird bei einer Ausfuhrlieferung aus der EU nicht ausgewiesen.
Kleinunternehmer (nur Deutschland) Häkchen setzen, wenn auf der Rechnung und im Webshop-Bestellvorgang keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden soll.
Diese Einstellung betrifft Kleinunternehmer nach § 19 UstG, d.h. Unternehmer, die aufgrund geringer Einnahmen von der Umsatzsteuerpflicht befreit sind. Die Option ist freiwillig. Die Umsatzsteuer kann auch bei geringem Umsatz ausgewiesen werden, wenn dies Vorteile hat. Dazu die einschlägigen Hinweise beachten, z.B. unter folgendem Link.

Tab. 1: Tab Grundeinstellungen

Fallbeispiel

Ein deutscher Händler betreibt einen Webshop und hat für den Firmensitz den Standort Deutschland angelegt. Am Firmensitz befindet sich auch ein Vertriebslager. Für den Verkauf über Amazon betreibt er ein FBA-Lager in Polen und legt daher den weiteren Standort Polen an. In der Buchhaltung konfiguriert er folgende Steuersätze:

Standort Steuersatz 1 Steuersatz 2
Deutschland DE (Standard-Ust-Satz) AT
Polen DE PL (Standard-Ust-Satz)

Tab. 2: Beispiel: Standorte und Steuersätze

Den Steuersatz für Österreich hat er angelegt, weil er für das Lieferland Österreich die Lieferschwelle überschritten hat. Für Lieferungen aus Polen ist das nicht der Fall, daher kann der Steuersatz für Österreich bei Bestellungen aus Österreich nicht verwendet werden.

Was passiert in Warenkorb und Auftrag?

Im Bestellvorgang ist keine Lagerinformation vorhanden. Daher wird der Standard-Standort mit dem zugeordneten Standard-Umsatzsteuersatz und dem Lager des Standortes bei einer Bestellung verwendet. Befindet sich ein in diesem Fallbeispiel bestellter Artikel im FBA-Lager in Polen, wird das nach der Bestellung in der Auftragskonfiguration ersichtlich. Auf der Basis des Lagers des Artikels wird der Standort und damit der Standard-Steuersatz im Auftrag zugeordnet. Weicht der Standard-Umsatzsteuersatz des Standortes von dem des Standard-Standortes ab, kann es zu Abweichungen der Steuersätze im Auftrag und damit auch in der Rechnung kommen. In diesem Beispiel für eine Lieferung nach Österreich wird für den Standort Deutschland der österreichische Steuersatz genutzt, für den Standort Polen jedoch der polnische Steuersatz.

Warenbestand

Wenn der Händler dieses Beispiels für österreichische Kunden den österreichischen Steuersatz anwenden möchte, muss er die Artikel im Lager des Standard-Standortes vorrätig haben. Alternativ könnte er einen weiteren Standort in Österreich gründen.

Tab: Umsatzsteuersätze

Im Tab Umsatzsteuersätze hinterlegen Sie die Umsatzsteuersätze der Lieferländer, für die Sie umsatzsteuerpflichtig sind. Dies ist der Fall, wenn Sie die Lieferschwellen (siehe Kapitel über Lieferschwellen weiter unten) überschritten haben. In einem solchen Fall erhalten Sie vom Finanzamt des Lieferlandes eine Umsatzsteuer-ID und müssen die Umsatzsteuer an das dortige Finanzamt abführen. Nachfolgend wird beschrieben, wie Sie Steuersätze hinterlegen.

Umsatzsteuersätze in Deutschland

Als Händler in Deutschland kommen Sie generell mit zwei Steuersätzen aus:
A: Regelsteuersatz: 19%
B: Ermäßigter Steuersatz: 7%

Umsatzsteuersätze für Lieferländer hinterlegen

Gehen Sie wie unten beschrieben vor, um Umsatzsteuersätze für die Lieferländer zu hinterlegen.

