Personalisierung vs. Datenschutz – Was Online-Händler beim Tracking beachten sollten

Foto Heidi Pfannes
05.05.2016 08:45
von Heidi Pfannes

Online-Händler benötigen Daten, um zu erfahren, wie Nutzer mit ihrer Website interagieren. Dieses Erheben von Daten nennt man Webtracking oder auch Web Analytics. Website-Betreibern stehen verschiedene Methoden zur Datenerfassung zur Verfügung. Nachfolgend beleuchten wir zwei der wichtigsten – und welche Vor- und Nachteile das Tracking hat.

Sandweg

2 häufig genutzte Tracking-Methoden: Zählpixel und Cookies

Web-Analytics-Tools wie Google Analytics setzen in der Regel so genannte Zählpixel ein. Das ist eine Grafik mit der Größe von 1 x 1 Pixel, die mit bloßem Auge nicht erkennbar ist. Sie wird in den HTML-Code einer Website oder in eine E-Mail eingebettet. Ruft der Nutzer eine Seite auf, werden verschiedene seiner Daten übermittelt, darunter das Betriebssystem, der Browser, der Zeitpunkt des Aufrufs sowie die IP-Adresse. Google Analytics liefert sehr viele Daten. Nicht alle davon benötigst du unbedingt, sodass du durchaus auf andere Analyse-Tools zurückgreifen kannst, die weniger Daten erfassen. Aber auch Google Analytics kannst du an deine Bedürfnisse anpassen und beispielsweise einen Code einbinden, der die IP-Adresse deines Nutzers anonymisiert.

Cookies sind Datensätze von maximal 4 Kilobyte Größe, die der Webserver lokal auf der Festplatte des Benutzers hinterlegt. Eine im Cookie enthaltene Zeichenkombination weist ihm eine bestimmte Identität zu. Cookies „merken“ sich z. B., was der Nutzer eingibt und wie viel Zeit er auf einer bestimmten Website verbringt. Ziel ist es, den Nutzer später wiederzuerkennen.

Personalisierte Angebote vs. Datenschutz

Die Vorteile des Tracking für dich als Online-Händler liegen auf der Hand: Je mehr du über deine Kunden weißt, desto gezielter kannst du sie beispielsweise zum idealen Zeitpunkt mit genau den Angeboten versorgen, nach denen sie höchstwahrscheinlich suchen. In der Folge erhöhst du die Zahl deiner Verkäufe und generierst mehr Umsatz.

Aus Kundensicht sieht dies etwas anders aus: Zwar freuen sich Kunden über personalisierte Angebote und finden es praktisch, wenn sie nicht bei jeder Bestellung alle Daten neu eingeben müssen. Gleichzeitig haben sie häufig Bedenken, was den Datenschutz angeht. Denn je mehr Websites Daten erfassen, desto weniger hat der einzelne Nutzer unter Kontrolle, was mit seinen personenbezogenen Daten geschieht. Möglicherweise, so eine verbreitete Befürchtung, werden sensible Angaben wie die Kreditkarten-Nummer weitergegeben und missbräuchlich verwendet.

Ganz ohne Datenerfassung geht es im E-Commerce nicht – das wäre vermutlich auch nicht im Interesse deiner Kunden. Garantiere die absolute Hoheit über alle Kundendaten und Nutzer sind eher gewillt Cookies zuzulassen und persönliche Daten bekanntzugeben. Somit schließt du einen möglichen Kompromiss zwischen aussagekräftigen Analyseergebnissen und Datenschutz. Im gleichen Zug schaffst du damit Vertrauen bei deinen Nutzern.

Beitragbild von VisualHunt.com



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