Was du auf dem Weg in den europäischen Online-Handel beachten solltest

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12.07.2016 08:45
von Heidi Pfannes

Neukundengewinnung ist eines der wichtigsten Ziele für Online-Händler. Da der deutsche E-Commerce hart umkämpft ist, wittert so Mancher gute Absatzchancen im Ausland, insbesondere in Europa. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten europäischen Marktplätze und erklären, was du beim Schritt ins europäische Ausland beachten solltest.

Euro

Nicht in der Masse untergehen

Jeder kennt die Marktplätze Amazon und eBay. Dort erwerben Online-Händler gewissermaßen einen virtuellen „Stand“, auf dem sie ihre Waren ausstellen und verkaufen. Die Vor- und Nachteile dieser großen Marktplätze haben wir bereits an anderer Stelle beschrieben. Hier gilt es vor allem, zwischen großer potenzieller Reichweite und harter Konkurrenz abzuwägen – je nach Branche bieten sich kleinere, spezialisierte Marktplätze eher an. Dort gewinnen Online-Händler möglicherweise mehr Neukunden, weil sie nicht in der Masse der verschiedenen Anbieter untergehen.

Wichtig: Rahmenbedingungen für den europäischen E-Commerce klären

Der europäische E-Commerce ist seit Jahren im Wachstum begriffen. Prognosen gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Deshalb stellt sich für Online-Händler nicht die Frage, ob, sondern nur, wohin ins Ausland expandiert werden sollte. Um diesen Schritt erfolgreich zu gehen, solltest du folgende Aspekte beachten:

Rechtliche Unsicherheiten

Trotz Europäischer Union gelten in anderen Ländern andere Gesetze – das sorgt bei vielen im Prinzip expansionswilligen Händlern für Unbehagen. Die Europäische Kommission hat jüngst ein E-Commerce-Paket vorgeschlagen, das den Handel für Online-Shop-Betreiber sowie Verbraucher einfacher und sicherer machen soll.

Tipp: Lasse dich kompetent zu (steuer-)rechtlichen Vorschriften und Datenschutzvorgaben im jeweiligen Zielland beraten.

Versandabwicklung

In der Regel ist der Versand innerhalb Europas unproblematisch. Die großen Logistikdienstleister bieten dir als Online-Händler kostengünstige Lösungen für den Versand ins Ausland.

Tipp: Informiere dich dennoch vorher über die Qualität des Versands im jeweiligen Land. Bisweilen musst du bei lokalen Paketdienstleistern mit längeren Lieferzeiten rechnen als in Deutschland – und dies deinen Kunden mitteilen.

Mehrsprachigkeit deines Online-Shops

Damit du mit der Internationalisierung durch Online-Marktplätze deine Zielgruppen tatsächlich erreichst, sollte dein Shop zumindest in englischer Version, idealerweise in der jeweiligen Landessprache verfügbar sein. Unterschätze auf keinen Fall den Aufwand für Übersetzung und Anpassung.

Tipp: Beauftrage eine spezialisierte Agentur mit den nötigen Anpassungen. Full-Service-Dienstleister sind zwar nicht billig, beraten dich aber auch zu rechtlichen Fragen. Die Investition lohnt sich – insbesondere dann, wenn du sie mit drohenden Abmahngebühren vergleichst, die bei Verstößen fällig würden.

Die wichtigsten europäischen Marktplätze in der Übersicht

Wenn du die Rahmenbedingungen geklärt hast, ist es deine Aufgabe, den geeigneten Vertriebskanal für dein Angebot zu finden. Wie gesagt: Nicht immer ist der größte Marktplatz auch der beste – hier findest du eine gute Übersicht über die wichtigsten Marktplätze in Europa.

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