Bild 1: Umsatzsteuersätze für Lieferländer hinterlegen

Umsatzsteuersätze hinterlegen:
  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Mandant (Shop) » Shop wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung » Tab: Umsatzsteuersätze.
  2. Klicken Sie auf Neue Konfiguration.
  3. Nehmen Sie die Einstellungen gemäß Tabelle 3 vor.
  4. Klicken Sie auf Speichern.
    → Die Konfiguration wird im Baum links einsortiert und geöffnet.
Einstellung Erläuterung
Land Das Lieferland aus dem Dropdown-Menü wählen, für das Umsatzsteuersätze hinterlegt werden sollen.
Das Menü enthält nur Länder, die im Menü Einstellungen » Aufträge » Versand » Versandoptionen » Tab: Lieferländer auf Aktiv gestellt sind.
Steuersatz A bis D in % Die Umsatzsteuersätze des Landes in Prozent eintragen. Die Textfelder Name sind nur für die Buchhaltungssoftware Xero relevant.
Differenzbesteuerung Angeben, welcher Steuersatz für differenzbesteuerte Artikelpositionen in Rechnungen benutzt werden soll. Wenn kein Steuersatz ausgewählt ist, können differenzbesteuerte Artikelpositionen in Rechnungen nicht angezeigt werden (= Grundeinstellung). Bei der Einstellung Differenzbesteuerung handelt es sich um eine ältere Sonderimplementierung, bei der der Steuersatz für den gesamten Betrag der differenzbesteuerten Artikelpositionen verwendet wird und nicht nur für die Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufspreis.
Umsatzsteuer-ID Länderspezifische Umsatzsteuer-ID eintragen, sofern eine solche ID vorhanden ist.
Die Standard-Umsatzsteuer-ID wird im Menü Einstellungen » Grundeinstellungen » Stammdaten hinterlegt. Diese Standard-Umsatzsteuer-ID wird immer verwendet, wenn in der Buchhaltung für das Standard-Lieferland im Tab Umsatzsteuersätze keine Umsatzsteuer-ID hinterlegt ist.
Gültig ab Das Datum im Kalender wählen, ab dem die Steuersätze gelten sollen.
Wichtig: Bei manueller Eingabe das Jahr vierstellig eintragen, da eine zweistellige Eingabe, z.B. 14 statt 2014, zu Fehlern führt.
Nur für digitale Artikel Aktivieren (Häkchen setzen), wenn der Steuersatz nur für digitale Artikel gelten soll. Dazu die Erläuterungen des folgenden Kapitels beachten.

Tab. 3: Tab Umsatzsteuersätze

Umsatzsteuer für digitale Artikel

Für digitale Artikel muss der Steuersatz des Käufers angewendet werden. Diese Steuersätze werden aufgrund einer EU-Verordnung seit 1.1.2015 benötigt. Ist für ein Lieferland bereits ein Steuersatz vorhanden, z.B. weil die Lieferschwelle überschritten wurde, braucht kein weiterer Steuersatz nur für digitale Artikel angelegt werden. Der vorhandene Steuersatz wird verwendet. Sind für ein oder mehrere Lieferländer kein Steuersatz eingerichtet, richten Sie Ihre Buchhaltung dafür in plentymarkets wie im Folgenden beschrieben ein.
Die EU-Verordnung betrifft B2C-Umsätze. B2B-Umsätze ohne Umsatzsteuer werden davon nicht berührt.

Digitale Artikel steuerlich auszeichnen:
  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Mandant (Shop) » Shop wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung » Tab: Umsatzsteuersätze.
  2. Legen Sie einen Steuersatz für jedes Lieferland an, in dem Sie digitale Artikel verkaufen.
  3. Markieren Sie im Steuersatz die Option Nur für digitale Artikel.
  4. Legen Sie ein Merkmal für digitale Artikel an, z.B. mit dem Namen Digital. Das Merkmal darf kein Bestellmerkmal sein.
  5. Stellen Sie das Merkmal im Menü Einstellungen » Artikel » Grundeinstellungen bei der Option Artikelmerkmal zur Erkennung von digitalen Produkten ein.
  6. Hinterlegen Sie das Merkmal bei jedem Artikel, der als digitales Medium verkauft wird, im Tab Merkmale.

