Migrationsleitfaden - plentymarkets 7

Diese Seite enthält wichtige Informationen zur Migration auf plentymarkets 7. Für plentymarkets 7 wurde die Artikelarchitektur grundlegend überarbeitet. Die neue Architektur wird auf dieser Seite kurz erläutert und ein Ausblick auf die weiteren Verbesserungen gegeben, die sich zurzeit noch in der Umsetzung befinden. Des Weiteren wird der Ablauf der Migration beschrieben. Sie erfahren, welche Vorbereitungen Sie treffen müssen, um Ihr System für die Migration vorzubereiten. Beachten Sie, dass eine Migration nicht rückgängig gemacht werden kann. Wenn Sie die hier beschriebenen Vorbereitungen nicht treffen, kann dies einen erheblichen Korrekturaufwand für Sie nach der Migration bedeuten. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Verlust von Daten kommen. Lesen Sie daher die folgenden Informationen aufmerksam und bereiten Sie Ihre Daten wie hier beschrieben für die Migration vor.

plentymarkets 7 ist nicht mit dem shopware Connector kompatibel

plentymarkets 7 ist aktuell nicht mit dem shopware Connector kompatibel. Wenn Sie den shopware Connector verwenden, ist daher ein Wechsel auf plentymarkets 7 zurzeit nicht möglich.

 

Überblick der neuen Artikelarchitektur

In der neuen Artikelarchitektur ist ein Artikel der vollständige Datensatz einer Hauptvariante sowie sämtlicher dazugehöriger Varianten. Ein Artikel besteht also aus globalen Daten, die für alle Varianten des Artikels gelten (Artikeldaten), und aus Daten, die pro Variante verwaltet werden (Variantendaten).

Artikeldaten:

  • Globale Einstellungen (Zustand, Hersteller, Altersfreigabe, etc.)
  • Texte
  • Merkmale
  • Cross-Selling-Einstellungen

Variantendaten:

  • Bilder
  • Marktplatz-Sichtbarkeit
  • Verkaufspreise
  • Barcodes
  • Einheiten
  • Lager
  • Bestand
  • Kategorien
  • Lieferanten

Jeder Artikel verfügt über eine nicht löschbare Hauptvariante. Diese Hauptvariante ist nicht identisch mit dem Artikel, sondern unterscheidet sich von den anderen möglichen Varianten eines Artikels lediglich dadurch, dass Eigenschaften von ihr an weitere Varianten des Artikels vererbt werden können. Die Hauptvariante kann selbst eine kaufbare Variante sein oder als virtuelle Variante dienen, um die weiteren Varianten des Artikels zu verwalten.

Bild 1 zeigt eine schematische Darstellung der Artikelarchitektur in plentymarkets 7.

Bild 1: Aktueller Stand der neuen Artikelarchitektur

Die neue Artikelarchitektur bietet zahlreiche Vorteile. Wichtigstes Ziel war noch mehr Flexibilität bei der Verwaltung und Pflege der Preise, der Artikeldaten und vor allem auch der Varianten. Eine kurze Übersicht der Neuerungen und Vorteile finden Sie nachfolgend.

  • Die Preissets mit den Preisspalten wurden durch Verkaufspreise ersetzt. Diese Verkaufspreise werden zentral definiert und verwaltet und Varianten zugewiesen. Dieses Konzept vereinfacht die Pflege Ihrer Preise und bietet Ihnen gleichzeitig deutlich mehr Flexibilität bei der selektiven Preisgestaltung. Beispielsweise werden die Mengenrabattstaffeln von Artikeln und Kundenklassen zu Verkaufspreisen migriert. Dies erlaubt Ihnen noch mehr Flexibilität bei der Preisstaffelung.
  • Mehr Flexibilität bei der Arbeit mit Varianten. Anders als bisher können für Varianten eigene Werte z.B. für Maße und Gewichte, Versandkosten, sonstige Kosten und Lieferanten hinterlegt werden. Um den Pflegeaufwand bei sehr ähnlichen Varianten zu minimieren, haben wir gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen, Daten von der Hauptvariante an die Varianten zu vererben.
  • Vererbung bestimmter Artikeldaten der Hauptvariante an die dazugehörigen Varianten. Damit reduzieren Sie Ihren Pflegeaufwand, ohne Abstriche bei der Flexibilität zu machen. Die Vererbung ermöglicht es Ihnen, Varianteneigenschaften zentral an der Hauptvariante zu verwalten und so die Werte vieler Varianten gleichzeitig zu aktualisieren. Beim Erstellen von Varianten werden viele Einstellungen der Hauptvariante automatisch auf die Varianten übertragen. Auch bei einer späteren Bearbeitung der Hauptvariante erben die Varianten automatisch die neuen Einstellungen, wenn die Vererbung aktiviert ist. Gleichzeitig können Sie die Vererbung jedoch auch an der Variante deaktivieren und so individuelle Einstellungen vornehmen.
  • Artikelsets, d.h. Artikelgruppen, bei denen die Basisartikel im Bestellprozess wählbare Varianten haben können

Ausblick

plentymarkets setzt auf agile Softwareentwicklung. Das bedeutet, dass Neuerungen nicht wie in klassischen Entwicklungszyklen als "große Würfe" veröffentlicht werden. Stattdessen werden Projekte in kleinere Einzelprojekte bzw. Inkremente heruntergebrochen, die in kürzeren, aber regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Da die Artikelstruktur fast alle anderen Bereiche von plentymarkets beeinflusst, stellt in diesem Fall das kleinstmögliche Inkrement dennoch eine umfassende Umstrukturierung dar. Trotzdem setzen wir beim Artikelumbau auf agile Softwareentwicklung und stellen in der aktuellen Version einen ersten Zwischenstand vor. Er erlaubt Ihnen, sich mit der neuen Struktur vertraut zu machen, während wir weitere Verbesserungen planen und nach und nach auf agile Weise veröffentlichen. Für die nächsten Inkremente haben wir uns folgende Themen vorgenommen:

  • Pflege von Namen, Kurzbeschreibung, Beschreibung etc. pro Variante und ggf. auch pro Variante und Mandant
  • Definition von Merkmalen pro Variante
  • Pflege von Preisen pro Kunde

Bild 2 zeigt das Ziel die Datenpflege auf Variantenebene auf die Artikeltexte und Merkmale zu erweitern.

