Die 3 wichtigsten Trends im Omni-Channel-Handel

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09.08.2016 08:45
von Heidi Pfannes

Im Laden shoppen oder online ordern? Heutige Konsumenten müssen sich hier nicht entscheiden, da auf Grund der Digitalisierung des Handels die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handel fließend sind. Dies beschreibt der Begriff „Omnichannel“: Kunden nutzen alle verfügbaren Kanäle. Das hat Folgen für dich als Händler. Welche? Hier sind die drei wichtigsten Trends im Omnichannel-Handel.

stationärer Handel E-Commerce

Trend 1: Pop-up-Stores

Der E-Commerce wird zwar immer wichtiger, doch der stationäre Handel wird dadurch nicht überflüssig. Er verändert sich lediglich. Der Trend geht sogar dahin, dass vormals reine Online-Shops mehr und mehr dazu übergehen, Ladengeschäfte zu eröffnen. Es muss nicht gleich ein aufwändiger Flagship-Store oder Outlet sein.

Für dich als Online-Händler können zum Einstieg in den stationären Handel deshalb Pop-up-Stores attraktiv sein. Die Einstiegshürden hierbei sind niedrig, denn du verkaufst für einen begrenzten Zeitraum ein ausgewähltes Sortiment auf einer Ladenfläche, die du extra dafür anmietest. Dort kannst du etwa Saisonwaren schnell absetzen und gleichzeitig vor Ort dein Markenbild stärken. Solch ein temporärer Laden kann dir dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen. Denn nach wie vor möchten die Menschen Produkte erleben und anfassen oder anprobieren – und genau das können sie auch spontan in deiner Präsenz vor Ort tun.

Trend 2: Bonus-Services und Produktpräsentation vor Ort

Der stationäre Handel bietet dir die Chance, deinen Kunden Zusatzleistungen anzubieten. Wenn du zum Beispiel Nischenprodukte anbietest und sehr spezielle Produkte verkaufst, kannst du sie von Angesicht zu Angesicht ausführlicher beraten als online und ihnen die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten deiner Artikel vorführen. Besitzt der Verkäufer Empathie und Verkaufsgeschick lassen sich im stationären Handel Produkte eher emotional aufladen als online.

Je nach Produkt kannst du deinen Kunden im Ladengeschäft auch ein passendes, einmaliges Einkaufserlebnis verschaffen – es muss nicht gleich so extrem sein wie bei Abercrombie & Fitch. Doch eines kannst du von solchen erfolgreichen Unternehmen lernen: Produkte lassen sich im Store ideal inszenieren. Manche Kunden werden sicher beim Bummeln auf dein Angebot aufmerksam – daher lässt sich der stationäre Handel in einer guten Lage geschickt zur Neukundengewinnung einsetzen.

Trend 3: Online bestellen, offline abholen

In manchen Online-Shops können die Kunden sich die Warenkörbe in Ruhe online zusammenstellen und ihre Auswahl anschließend in einem Ladengeschäft in der Nähe abholen – „Click & Collect“ lautet der Fachbegriff hierfür. Konsumenten sparen sich so die Versandkosten und können die Produkte dann abholen, wann sie Zeit haben. Der Paketzusteller kommt meist ausgerechnet dann, wenn Berufstätige nicht zuhause sind. Mit der Abholmöglichkeit machst du deine Marke auch vor Ort sichtbar. Du als Online-Händler bist in jedem Fall gut beraten, dir über die Kombination von Online- und Offline-Handel frühzeitig Gedanken zu machen und nach passenden Lösungen zu suchen. Denn Omni-Channel ist ganz klar einer der wichtigsten E-Commerce-Trends der nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte.



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