Mehrere Umsatzsteuersätze pro Land hinterlegen

Legen Sie bei Bedarf für ein Lieferland einen weiteren Umsatzsteuersatz an. Dies kann z.B. erforderlich sein, um Änderungen seitens des Gesetzgebers abzubilden. Steigt etwa der Regelsteuersatz eines Landes zum 1. Januar 2016 von 19% auf 20%, legen Sie neue Umsatzsteuersätze für dieses Land an. Dazu gehen Sie wie oben beschrieben vor. In unserem Beispiel geben Sie also unter Gültig ab das Datum 01.01.2016 ein. Ab diesem Datum wird für neue Aufträge der alte Steuersatz nicht mehr angewendet.

Alte Umsatzsteuersätze nicht löschen

Ausschlaggebend dafür, welche Umsatzsteuersätze angewendet werden, ist das Datum, an dem ein Auftrag eingeht. Für alle Aufträge, die vor dem für die neuen Steuersätze eingegebenen Datum eingehen, gilt der alte Steuersatz. Löschen Sie daher den alten Steuersatz nicht aus dem System.

Tab: Konten

Im Tab Konten hinterlegen Sie Buchungsschlüssel, Debitorkonten und Erlöskonten.

Debitorkonten sind Buchungskonten, die Sie zur Zuordnung für Ihre Buchhaltung bzw. Buchhaltungssoftware benötigen. Die hinterlegten Debitorkonten ermöglichen einen DATEV/COLLMEX-konformen Daten-Export. Für jeden Kunden in plentymarkets kann ein eigenes Debitorkonto (Debitor = Schuldner) in den Kundenstammdaten hinterlegt werden. Im Regelfall ist es jedoch gerade im B2C-Geschäft nicht erwünscht, eigene Konten pro Kunden festzulegen. Daher kann plentymarkets nach verschiedenen Regeln automatisch Debitorkonten vergeben. Diese Regeln finden Sie nachfolgend erläutert. Bevor Sie sich für ein Verfahren zur Vergabe der Debitorenkonten entscheiden, sollten Sie ein Standard-Debitorkonto eingeben. Dieses Konto wird dann verwendet, wenn weder beim Kunden ein Konto hinterlegt wurde, noch durch ein automatisches Verfahren ein Konto ermittelt werden konnte.

Sie haben die Möglichkeit, in plentymarkets für jeden Artikel ein eigenes Erlöskonto zu hinterlegen. Wird dies nicht vorgenommen, ermittelt plentymarkets automatisch ein Erlöskonto auf Basis des Umsatzsteuersatzes.

Einstellungen von Experten prüfen lassen

Stimmen Sie die nachfolgenden Einstellungen mit Ihrer Finanzbuchhaltung bzw. Ihrem Steuerbüro ab.