Bild 2: Ausblick, Datenpflege auf Variantenebene

Migration

Im folgenden Kapitel wird beschrieben, wie Ihre Daten in die neue Artikelarchitektur migriert werden. Zur besseren Übersichtlichkeit ist diese Migrationsbeschreibung in die Unterbereiche Artikeldaten und Preisspalten unterteilt. In beiden Bereichen sind teilweise Vorarbeiten Ihrerseits erforderlich. Diese Vorarbeiten werden in diesem Kapitel nur kurz umrissen, eine genau Anleitung finden Sie im Kapitel Vorbereitungen im Detail.

Migration der Artikeldaten

Migrationsmuster

Die Migration der Artikeldaten in die neue Artikelarchitektur erfolgt grundsätzlich nach dem folgenden Muster:

Migrierter Datentyp Verhalten Ausnahmen
Stammartikel (Artikel ohne Varianten) ⇒ Hauptvariante Einstellungen bzw. Daten des Artikels werden übernommen.  
Variante ⇒ Variante Einstellungen bzw. Daten der Variante werden übernommen.  
Varianten ohne Einstellungen
⇒ Variante
Einstellungen bzw. Daten der Hauptvariante werden übernommen. Artikel-/Variantennummer wird nur einmal vergeben.
Für alle weiteren Varianten werden neue Variantennummern generiert (siehe unten).

Tab. 1: Migration von Artikeldaten

Nicht alle Datenformate werden migriert

Aufgrund der neuen Artikeldatenstruktur werden nicht alle Item-Datenformate des Menüs Datenaustausch » Dynamischer Export migriert. Nicht kompatible Datenformate werden bei der Migration entfernt.

Ausnahme: Artikel-/Variantennummern

In der neuen Artikelarchitektur ist die Variantennummer systemweit eindeutig. Bei der Migration werden daher in bestimmten Fällen neue Variantennummern vergeben. Die Migration läuft nach dem folgenden Muster ab:

Einstellung Artikel-/Variantennummer
Neuer Pfad Artikel » Artikel bearbeiten » Artikel öffnen » Tab: Varianten-ID » Tab: Einstellungen
Sonderfall 1:
Artikel/Varianten ohne Artikel-/Variantennummer
Pro Variante wird eine neue, eindeutige Variantennummer generiert. Diese Variantennummer wird nach dem Muster aus Präfix und nächster Variantennummer vergeben, das vor der Migration im Menü Einstellungen » Artikel » Grundeinstellungen über die Einstellungen Präfix für neue Variantennummern (ab plentymarkets 7) und Nächste Variantennummer (ab plentymarkets 7) festgelegt wurde.
Sonderfall 2:
Artikel/Varianten mit gleicher Artikel-/Variantennummer
Die zuerst migrierte Variante übernimmt die Artikel-/Variantennummer. Für alle weiteren Varianten wird eine neue, eindeutige Variantennummer generiert. Diese Variantennummer wird nach dem Muster vergeben, das vor der Migration in den Migrationseinstellungen des Menüs Einstellungen » Grundeinstellungen » Migration über die Einstellung Doppelte Nummern festgelegt wurde.
Sonderfall 3:
Artikel mit mehreren Preissets
Aus einer Variante können mehrere Varianten entstehen. Bei dem zuerst migrierten Preisset übernimmt die Variante die Artikel-/Variantennummer. Für alle weiteren Varianten wird eine neue, eindeutige Variantennummer generiert. Diese Variantennummer wird nach dem Muster vergeben, das vor der Migration in den Migrationseinstellungen des Menüs Einstellungen » Grundeinstellungen » Migration über die Einstellung Doppelte Nummern festgelegt wurde.
Hinweis: Bei der Migration eines Artikels mit mehreren Preissets, in denen Inhalt und Einheit identisch sind, wird nur das erste Preisset migriert.
Vorbereitungen Migrationseinstellungen vornehmen/prüfen.
Einstellungen Präfix für neue Variantennummern (ab plentymarkets 7) und Nächste Variantennummer (ab plentymarkets 7) im Menü Einstellungen » Artikel » Grundeinstellungen festgelegen.
Prüfen, ob es Artikel mit mehreren Preissets gibt, bei denen für mehrere Preissets die gleiche Einheit und der gleiche Inhalt hinterlegt wurden. Einheit und Inhalt der zusätzlichen Preissets ändern.

Tab. 2: Migration der Artikel-/Variantennummern

Besonderheiten

Einheit 1 und Einheit 2

In der neuen Artikelarchitektur werden die Felder Einheit 1 und Einheit 2 durch das Feld Variantenname ersetzt. Wie der Inhalt dieser Felder migriert wird, legen Sie in den Migrationseinstellungen fest. Die Migration erfolgt nach dem folgenden Muster:

Einstellung Einheit 1, Einheit 2
Neuer Pfad Artikel » Artikel bearbeiten » Artikel öffnen » Tab: Varianten-ID » Tab: Einstellungen
Verhalten Abhängig von den gewählten Migrationseinstellungen wird entweder eine der beiden Einheiten verworfen oder beide Felder werden zusammengeführt.
Werden die Felder Einheit 1 und Einheit 2 zum Feld Variantenname zusammengeführt, wird der Inhalt beider Felder mit dem in den Migrationseinstellungen festgelegten Trennzeichen in das Feld Variantenname eingefügt.
Vorbereitungen Einheiten prüfen und Trennzeichen festlegen. Ggf. die Felder Einheit 1 und/oder Einheit 2 ändern.

Tab. 3: Migration der Felder Einheit 1 und Einheit 2

Webshop-Sichtbarkeit

Die Sichtbarkeit im Webshop wird nun über die Mandanten-Sichtbarkeit gesteuert. Es gibt keine zentrale Einstellung mehr, die die Sichtbarkeit des Artikels im Webshop steuert. Stattdessen wird die Mandanten-Sichtbarkeit im Tab Verfügbarkeit der Variante definiert.

