Diese Kennzahlen zeigen dir das Shoppingverhalten deiner Kunden

Foto Heidi Pfannes
07.04.2016 08:45
von Heidi Pfannes

Je besser du deine Kunden kennst, desto gezielter kannst du ihnen Artikel aus dem Sortiment deines Online-Shops anbieten. Dazu benötigst du einige Kennzahlen, die dir verraten, wie deine Besucher mit deiner Seite interagieren. Daraus ziehst du wichtige, umsatzrelevante Rückschlüsse. Wir erklären dir die wichtigsten Daten, was sie bedeuten und wie du sie nutzt, um deinen Kunden maßgeschneiderte, personalisierte Angebote zu machen.

Kennzahlen

Grundlegende Information: Besucherzahlen

Als erstes benötigst du einen Überblick, wie viele Besucher in deinen Online-Shop kommen. Dies leisten Tools wie Google Analytics, Adobe Marketing Cloud oder die Open-Source-Lösung Piwik. Dein Web-Analytics-Programm verrät dir die Anzahl der „Unique Visits“ bzw. der „Unique Visitors“. Beim Erfassen der Seitenzugriffe, also des Traffics, wird jede IP-Adresse in einem bestimmten Zeitraum nur einmal gezählt, um möglichst genau zu ermitteln, wie viele einzelne Personen sich tatsächlich in deinem Shop umgesehen haben. Für größeren Traffic sorgst du entweder kurzfristig mit Anzeigen (bezahlter Traffic) oder mittel- bis langfristig mit Suchmaschinenoptimierung.

Qualitätsindikator Verweildauer

Die nächste wichtige Kennzahl ist die Verweildauer – also die Zeit, die dein Besucher während einer Session auf deinen Seiten verbringt. Zu einer Session (Sitzung) werden alle Aktionen gezählt, die ein Nutzer auf deiner Webseite ausführt, z. B. die Ansicht deiner Unterseiten oder der Kauf eines Artikels. Die durchschnittliche Verweildauer entspricht der Dauer aller Shop-Besuche in einem bestimmten Zeitraum. Je länger die Verweildauer, desto mehr Zeit verbringen deine (potenziellen) Kunden mit deinen Inhalten und deinem Angebot, desto größer also ihr Interesse an deinem Warensortiment. Anders ausgedrückt: Jede Minute, die ein Besucher länger auf deiner Seite verbringt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er auch etwas bei dir kauft.

Eine längere Verweildauer ist in der Regel Indikator für die hohe Qualität deiner Website – je interessanter deine Artikel und Texte, desto mehr Zeit verbringen deine Besucher wahrscheinlich auf deinen Seiten. Das sieht Google übrigens genauso und bewertet Seiten mit hoher Verweildauer besser. Eine optimale Usability deiner Seite verbessert gleichzeitig die Verweildauer – und du erhöhst in der Folge deine Konversionsrate. In seltenen Fällen steht eine kurze Verweildauer für eine enorm gute Usability. Dann bedeuten kurze Besuche in deinem Online-Shop, dass deine Kunden sofort finden, was sie suchen – und in Rekordzeit auf „Jetzt kaufen“ klicken. Daher der wichtige Hinweis: Betrachte die Kennzahlen nie unabhängig voneinander, sondern immer in Kombination mit anderen Werten.

Mit individuellen Angeboten zu mehr Umsatz

Neben Besucherzahlen und Verweildauer solltest du die Tageszeit erheben, zu der deine Kunden hauptsächlich bei dir einkaufen. Die meisten Käufe werden in den Abendstunden, etwa von 17 bis 21 Uhr, abgewickelt. Die Mittagspause nutzen offenbar auch viele Deutsche, um online zu shoppen. Bei Franzosen und Italienern ist dies offenbar anders – dort scheint das Mittagessen einen anderen Stellenwert zu haben. Je nach Angebot können sich jedoch ganz andere Spitzenzeiten ergeben.

Interessant ist für dich auch, welche Produkte zu welchen Tageszeiten besonders oft eingekauft werden. Dies ist vor allem für Online-Shops mit eher breitem Produktangebot relevant. Mit dieser Information kannst du z. B. den Zeitpunkt für den Versand maßgeschneiderter Marketing-Newsletter optimieren. Gib deinen Kunden individuelle Empfehlungen zu einem Zeitpunkt, zu dem diese die beworbenen Produkte auch mit größerer Wahrscheinlichkeit kaufen.

Eine längere Verweildauer erhöht deine Konversionsrate, bringt dir in der Konsequenz also mehr Umsatz. Werte deine Seitenbesuche und Kaufabschlüsse auch nach Tageszeit und Produkten aus, um deinen Kunden individuelle Angebote unterbreiten zu können – und zwar genau dann, wenn sie danach suchen und eher zum Kauf geneigt sind.



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