Einstellungen im Tab Konten vornehmen:
  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Mandant (Shop) » Shop wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung » Tab: Konten.
  2. Nehmen Sie die Einstellungen gemäß der folgenden Tabelle vor.
  3. Klicken Sie auf Speichern, um die Einstellungen zu sichern.
Einstellung Erläuterung
  Tab: Buchungsschlüssel
Steuersatz A / B / C / D Einen Buchungsschlüssel pro Steuersatz eintragen.
Die Buchungsschlüssel werden beim Daten-Export ausgegeben und kennzeichnen den Umsatzsteuersatz. Wenn die Rechnung brutto ausgestellt wird, werden diese Buchungsschlüssel vergeben. Die Buchungsschlüssel sind:
Netto-Rechnungen: 0
DATEV-Standard-Buchungsschlüssel für 19 % Umsatzsteuer: 3
DATEV-Standard-Buchungsschlüssel für 7 % Umsatzsteuer: 2
plentymarkets ermittelt automatisch, ob es sich um eine Soll- (S) oder eine Haben-Buchung (H) handelt. Hierfür ist im Daten-Export eine eigene Spalte (Soll-Haben) vorgesehen.
  Tab: Debitorkonten » Tab: Grundeinstellungen
Standard-Debitorkonto Ein Standard-Debitorkonto hinterlegen, das verwendet wird, wenn beim Kundendatensatz oder nach dem unten gewählten Verfahren kein Konto definiert wurde.
Wichtig: Bei fehlenden Einträgen bzw. Werten exportiert plentymarkets immer das Standard-Debitorkonto. Wenn bei einem Kunden ein Debitorkonto hinterlegt wurde, wird immer dieses exportiert.
Das Debitorkonto wird in den Kundendaten hinterlegt, sobald es das erste Mal ermittelt wird. Dazu muss mindestens ein Umsatzexport ausgeführt werden, der die Debitorenkonten ausgibt, z.B. ein DATEV- oder Collmex-Export.
Speichere Debitorkonto am Kundenstammdatensatz Häkchen setzen, damit im Stammdatensatz des Kunden ein Debitorkonto hinterlegt wird, wenn dort noch kein Debitorkonto gespeichert ist. Das Debitorkonto wird nach der eingestellten Option für Automatische Vergabe von Debitorkonten vergeben.
Wenn zu dem gewählten Verfahren kein Debitorkonto hinterlegt ist, wird das Standard-Debitorkonto verwendet.
Automatische Vergabe von Debitorkonten nach Aus dem Dropdown-Menü das Verfahren wählen, nach dem die Debitorkonten vergeben werden sollen.
Option: Anfangsbuchstabe
Die Kundendaten für Firma, Nachname und Vorname werden anhand des Anfangsbuchstabens in der im Dropdown-Menü gewählten Reihenfolge durchsucht. Ein Debitorenkonto wird zugewiesen.
Beispiel: Die Reihenfolge Firma, Nachname, Vorname wurde gewählt. Wenn der Firmenname mit B beginnt und der Nachname mit D, wird das B Debitorkonto verwendet. Wenn kein Firmenname eingetragen ist, wird der Nachname mit D gefunden und das D Debitorkonto verwendet.
Hinweis: Stimmen Sie die Wahl des Verfahrens mit Ihrer Finanzbuchhaltung bzw. Ihrem Steuerbüro ab.
Anfangsbuchstaben (A - Z bzw. 0 - 9 Debitorkonto) Debitorkonten hinterlegen, die in Abhängigkeit des Anfangsbuchstabens verwendet werden sollen.
Lieferländer Debitorkonten für die in Ihrem System eingerichteten Lieferländer hinterlegen.
Zahlungsarten Debitorkonten für die in Ihrem System eingerichteten Zahlungsarten hinterlegen.
  Tab: Erlöskonten
Standard-Erlöskonto Für jeden Umsatzsteuersatz ein Standard-Erlöskonto eingeben. Dieses wird für den DATEV/COLLMEX-Export verwendet, wenn beim Artikelstammdatensatz kein Erlöskonto hinterlegt wurde. Wurde bei einem Lieferland der Lieferschwellenwert überschritten und eine eigene Steuernummer beantragt, für dieses Lieferland die Umsatzsteuersätze anlegen. Dann können für das Land auch eigene Erlöskonten eingerichtet werden.
  Tab: Umsatzsteuerfreie Erlöse
Erlöse aus EU Ein Debitorkonto für umsatzsteuerfreie Erlöse aus der EU hinterlegen.
Erlöse bei Ausfuhr Ein Debitorkonto für umsatzsteuerfreie Erlöse aus der Ausfuhr in Länder außerhalb der EU hinterlegen.

Tab. 4: Tab Konten; Optionen

Einstellungen auf andere Standorte übertragen

Mit der Funktion Einstellungen übertragen kopieren Sie Einstellungen des aktuellen Standortes auf einen oder mehrere andere Standorte. Dabei können Sie die Einstellungen entsprechend der Tabs der Buchhaltung einzeln oder zusammen übertragen.

Folgende Einstellungen sind übertragbar:

  • Grundeinstellungen
  • Umsatzsteuersätze
  • Konten

Gehen Sie wie folgt vor, um Einstellungen auf einen oder mehrere Standorte zu übertragen:

Bild 2: Einstellungen übertragen

Einstellungen auf einen oder mehrere Standorte übertragen:
  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Mandant (Shop) » Shop wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung des Standortes, dessen Einstellungen Sie übertragen möchten.
  2. Klicken Sie auf das Zahnrad (Bild 2, Pfeil).
  3. Wählen Sie unter Standort einen oder mehrere Sandorte, auf die Einstellungen übertragen werden sollen (Häkchen setzen).
  4. Wählen Sie unter Optionen, welche Einstellungen übertragen werden sollen (Häkchen setzen).
  5. Klicken Sie auf Übertragen.
    → Die Einstellungen werden auf die Standorte übertragen.