Einstellung Webshop-Sichtbarkeit
Neuer Pfad Artikel » Artikel bearbeiten » Artikel öffnen » Tab: Varianten-ID » Tab: Verfügbarkeit
Vorbereitungen Keine

Tab. 4: Migration der Webshop-Verfügbarkeit

GTIN1 bis GTIN4, ISBN

In der neuen Artikelarchitektur werden GTIN und ISBN als Barcode-Definitionen hinterlegt. Eine Begrenzung der Anzahl von GTIN/ISBN gibt es nicht mehr. Sie können also pro Variante beliebig viele Barcode-Definitionen hinterlegen. Bei der Migration werden fünf Barcode-Definitionen angelegt, um die derzeitigen GTINs und ISBN abzubilden. Die Migration erfolgt nach dem folgenden Muster:

Einstellung GTIN1 bis GTIN4, ISBN
Neuer Pfad Artikel » Artikel bearbeiten » Artikel öffnen » Tab: Varianten-ID » Tab: Einstellungen
Verhalten Artikel: Vorhandene GTIN1 bis GTIN4 und ISBN werden als Barcodes der Hauptvariante angelegt.
Varianten: Vorhandene GTIN1 bis GTIN4 werden als Barcodes der Variante angelegt. Für Varianten ohne GTIN wird kein Barcode angelegt, d.h., die GTINs des Artikels werden nicht berücksichtigt.
Zuordnung der vorhandenen GTINs bei der Migration:
GTIN13, wenn 13 Zeichen und nur Ziffern
UPC, wenn 12 Zeichen und nur Ziffern
GTIN128 bei sonstiger Länge und nur Ziffern
Code128 bei allen anderen Zeichenlängen, die mindestens ein Zeichen enthalten, das keine Ziffer ist
Vorbereitungen Keine

Tab. 5: Migration von GTIN1 bis GTIN4/ISBN

Migration der Preisspalten

Die bisherigen Preissets mit Preisspalten werden in der neuen Artikelarchitektur durch Verkaufspreise ersetzt. Diese Verkaufspreise werden im Menü Einstellungen » Artikel » Verkaufspreise definiert. An den Varianten werden die Preise in den verschiedenen Verkaufspreisen hinterlegt. Die neuen Verkaufspreise setzen sich aus folgenden Einstellungen zusammen:

  • Herkunft
  • Währung
  • Kundenklasse
  • Mandant (Shop)
  • Amazon-Konten
  • eBay-Konten
  • Lieferland
  • Preistyp
  • Artikelmenge, ab der der Preis gilt

Den eigentlichen Preis, also Betrag, für einen Verkaufspreis tragen Sie an den Varianten ein. Bisher wurden Preise aus einer Kombination von Einstellungen in verschiedenen Bereichen errechnet (Tabelle 6). Aus diesen Einstellungen werden nun Ihre neuen Verkaufspreise erstellt. Die Anzahl der erstellten Verkaufspreise ist also von der Komplexität der bisherigen Einstellungen abhängig. Bei der Migration werden die Preisspalten mit der folgenden Priorität analysiert, um die neuen Verkaufspreise zu ermitteln:

Prio Preisspalten-Definition Erläuterung Vorbereitungen
1 Einstellungen » Aufträge » Auftragsherkunft Preisspalte der Auftragsherkunft hat höchste Priorität für Herkünfte größer/gleich 2.0.
Ausnahme: Herkünfte mit konten-/plattformabhängigen Preisspalten, z.B. eBay, Amazon
  • Eingestellte Preisspalten im Menü Auftragsherkunft mit der am Marktplatz hinterlegten Preisspalte vergleichen und ggf. vereinheitlichen.
    Fallback: Bei Herkünften mit eigenen Preisspalten bei den Einstellungen (z.B. Shopgate), bei denen der Standardpreis eingestellt ist, wird, wenn unter Einstellungen » Aufträge » Auftragsherkünfte eine Preisspalte explizit angegeben ist, diese Einstellung und nicht der Standardpreis herangezogen.
2 Einstellungen » Aufträge » Zahlung » Währungen Option Währungsumrechnung beachten:
Verwende Preisspalte = Betrag in der Preisspalte wird übernommen.
Live-Umrechnung = Betrag in der Preisspalte wird mit aktuellem Wechselkurs umgerechnet.
  • Einstellung Währungsumrechnung aller Mandanten prüfen. Haben verschiedene Mandanten verschiedene Einstellungen, prüfen, ob es sinnvoll ist, diese Einstellung zu vereinheitlichen, um die Anzahl der neu erstellten Verkaufspreise zu reduzieren.
  • Bei Mandanten mit Einstellung "Verwende Preisspalte":
    Prüfen, welche Preisspalten im Menü Einstellungen » Aufträge » Zahlung » Währungen mit Währungen verknüpft sind. Sicherstellen, dass an allen Artikeln in diesen Preisspalten Beträge hinterlegt sind.
    Wichtig: Ist kein Betrag hinterlegt, wird bei gleicher Währung der Standardpreis der Variante übernommen. Je nach Wechselkurs kann dies zu stark abweichenden neuen Preisen führen.
3 Einstellungen » Kunden » Kundenklassen Greift, wenn Preisspalten für Auftragsherkunft und Währungen keine Rolle spielen.
Hinweis: Mengenrabatte werden ab sofort nicht mehr bei den Kundenklassen, sondern als Verkaufspreise definiert.
  • Pro vorhandene und benutzte Sichtbarkeit (Zeige jedem, Nur B2C-Kunden, Nur B2B-Kunden) wird ein Verkaufspreis pro Preisspalte angelegt. Daher Einstellung Preissichtbarkeit in Bezug auf die Kundenklassen prüfen.
4 Einstellungen » Mandant (Shop) » Mandant wählen » Webshop » Grundeinstellungen Greift nur, wenn keine anderen Einstellungen höhere Priorität haben.
  • Eingestellte Preisspalten in den Bereichen Herkunft, Währung, Kundenklasse, Mandant (Shop) prüfen. Ist dieselbe Preisspalte in mehr als einem Bereich eingestellt, werden diese Einstellungen kombiniert. Diese Kombinationen dahingehend prüfen, dass sich daraus kein unerwünschtes neues Verhalten ergibt.

