E-Commerce-Personalisierung leicht gemacht – 2 Best-Practice-Beispiele

Foto Heidi Pfannes
12.05.2016 08:45
von Heidi Pfannes

An personalisierten Produktempfehlungen scheiden sich die Geister: 40 Prozent der deutschen Konsumenten gefallen individualisierte Angebote, 40 Prozent stehen dem eher ablehnend gegenüber, weitere 20 Prozent sind unentschieden – dies zumindest das Ergebnis einer Befragung von 4.300 Internet-Nutzern, die das Beratungsunternehmen Fittkau & Maaß durchgeführt hat. Fest steht aber: Online-Shops, die ihren Kunden personalisierte Angebote machen, stärken die Kundenbindung und erhöhen ihre Konversionsrate. Anhand von zwei Best-Practice-Beispielen zeigen wir, welche Möglichkeiten du als Online-Händler für Personalisierung hast.

Tulpen individuell

Shop it to me – effizient zum Wunschprodukt

Der Mode-Shop Shop It To Me hilft seinen Nutzern gleich zu Beginn dabei, die passenden Kleidungsstücke zu finden. Ein Button auf der Startseite führt sie direkt durch eine Umfrage. Dabei wird zuerst das Geschlecht abgefragt, dann die bevorzugten Marken aus dem Sortiment. Anschließend wählt der potenzielle Kunde die Kategorien, in denen er Kleidung sucht, sowie Größen und Maße. Nach Eingabe des Vornamens und der E-Mail-Adresse bekommt der Nutzer schließlich rabattierte Artikel seiner bevorzugten Kleidungshersteller angezeigt.

Mit einer solchen Umfrage gleich zu Beginn nimmst du deine Kunden an die Hand und ersparst es ihnen, sich mühsam durch alle Kategorien deines Shops zu klicken. Indem du deinen Besuchern nur vorsortierte Suchergebnisse präsentierst, verkürzt du ihre Suche enorm und sorgst für maximale Effizienz.

Net-A-Porter-App „The Edit“ – Shoppen nach dem Tinder-Prinzip

Ja oder nein – das ist das sehr schlichte und (womöglich deshalb) erfolgreiche Prinzip von Tinder. Der Nutzer der Dating-App bekommt Bilder angemeldeter Personen angezeigt. Gefällt ihm das Bild nicht, wischt er es nach links weg; nach rechts Wischen bedeutet „gefällt mir“. Diese einfache Möglichkeit, Gefallen von Nicht-Gefallen zu unterscheiden, nutzt auch die App „The Edit“ des Luxus-Mode-Shops Net-A-Porter. Mit der Funktion lotet die App lediglich den Geschmack des Nutzers aus, es werden keine Produkte gekauft, wenn man nach rechts wischt. Das Prinzip bietet den Vorteil, dass extrem schnell ersichtlich wird, wie der jeweilige Artikel beim Kunden ankommt. Je intensiver die Wahlmöglichkeit genutzt wird, desto genauere Vorschläge kann der Shop seinen Besuchern anschließend machen. Ein Nachteil: Das Feedback der Kunden ist nicht sehr detailliert. So fehlt die Möglichkeit, anzugeben, warum ein Vorschlag dem jeweiligen Konsumenten nicht gefiel.

Besonders für den Mode-Bereich ist das Wisch-Prinzip von Tinder gut geeignet. Gerade in diesem Marktsegment urteilen Kunden meist nach dem Aussehen eines Produkts und wissen daher meist sehr schnell, ob ihnen etwas gefällt oder nicht.

Personalisierung ist ein echter Turbo für deine Konversionsrate. Lasse dich von diesen beiden Best-Practice-Beispielen inspirieren und denke einmal intensiv darüber nach, welche Möglichkeiten zur Personalisierung für deinen Online-Shop in Frage kommen.



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