Lieferschwellen der EU-Lieferländer

Wenn die Versendung der Ware in einen anderen EU-Mitgliedsstaat durch den Verkäufer selbst oder durch einen selbständigen Dritten erfolgt, handelt es sich um eine innergemeinschaftliche Versendungslieferung. Beispiele für selbständige Dritte sind die Post, die Bahn, ein Spediteur oder ein Kurierdienst.

Die Versteuerung findet so lange im Ursprungsland statt, wie bestimmte Lieferschwellen nicht überschritten werden, d.h. so lange die in einen anderen Mitgliedstaat versandten Lieferungen in einem Kalenderjahr einen bestimmten geldlichen Umfang nicht überschreiten. Die Lieferschwellen werden dabei von dem EU-Mitgliedsstaat festgelegt, in dem der Versand endet.

Sobald für ein Land der Lieferschwellenwert überschritten wird, muss die Umsatzsteuer an das Land abgeführt werden. Hierfür benötigen Sie eine Steuernummer in dem Land und müssen die Umsatzsteuersätze in plentymarkets hinterlegen. Bei der Rechnungserstellung müssen dann die Steuersätze des Landes verwendet werden. plentymarkets ermöglicht es daher, im Tab Umsatzsteuersätze für die Länder, bei denen die Lieferschwelle überschritten wurde, eigene Steuersätze zu hinterlegen.

Die EU-Länder haben folgende Lieferschwellen festgelegt (Stand: März 2014):

Mitgliedsstaat Lieferschwellenwert bei
Versendungslieferungen
Betrag in Euro
Belgien 35.000 EUR  
Bulgarien 70.000 BGN 35.850 EUR
Dänemark 280.000 DKK 37.617 EUR
Deutschland 100.000 EUR  
Estland 35.000 EUR  
Finnland 35.000 EUR  
Frankreich 100.000 EUR  
Griechenland

35.000 EUR

 
Irland 35.000 EUR  
Italien 35.000 EUR  
Lettland 35.000 EUR  
Litauen 125.000 LTL 36.200 EUR
Luxemburg 100.000 EUR  
Malta 35.000 EUR  
Niederlande 100.000 EUR  
Österreich 35.000 EUR  
Polen 160.000 PLN 38.275 EUR
Portugal 35.000 EUR  
Rumänien 118.000 RON 26.727 EUR
Schweden 320.000 SEK 35.287 EUR
Slowakei 35.000 EUR  
Slowenien 35.000 EUR  
Spanien 35.000 EUR  
Tschechien 1.140.000 CZK 41.484 EUR
Ungarn 8.800.000 HUF 28.306 EUR
Vereinigtes
Königreich
70.000 GBP 90.054 EUR
Zypern 35.000 EUR  

Tab. 5: EU-Lieferschwellen

Prüfen Sie die oben genannten Lieferschwellen regelmäßig auf Aktualität und beachten Sie bei den Angaben in heimischer Währung die Tageskurse. Die angegebenen Werte entsprechen dem Devisenkurs von Anfang Oktober 2014. Aktuelle Informationen zu Lieferschwellen erhalten Sie z.B. bei Ihrer Industrie- und Handelskammer.

Tipp: Informationen des Bundesamts für Steuern

Steuerliche Informationen zu den europäischen Lieferländern sowie USA und Japan finden Sie zum Beispiel auf der Website des Bundeszentralamts für Steuern.

Daten-Export

plentymarkets ermöglicht es Ihnen, alle Buchungen der erstellten Warenausgangsrechnungen und Gutschriften an ein DATEV-konformes Buchhaltungsprogramm (DATEV-Schnittstelle) zu übergeben. Um die weitere Verarbeitung so einfach und zeitsparend wie möglich zu gestalten, vergibt plentymarkets direkt die gewünschten Buchungsschlüssel, Debitorkonten und Erlöskonten. Grundlage dafür bilden die Einstellungen im Menü Einstellungen » Mandant (Shop) » Shop wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung » Tab: Konten.

Nachdem alle Konten und Buchungsschlüssel hinterlegt wurden, nehmen Sie im Menü Datenaustausch » Daten-Export verschiedene Daten-Exporte vor.

Die folgenden FiBu-Lösungen wurden von uns getestet und können die Vorgänge verarbeiten:

Nach oben