Tab. 6: Priorität bei der Erstellung von Verkaufspreisen

Die Preisspalten werden einzeln zu Verkaufspreisen migriert. Zunächst wird dabei der Standardpreis mit den vorhandenen Einstellungskombinationen anhand der oben beschriebenen Priorität migriert und daraus die relevanten Verkaufspreise erstellt. Danach werden alle weiteren benutzten Preisspalten, d.h. Preisspalte 1, Preisspalte 2 etc., einzeln migriert. Preisspalten, die nirgendwo genutzt werden und in keinem Artikel einen Preis enthalten, werden nicht migriert.

Vorbereitungen im Detail

Tipp: Artikeldaten prüfen und ggf. aktualisieren

Prüfen Sie vor der Migration die Aktualität Ihrer Artikeldaten. Löschen Sie alte Artikel und prüfen Sie vor allem die Preise. Dies vereinfacht die Datenmigration und reduziert Ihren Pflegeaufwand nach der Migration.

Für eine reibungslose Migration Ihrer Artikeldaten müssen Sie die in diesem Kapitel beschriebenen Vorbereitungen treffen. Führen Sie diese Vorbereitungen unbedingt vor der Migration Ihrer Artikeldaten aus, da sonst ein hoher Korrekturaufwand nach der Migration entsteht. Es kann sogar der Verlust von Daten die Folge sein.

Die hier beschriebenen Einstellungen und Vorbereitungen nehmen Sie bereits vor der Migration in Ihrer aktuellen plentymarkets 6 Version vor.

Systemeinstellungen vor dem Wechsel auf plentymarkets 7

Migrationseinstellungen vornehmen

Nehmen Sie die folgenden Migrationseinstellungen vor, bevor Sie auf plentymarkets 7 wechseln.

Migrationseinstellungen vornehmen:
  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Grundeinstellungen » Migration.
  2. Klappen Sie Artikel (Einstellungen für den Wechsel auf plentymarkets 7) auf.
    → Die Migrationseinstellungen werden eingeblendet.
  3. Nehmen Sie die Einstellungen vor. Beachten Sie Tabelle 7.
  4. Speichern Sie die Einstellungen.
Einstellung Erläuterung
Hauptvariante erstellen Wählen, ob für Artikel mit Varianten eine Hauptvariante aus den Artikeldaten erstellt werden soll.
Ja (Standardeinstellung) = Eine zusätzliche Variante wird erstellt, an der die Artikeldaten hinterlegt werden. Diese Variante wird zur Hauptvariante.
Beispiel: Aus 1 Artikel mit 4 Varianten werden nach der Migration 5 Varianten. Der ehemalige Artikel wird zur Hauptvariante.
Nein = Die am Artikel gespeicherten Daten werden verworfen.
Beispiel: Aus 1 Artikel mit 4 Varianten werden nach der Migration 4 Varianten. Eine der ehemaligen Varianten wird zur Hauptvariante.
Wichtig: Bei Auswahl der Option Nein werden die Artikeldaten nicht migriert. Die Daten werden verworfen. Bei Marktplätzen (z.B. Amazon, Zalando, Allyouneed) mit einer Parent-Child-Artikelbeziehung findet kein Abgleich zwischen plentymarkets und dem Marktplatz statt. Wir empfehlen daher die Standardeinstellung Ja.
Zusammenführung Einheit 1 + 2 Felder Einheit 1 und Einheit 2 werden bei der Migration zum Feld Variantenname zusammengefasst.
Wählen, wie die Einheiten migriert werden sollen:
Einheit 1 + Einheit 2 = Inhalt der Felder wird in der Reihenfolge Einheit 1 Einheit 2 zusammengefasst. Trennzeichen mit Option Trennzeichen bei Zusammenfassen Einheit 1 + 2 festlegen.
Einheit 2 + Einheit 1 = Inhalt der Felder wird in der Reihenfolge Einheit 2 Einheit 1 zusammengefasst. Trennzeichen mit Option Trennzeichen bei Zusammenfassen Einheit 1 + 2 festlegen.
Einheit 1 = Nur Inhalt der Felder Einheit 1 wird migriert. Inhalt der Felder Einheit 2 wird nicht migriert.
Einheit 2 = Nur Inhalt der Felder Einheit 2 wird migriert. Inhalt der Felder Einheit 1 wird nicht migriert.
Trennzeichen für Zusammenführung Einheit 1 + 2 Bei Auswahl der Optionen Einheit 1 + Einheit 2 oder Einheit 2 + Einheit 1:
Trennzeichen eingeben, die zwischen den beiden Einheiten eingefügt werden sollen. Als Trennzeichen können beliebe Kombinationen aus Leerzeichen, Zeichen (Komma, Semikolon, Schrägstrich etc.) und Buchstaben eingegeben werden.
Hinweis: Der Inhalt des Felds wird direkt übernommen, Leerzeichen müssen also eingegeben werden, wenn sie als Bestandteil der Trennzeichen eingefügt werden sollen.
Doppelte Nummern In plentymarkets 7 ist die Variantennummer systemweit eindeutig. Bei doppelt vergebenen Artikel-/Variantennummern übernimmt die zuerst migrierte Variante die vorhandene Nummer. Für alle weiteren Varianten wird eine neue, eindeutige Variantennummer vergeben. Festlegen, nach welchem Muster diese Variantennummern vergeben werden sollen.
Neue Nummer generieren = Die zuerst migrierte Variante übernimmt die Artikel-/Variantennummer. Für die weiteren Varianten werden neue Nummern generiert. Im Menü Einstellungen » Artikel » Grundeinstellungen das Muster aus Präfix und nächster Variantennummer festlegen, nach dem diese Nummern generiert werden sollen.
Vorhandene durch Counter eindeutig machen = Die zuerst migrierte Variante übernimmt die Artikel-/Variantennummer. Für alle weiteren Varianten wird an diese Nummer eine aufsteigende Zahl angefügt, um sie eindeutig zu machen.
Beispiel: Die Artikel-/Variantennummer XY12345 befindet sich dreimal im System. Bei der Migration werden drei Varianten angelegt. Diese neuen Varianten haben die Variantennummern XY12345, XY123452 und XY123453.

Tab. 7: Migrationseinstellungen

Muster für neue Variantennummern festlegen

Gehen Sie wie unten beschrieben vor, um vor dem Wechsel auf plentymarkets 7 festzulegen, nach welchem Muster neue Variantennummern erstellt werden sollen.

  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Artikel » Grundeinstellungen.
  2. Nehmen Sie Einstellungen für Präfix für neue Variantennummern (ab plentymarkets 7) und Nächste Variantennummer (ab plentymarkets 7) vor. Beachten Sie Tabelle 8.
  3. Speichern Sie die Einstellungen.
Einstellung Erläuterung
Präfix für neue Variantennummern (ab plentymarkets 7) Präfix eingeben, das beim Generieren neuer Variantennummern vorangestellt werden soll.
Hinweis: Einstellung greift erst ab plentymarkets 7.
Nächste Variantennummer (ab plentymarkets 7) Variantennummer eingeben, die als Nächstes vergeben werden soll. Alle weiteren neuen Variantennummern werden aufsteigend ab dieser Nummer generiert.
Die angezeigte nächste Variantennummer wird aktualisiert, sobald eine neue Variantennummer generiert wurde. Es wird also immer die Variantennummer angezeigt, die beim Erstellen der nächsten Variante vergeben wird.
Hinweis: Einstellung greift erst ab plentymarkets 7.

Tab. 8: Muster für nächste Variantennummer

Artikeldaten

SKUs vorbereiten

Damit bestehende SKUs für Amazon in plentymarkets 7 überführt werden, muss vor der Migration ein einmaliger manueller Datenexport für alle Artikel durchgeführt werden. Über den Datenexport werden bestehende SKUs in einer temporären Tabelle gespeichert und während der Migration aus dieser Tabelle in plentymarkets 7 gezogen. Wir empfehlen Ihnen, einen manuellen Datenexport durchzuführen, da beim automatischen Datenexport nicht gewährleistet werden kann, dass alle SKUs für amazon übertragen werden.

Einheiten prüfen

Bei der Migration der Preissets stellen die Einheiten eine Besonderheit dar und erfordern daher Ihre Aufmerksamkeit.

Felder "Einheit 1" und "Einheit 2" prüfen

Die Felder Einheit 1 und Einheit 2 werden in der neuen Artikelarchitektur durch das Feld Variantenname ersetzt. In den Migrationseinstellungen legen Sie fest, ob der Inhalt nur eines oder beider Felder migriert wird. Sollen beide Felder migriert werden, geben Sie die Trennzeichen ein, die bei der Migration zwischen den Einheiten eingefügt werden sollen. Prüfen Sie daher vor der Migration, welche Trennzeichen geeignet sind, damit der zusammengesetzte Variantenname, der sich hieraus ergibt, Ihren Anforderungen entspricht. Passen Sie ggf. den Inhalt der Felder Einheit 1 und/oder Einheit 2 an.

Alt Neu
Einheit 1: 50 g
Einheit 2: 60,00 € je 1000 g
Zusammenführung Einheit 1 + 2: Einheit 1 + Einheit 2
Trennzeichen für Zusammenführung Einheit 1 + 2: "; " (d.h. Semikolon+Leerzeichen)
Variantenname: 50 g; 60,00 € je 1000 g

Tab. 10: Beispiel für Migration der Felder Einheit 1 und Einheit 2

Felder "Einheit" und "Inhalt" prüfen

In der alten Artikelarchitektur wurden Artikel durch eine SKU, die sich aus Artikel-ID, Preis-ID und Varianten-ID zusammensetzte, eindeutig gekennzeichnet. In der neuen Architektur wird die Varianten-ID zum eindeutigen Bezeichner. In der neuen Architektur darf allerdings eine Variante in der Konstellation AttributeValueSetID + Einheit + Inhalt nur einmal vorkommen. Bei der Migration von Artikeln mit mehreren Preissets, in denen Inhalt und Einheit identisch sind, wird nur das erste Preisset migriert. Alle weiteren Preissets des Artikels verfallen. Prüfen Sie daher, ob es Artikel mit mehreren Preissets gibt, bei denen für mehrere Preissets die gleiche Einheit und der gleiche Inhalt hinterlegt wurden. Ändern Sie die Einheit und den Inhalt der zusätzlichen Preissets.

Das folgende Beispiel verdeutlicht die vor der Migration erforderlichen Anpassungen anhand von Zigarillopackungen.

Preisset 1 Preisset 2
Packung mit 20 Zigarillos Packung mit 5 Zigarillos
Preis: 5,80 Euro Preis: 1,80 Euro
Einheit: Päckchen Einheit: Päckchen
Inhalt: 1 Inhalt: 1
Einheit 1: 20 Einheit 1: 5
Einheit 2: Zigarillos Einheit 2: Zigarillos

Tab. 11: Beispiel für identische Inhalte bei Inhalt und Einheit

In diesem Beispiel ist es sinnvoll, die Einheit auf Stück und als Inhalt für das Preisset 1 20 und für das Preisset 2 5 einzugeben. Den Inhalt der Felder Einheit 1 und Einheit 2 löschen Sie. Der neue Datensatz sieht dann wie folgt aus:

Preisset 1 Preisset 2
Packung mit 20 Zigarillos Packung mit 5 Zigarillos
Preis: 5,80 Euro Preis: 1,80 Euro
Einheit: Stück Einheit: Stück
Inhalt: 20 Inhalt: 5
Einheit 1: Einheit 1:
Einheit 2: Einheit 2:

Tab. 12: Beispiel für angepasste Inhalte bei Inhalt und Einheit

Vorgehensweise

Prüfen Sie, ob es Artikel mit mehreren Preissets gibt, bei denen für mehrere Preissets die gleiche Einheit und der gleiche Inhalt hinterlegt sind. Führen Sie dazu einen dynamischen Export mit dem Datenformat ItemPrice aus. Gehen Sie dazu wie unten beschrieben vor.

Einheiten prüfen:
  1. Öffnen Sie das Menü Datenaustausch » Export » Dynamischer Export.
  2. Erstellen Sie ein neues Datenformat des Datenformat-Typs ItemPrice.
    → Die empfohlenen Einstellungen für Datenfelder und Aktionen entnehmen Sie Tabelle 13.
  3. Exportieren Sie das Datenformat.
  4. Sortieren Sie die exportierten Daten nach der Spalte ItemID, um Artikel mit mehreren Preissets zu ermitteln.
  5. Prüfen Sie bei allen Artikeln mit mehreren Preissets den Inhalt der Felder Inhalt und Einheit.
    ❏ Ist der Inhalt der Spalten Unit und Lot bei mehreren Preissets identisch?
  6. Passen Sie den Inhalt der Spalten bei identischem Inhalt an (siehe Beispiel oben).
  7. Prüfen Sie nun für alle Artikel den Inhalt der Spalten Unit 0 und Unit 1.
    ❏ Benötigen Sie den Inhalt beider Spalten?
    ❏ Wenn ja, können diese Felder ohne Änderungen in einem Feld zusammengeführt werden?
    ❏ Welche Reihenfolge ist geeignet? Einheit 1 + Einheit 2 oder Einheit 2 + Einheit 1?
    ❏ Welche Trennzeichen sind geeignet, um den Inhalt zusammenzuführen?
  8. Passen Sie den Inhalt der Spalten ggf. so an, dass sie zusammengeführt eine sinnvolle Einheit ergeben.
  9. Speichern Sie die Änderungen an der CSV-Datei.
  10. Importieren Sie die CSV-Datei zurück in plentymarkets, wenn Sie Änderungen vorgenommen haben.
  11. Nehmen Sie im Menü Einstellungen » Grundeinstellungen » Migration geeignete Einstellungen für die Optionen Zusammenführung Einheit 1 + 2 und Trennzeichen für Zusammenführung Einheit 1 + 2 vor.
Feld Aktion Erläuterung
ItemID Abgleich Artikel-ID
PriceID Abgleich ID des Preissets
Hinweis: Aktion Abgleich wählen, da sonst pro Artikel nur Preisset 1 exportiert wird.
Position Keine Sortierung mehrerer Preissets
Price Import Preis des Artikels
Price1 bis Price12 Import Preis 1 bis Preis 12 des Artikels
Unit Import Standard-Einheit
Lot Import Inhalt; definiert die Verpackungseinheiten von "unit", die pro Einheit enthalten sind
Unit0 Import Einheit 1
Unit1 Import Einheit 2

Tab. 13: Datenfelder Datenformat ItemPrice

Kategorieverknüpfungen prüfen

In plentymarkets 7 müssen Artikel mit mindestens einer Kategorie verknüpft sein. Artikel, die nicht mit einer Kategorie verknüpft sind, werden nicht im Webshop angezeigt. Stellen Sie daher vor der Migration sicher, dass alle Artikel mit einer Kategorie verknüpft sind. Gehen Sie wie unten beschrieben vor, um zu prüfen, ob alle Artikel mit Kategorien verknüpft sind.

Kategorieverknüpfungen prüfen:
  1. Öffnen Sie das Menü Datenaustausch » Export » Dynamischer Export.
  2. Erstellen Sie ein neues Datenformat des Datenformat-Typs ItemCategories.
    → Die empfohlenen Einstellungen für Datenfelder und Aktionen entnehmen Sie Tabelle 14.
  3. Exportieren Sie das Datenformat.
  4. Prüfen Sie die Werte in der Spalte Categories.
    ❏ Ist für alle Artikel eine Kategorie-ID hinterlegt?
  5. Geben Sie in leere Felder eine Kategorie-ID ein.
  6. Speichern Sie Ihre Änderungen an der CSV-Datei.
  7. Importieren Sie die CSV-Datei zurück in plentymarkets, wenn Sie Änderungen vorgenommen haben.
Feld Aktion Erläuterung
Categories Import Kategorie-IDs
CategoryNames Keine Kategorienamen
ItemID Keine Artikel-ID

Tab. 14: Datenfelder Datenformat ItemCategories

Preisspalten

Preisspalten-Kombinationen prüfen

Bei der Migration werden die verschiedenen Einstellungen für Preisspalten kombiniert, um die neuen Verkaufspreise zu bilden. Prüfen Sie daher vor der Migration die in den Bereichen Auftragsherkunft, Währungen, Kundenklassen und Mandant (Shop) hinterlegten Preisspalten. Ist dieselbe Preisspalte in mehr als einem Bereich eingestellt, kann sich aus dieser Kombination ein unerwünschtes neues Verhalten ergeben. Prüfen Sie daher die Logik dieser Kombinationen. Gehen Sie dazu wie unten beschrieben vor.

Preisspalten-Kombinationen prüfen:
  1. Öffnen Sie die in Tabelle 15 aufgeführten Menüs.
  2. Notieren Sie sich die dort hinterlegten Preisspalten.
  3. Vergleichen Sie die notierten Preisspalten.
    ❏ Ist dieselbe Preisspalte in mehr als einem Bereich eingestellt?
    ❏ Entspricht die Logik, die sich aus dieser Kombination ergibt, Ihren Anforderungen?
  4. Passen Sie die Einstellungen bei Bedarf an.
Pfad Erläuterung
Einstellungen » Aufträge » Auftragsherkunft Einstellung in Spalte Preisspalte aller Herkünfte prüfen.
Einstellungen » Aufträge » Zahlung » Währungen Einstellung in Dropdown-Menü Preisspalte aller Währungen prüfen.
Einstellungen » Kunden » Kundenklassen Einstellung Preisspalte aller Kundenklassen prüfen.
Einstellungen » Mandant (Shop) » Mandant wählen » Webshop » Grundeinstellungen Einstellung Preisspalte aller Mandanten prüfen.

Tab. 15: Menüpfade für Preisspalten

Währungseinstellungen prüfen

Währungsumrechnung bei mehreren Mandanten

Bei der Migration der Preissets werden unter Umständen viele Verkaufspreise angelegt. Wenn Sie mit mehreren Mandanten arbeiten, sollten Sie vor der Migration die Einstellung Währungsumrechnung aller Mandanten prüfen. Wenn bei einigen Mandanten die Einstellung Verwende Preisspalte und bei anderen die Einstellung Live-Umrechnung eingestellt ist, prüfen Sie, ob diese Einstellungen korrekt sind. Vereinheitlichen Sie wenn sinnvoll die Einstellungen, um die Anzahl der neu erstellten Verkaufspreise zu reduzieren. Folgendes Vorgehen wird empfohlen.

Währungseinstellungen prüfen:
  1. Öffnen Sie die Menüs Einstellungen » Mandant (Shop) » Mandant wählen » Webshop » Währung aller Mandanten.
  2. Notieren Sie sich die Einstellung bei Währungsumrechnung aller Mandanten.
  3. Vergleichen Sie die Einstellungen.
    ❏ Entsprechen die Einstellungen Ihren Anforderungen?
  4. Vereinheitlichen Sie wenn sinnvoll die Einstellungen.
    → Wenn Sie Änderungen an der Einstellung Währungsumrechnung vornehmen, müssen Sie auch die damit verbundenen Preise anpassen.
Währungseinstellungen bei Mandanten mit Einstellung "Verwende Preisspalte"
Nur bei Mandanten mit der Einstellung "Verwende Preisspalte"

Die Währungseinstellungen müssen Sie nur prüfen, wenn Sie Mandanten haben, bei denen im Menü Einstellungen » Mandant (Shop) » Mandant wählen » Webshop » Währung die Option Währungsumrechnung auf Verwende Preisspalte steht.

Für Mandanten mit der Einstellung Verwende Preisspalte prüfen Sie nun, welche Preise im Menü Einstellungen » Aufträge » Zahlung » Währungen mit Währungen verknüpft sind. Stellen Sie dann sicher, dass an allen Artikeln für diese Preise Beträge hinterlegt sind. Ist kein Betrag hinterlegt, wird der Standard-Preis der Variante übernommen. Die Währung bleibt jedoch gleich. Je nach Wechselkurs kann dies zu stark abweichenden Preisen führen. Gehen Sie wie unten beschrieben vor, um die Einstellungen zu prüfen.

Währungseinstellungen bei Mandanten mit Einstellung "Verwende Preisspalte" prüfen:
  1. Öffnen Sie die Menüs Einstellungen » Mandant (Shop) » Mandant wählen » Webshop » Währung aller Mandanten.
  2. Notieren Sie sich die Mandanten mit der Einstellung "Verwende Preisspalte" für die Option Währungsumrechnung.
  3. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Aufträge » Zahlung » Währungen.
  4. Notieren Sie sich die Währungen, denen ein anderer Preis als der Standardpreis zugeordnet wurde, und den zugeordneten Preis.
  5. Öffnen Sie das Menü Datenaustausch » Export » Dynamischer Export.
  6. Erstellen Sie ein neues Datenformat des Datenformat-Typs ItemPrice.
    → Die empfohlenen Einstellungen für Datenfelder und Aktionen entnehmen Sie Tabelle 16a.
  7. Exportieren Sie das Datenformat.
  8. Erstellen Sie ein neues Datenformat des Datenformat-Typs Item.
    → Die empfohlenen Einstellungen für Datenfelder und Aktionen entnehmen Sie Tabelle 16b.
  9. Öffnen Sie beide CSV-Dateien.
  10. Filtern Sie die Daten der Datei Item nach den gesuchten Mandanten (Spalte ItemStoreIDs).
  11. Filtern Sie die Daten der Datei ItemPrice nach den Preisen, die Sie in Schritt 4 notiert haben.
  12. Vergleichen Sie die gefilterten Artikel-IDs der beiden Dokumente.
  13. ❏ Sind für alle diese Preise Beträge hinterlegt?
    → Sind keine Beträge hinterlegt, wird für den Preis der Standardpreis der Variante übernommen. Die Währung bleibt gleich.
  14. Prüfen Sie für Artikel ohne Beträge, ob der Standardpreis in der eingestellten Währung Ihren Anforderungen entspricht. Hinterlegen Sie sonst den gewünschten Preis in der Datei ItemPrice.
  15. Speichern Sie Ihre Änderungen an der CSV-Datei.
  16. Importieren Sie die CSV-Datei ItemPrice zurück in plentymarkets, wenn Sie Änderungen vorgenommen haben.
Feld Aktion Erläuterung
ItemId Abgleich Artikel-ID
PriceId Abgleich ID des Preissets
Hinweis: Aktion Abgleich wählen, da sonst pro Artikel nur Preisset 1 exportiert wird.
Position Keine Sortierung mehrerer Preissets
Price Import Preis des Artikels
Price1 bis Price12 Import Preis 1 bis Preis 12 des Artikels

Tab. 16a: Datenfelder Datenformat ItemPrice

Feld Aktion Erläuterung
ItemId Abgleich Artikel-ID
ItemStoreIDs Keine IDs der Mandanten

Tab. 16b: Datenfelder Datenformat Item

Preisspalten der Herkünfte abgleichen

Vergleichen Sie die im Menü Einstellungen » Aufträge » Auftragsherkunft hinterlegten Preisspalten mit der Einstellung bei Herkünften mit eigenen Preisspalten und vereinheitlichen Sie diese Einstellungen, wenn sie voneinander abweichen. Diese Herkünfte sind:

  • Amazon
  • Flubit
  • Fruugo
  • eBay
  • Hitmeister
  • Allyouneed
  • Neckermann
  • Otto
  • Shopgate

Fallback: Bei Herkünften mit eigenen Preisspalten an den Einstellungen (z.B. Shopgate), bei denen der Standardpreis eingestellt ist, wird, wenn unter Einstellungen » Aufträge » Auftragsherkünfte eine Preisspalte explizit angegeben ist, diese Einstellung und nicht der Standardpreis migriert.

Gehen Sie wie unten beschrieben vor, um die eingestellten Preisspalten zu prüfen.

Preisspalten der Herkünfte abgleichen:
  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Aufträge » Auftragsherkunft.
  2. Notieren Sie sich die eingestellte Preisspalte für die oben aufgeführten Marktplätze.
  3. Öffnen Sie die in Tabelle 17 aufgeführten Menüs.
    ❏ Stimmen die dort eingestellten Preisspalten mit den notierten Einstellungen überein?
  4. Passen Sie die Einstellungen bei Bedarf an.
  5. Prüfen Sie auch die Preise und passen Sie sie ggf. an, wenn Sie Änderungen an den Einstellungen vornehmen.
Marktplatz Pfad
Amazon Einstellungen » Märkte » Amazon » Grundeinstellungen
Flubit Einstellungen » Märkte » Flubit » Grundeinstellungen
Fruugo Einstellungen » Märkte » Fruugo » Grundeinstellungen
eBay Einstellungen » Märkte » eBay » Grundeinstellungen
Hitmeister Einstellungen » Märkte » Hitmeister » Grundeinstellungen
Allyouneed Einstellungen » Märkte » Allyouneed » Grundeinstellungen
Neckermann Einstellungen » Märkte » Neckermann » Neckermann Österreich Enterprise
Einstellungen » Märkte » Neckermann » Neckermann Österreich Cross-Docking
Otto Einstellungen » Märkte » Otto » Integration
Shopgate Einstellungen » Märkte » Shopgate

Tab. 17: Marktplätze mit eigenen Preisspalten

Preissichtbarkeit in Bezug auf Kundenklassen prüfen

Bei der Migration der Preise wird pro vorhandene und benutzte Sichtbarkeit, d.h. Zeige jedem, Nur B2C-Kunden und Nur B2B-Kunden, ein Verkaufspreis pro Preisspalte angelegt. Es entstehen also bis zu drei Verkaufspreise pro Preisspalte. Prüfen Sie daher vor der Migration die Einstellung Preissichtbarkeit in Bezug auf die Kundenklassen. Gehen Sie dazu wie unten beschrieben vor.

Preissichtbarkeit in Bezug auf Kundenklassen prüfen:
  1. Öffnen Sie das Menü Datenaustausch » Export » Dynamischer Export.
  2. Erstellen Sie ein neues Datenformat des Datenformat-Typs ItemPrice.
    → Die empfohlenen Einstellungen für Datenfelder und Aktionen entnehmen Sie Tabelle 18.
  3. Exportieren Sie das Datenformat.
  4. Prüfen Sie die Werte in der Spalte PriceShowOnly.
    ❏ Ist die Sichtbarkeit auf bestimmte Kundenklassen beschränkt?
    ❏ Entsprechen diese Beschränkungen Ihren Anforderungen?
    ❏ Können Einstellungen vereinheitlicht werden?
  5. Passen Sie ggf. Einstellungen an.
  6. Speichern Sie Ihre Änderungen an der CSV-Datei.
  7. Importieren Sie die CSV-Datei zurück in plentymarkets, wenn Sie Änderungen vorgenommen haben.
Feld Aktion Erläuterung
ItemId Abgleich Artikel-ID
PriceId Abgleich ID des Preissets
Hinweis: Aktion Abgleich wählen, da sonst pro Artikel nur Preisset 1 exportiert wird.
Position Keine Sortierung mehrerer Preissets
Price Import Preis des Artikels
Price1 bis Price12 Import Preis 1 bis Preis 12 des Artikels
PriceShowOnly Import Beschränke Preisset auf:
0 = Alle
1 = B2C-Kunden
2 = B2B-Kunden

Tab. 18: Datenfelder Datenformat ItemPrice

Vorbereitungen für den Datenaustausch via SOAP API

Bevor Sie in plentymarkets 7 die ersten Calls ausführen, müssen Sie einige Parameter zuordnen. Die Vorbereitungen für den Datenaustausch via SOAP API nehmen Sie also erst nach der Migration Ihres Systems auf plentymarkets 7, aber vor der ersten Verwendung der SOAP API vor. plentymarkets 7 bietet Ihnen insgesamt eine größere Flexibilität. So ist z.B. die Anzahl der GTINs nicht mehr begrenzt. GTINs und andere internationale Artikelnummern werden jetzt als Barcodes geführt. Jedoch ist durch diese größere Flexibilität bei Preisen und Barcodes eine pauschale Zuordnung der Parameter nicht möglich. Die Zuordnung nimmt nur einige Minuten in Anspruch und erfolgt im eigens dafür vorgesehen Menü SOAP-Migration.

Die SOAP API-Version 115 wurde für die Arbeit mit plentymarkets 7 angepasst. Wenn Sie in plentymarkets 7 Daten via SOAP austauschen möchten, verwenden Sie deshalb die SOAP API 115.

Preise für SOAP zuordnen

Ihre bisherigen Preise wurden zu Verkaufspreisen migriert. Nach welchem Muster dabei vorgegangen wurde und wie sich die neuen Preise zusammensetzten, wird weiter oben in diesem Leitfaden beschrieben. Ihre Verkaufspreise finden Sie in plentymarkets 7 im Menü Einstellungen » Artikel » Verkaufspreise.

Preise zuordnen:
  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Grundeinstellungen » API » SOAP-Migration
  2. Klappen Sie Preise auf.
  3. Wählen Sie für jeden Preis, den Sie über die SOAP-Schnittstelle austauschen möchten, einen Verkaufspreis.
    → Der interne Name des Verkaufspreises wird im Dropdown-Menü angezeigt.
  4. Speichern Sie die Einstellungen.

Barcodes für SOAP zuordnen

Ihre bisherigen GTINs, ISBNs usw. wurden zu Barcodes migriert. Nach welchem Muster dabei vorgegangen wurde, wird weiter oben in diesem Leitfaden beschrieben. Ihre neuen Barcode-Definitionen finden Sie in plentymarkets 7 im Menü Einstellungen » Artikel » Barcode.

Barcodes zuordnen:
  1. Öffnen Sie das Menü Einstellungen » Grundeinstellungen » API » SOAP-Migration.
  2. Klappen Sie Barcodes auf.
  3. Wählen Sie für jede GTIN, die Sie über die SOAP-Schnittstelle austauschen möchten, einen Barcode.
    → Der Name des Barcodes wird im Dropdown-Menü angezeigt.
  4. Wählen Sie einen Barcode, der als ISBN übertragen werden soll.
  5. Speichern Sie die Einstellungen.

Übersicht der wichtigsten Änderungen

Eine Übersicht der wichtigsten Änderungen finden Sie hier.

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